Aus für 25 exklusive Wohnungen der WWS am „Werrestrand“

1188066032beton_bunker.jpg30. Jan. 2009   Scheffer: „Vom ersten Tag an habe ich die WWS immer wieder aufgefordert, die Finger von diesem Luxusprojekt zu lassen!“

Unter Hinweis auf die Vorgeschichte (wir berichteten) hatte die „Liste 2004“ zur letzten Ratssitzung im Dez. 2008 erneut angefragt: Wann gelangen Rat und Verwaltung sowie die Verantwortlichen der städt. Tochter WWS GmbH (früher Wohnbau Herford) zu der Erkenntnis, dass sich die städt. Tochter mit dieser Baumaßnahme verhebt?

Weiter wurde angefragt, ob man mit der Baumaßnahme bereits beginnen wolle, solange nicht mind. die Hälfte der 25 Wohnungen per not. Vertrag veräußert worden seien.

Die dritte Frage zielte darauf ab, ob es nicht wünschenswert sei, dass sich das ursprünglich gemeinnützige städtische Wohnungsunternehmen WWS auf seine Kernaufgaben konzentriere und diesen zunächst gerecht zu werden versuche.

In Ihrer Antwort auf die drei Fragen verweisen die beiden Geschäftsführer der städt. Tochtergesellschaft WWS zunächst einmal auf ihre Berichterstattung im Aufsichtsrat des Unternehmens. Die Resonanz auf das Bauvorhaben sei am Markt positiv. Dem Controlling des Projektes gelte das besondere Augenmerk der Geschäftsführung.

Die zweite Frage wird mit einem klaren „Nein“ beantwortet.

Zur Frage drei nimmt man erneut Bezug auf die durch den Rat beschlossene Unternehmensstrategie. Diese befasse sich mit der Bestandsentwicklung, womit die Ausrichtung der WWS GmbH eindeutig festgelegt sei.

Gerüchten in der Stadt, wonach man angeblich alternativ die Veräußerung des ersteigerten ehem. „Niemeier-Areals“ an eine Fast Food-Kette erwäge, soll hier nicht weiter nachgegangen werden.

weitere Fotos ...

„Was erwartet die Wirtschaft von der Stadt? – Und umgekehrt!“

1233735771_januar_2009_159.jpgHerford, 29. Jan. 2009  Herforder Unternehmer und Bruno Wollbrink zur wirtschaftlichen Entwicklung Herfords, bzw. zur Wirtschaftsförderung

In den Räumen der Priority AG  (ehem. „Sackfabrik“) des Vorstandsmitglieds  und sehr erfolgreichen Herforder Unternehmers Oliver Flaskämper fand das vom stv. IHK-Hauptgeschäftsführer Harald Grefe moderierte, im Dreijahresrhythmus  stattfindende IHK-Wirtschaftsgespräch mit Bürgermeister Bruno Wollbrink (SPD), Uwe Pottharst, Oliver Flaskämper, Christoph Tscheche und Heiner Wemhöner statt.

„Was erwartet die Wirtschaft von der Stadt? – Und umgekehrt!“

Unter dieses Motto hatte die IHK Bielefeld das Wirtschaftsgespräch gestellt.

Nach Wollbrinks Eingangsreferat zur Herforder „Wirtschaftsförderung“ und der anschließenden Podiumsdiskussion hätte man gar den Eindruck gewinnen können, als seien alle Beteiligten mit dem Standort Herford und dessen Angebot zufrieden, wären da nicht auch die  Diagramme der IHK gewesen, die u.a. sowohl z.T. ungünstige Rahmenbedingungen als auch Defizite in manchen  Kennziffern aufzeigten. Die Umsatzkennziffern boten sich indessen positiv dar.

Geizkragen.de-Chef Oliver Flaskämper forderte jedenfalls ein Gründerzentrum für Jung-Unternehmer. Wollbrink bestätigte, dass man diesbezüglich bereits  im Dialog sei.

