FREIE WÄHLER treten zur Bundestagswahl 2013 an!

Geiselwind, 24. Sept. 2011 Der „niederbayerische Sturkopf“ hat sich letztlich durchgesetzt: Wie vom Landeschef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, gewünscht, tritt seine Wählervereinigung bei der Bundestagswahl 2013 an.

© dpa Hubert Aiwanger

Die bayerischen Freien Wähler nehmen Kurs auf Berlin: Zur nächsten Bundestagswahl 2013 schickt die Wählervereinigung eigene Kandidaten ins Rennen. Rund 80 Prozent der 745 Delegierten stimmten am Samstag auf der Landesversammlung in Geiselwind (Landkreis Kitzingen) für eine Beteiligung der Wählervereinigung. „Die Vernunft hat sich durchgesetzt“, sagte Freie-Wähler-Landeschef Hubert Aiwanger nach der Entscheidung der Nachrichtenagentur dpa. „Ich war am Ende positiv überrascht.“

Zuvor hatte er die Delegierten noch eindringlich vor einem Nein zu einer Beteiligung an der Bundestagswahl gewarnt: „Wenn wir da nicht dabei sind, werden wir unter Umständen von den Piraten geentert“, sagte Aiwanger und fügte an: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt.“ Einige der Redner hatten dennoch Bedenken: Eine Beteiligung bereits 2013 sei zu früh, das Ansehen Aiwanger – „der niederbayerische Sturkopf“, wie ihn ein Delegierte nannte – könne beschädigt werden.

Vor dem klaren Votum für die Teilnahme an der Wahl diskutierten die Teilnehmer eineinhalb Stunden lang, ob die Entscheidung über eine Beteiligung basisdemokratisch gefällt werden muss, oder allein von den Delegierten getragen werden kann. Am Ende sprachen sich jedoch rund zwei Drittel für eine Delegiertenabstimmung aus, die direkt im Anschluss stattfand.

Aiwanger sieht nun für die kommenden beiden Jahre bis zur Bundestagswahl viel Arbeit auf sich zukommen. „Bayern wird eine Lokomotivfunktion auf Bundesebene übernehmen“, kündigte der Chef des mitgliederstärksten Landesverbandes an. „Wir müssen dort hin, wo die Weichen gestellt werden.“ In Bayern haben die Freien Wähler dieses Ziel im Jahr 2008 erreicht: Es ist das einzige Bundesland in dem es die Wählervereinigung bisher in ein Landesparlament geschafft hat. Damals erhielten sie 10,2 Prozent der Wählerstimmen.