Die Verwunderung Harald Grefes darüber, dass der Herforder Einzelhandel seine einst stolze Werbegemeinschaft zu Grabe getragen habe, parierte  der  ebenfalls anwesende Verbandssprecher Dr. Axel Berger, der zu berichten wusste, dass das für Städte der Größenordnung Herfords nicht ungewöhnlich sei.

Interessant auch die Frage von HTT-Chef Günter Schmitt, der in aller Zurückhaltung nachfragte, ob es bereits Ergebnisse bezüglich der mit großem Aufwand betriebenen Aktivitäten des seitens der Stadtverwaltung immer wieder beauftragten Dr. Claus aus Oberhausen gebe.

Man arbeite nicht mehr mit Herrn Dr. Claus zusammen, lautete die schlichte Antwort Wollbrinks. Schmitt verzichtete souverän auf „öffentliche“ Nachfragen.

Noch in dieser laufenden Ratsperiode – so im März 2007 – hatte Claus, der bereits zu Zeiten Bürgermeister Thomas Gabriels die „workshops“ in  der Wolfsburger Autostadt moderierte, zusammen mit seinem Kollegen Rörig im Auftrag der Stadtverwaltung erstellte „Parkraumbewirtschaftungskonzepte“ präsentiert (s. Fotos).

Erstaunt über Wollbrinks lapidare Aussage zeigt sich auch Heinz-Günther Scheffer, Ratsmitglied der Liste 2004 – Initiative für Herford„: „Noch nachdem ich Wollbrink und den Kaufhof-Investor ITG zusammen gebracht hatte, musste sich der darüber ebenfalls erstaunte ITG-Frontmann Helmut Berends – auf Geheiß Wollbrinks – zunächst zu Claus nach Oberhausen aufmachen, um diesem das ITG-Konzept zu präsentieren. Noch weniger haben Berends und ich es verstanden, dass Herr Dr. Claus sodann von Wollbrink beauftragt wurde, für diesen – auf Honorarbasis – die alles andere als erfolgreichen wichtigen Verhandlungen auch mit den Gehrenberg-Anliegern zu führen“, sagt Scheffer.

„Schließlich sah das ursprüngliche Konzept der ITG Düsseldorf ganz klar den Erwerb sämtlicher Liegenschaften von Gehrenberg 17 (ehem. „Film-Studio“) bis 25 („Ihr Platz“) vor, um den geplanten ITG-Neubau an den Gehrenberg und damit in eine 1a/1b-Lage zu rücken,“ weiß Ratsmitglied Scheffer zu berichten, der die ITG und weitere namhafte Investoren nach Herford geholt hat.

Möglicherweise waren es sogar Claus‘ Verhandlungsergebnisse, die zum Ende dieser kostenintensiven, von der Verwaltungsspitze – weshalb auch immer –  über weite Strecken geförderten Zusammenarbeit geführt haben? Sag’s mit Bob Dylan: The answer is blowing in the wind!

weitere Fotos ...

weitere Fotos ...

Dipl.-Ing. Georg Pins hat die Stadt Herford bereits verlassen!

1233288504_georgpins.jpg Herford, 29. Jan. 2009     Wollbrinks Verständnis von „Transparenz“ am Beispiel der wichtigen städt. Personalpolitik . . .

„Bürgerkommune“, „Transparenz“ etc. – so lauten die immer wieder gern bemühten Schlagwörter des amtierenden Bürgermeisters Bruno Wollbrink (SPD).

„Worin sich eine Herforder „Bürgerkommune“ von der Herforder Bürgerschaft unterscheiden könnte, konnte mir selbst Wollbrink bisher nicht schlüssig erklären,“ sagt Heinz-Günther Scheffer, Ratsmitglied der Liste 2004 – Initiative für Herford„.

Was Wollbrink darunter zu verstehen scheint, lassen er, seine Claqueure Günstlinge und Nepoten gelegentlich verbal durchblicken. Demnach soll der Begriff „Bürgerkommune“ ja wohl u.a. suggerieren, dass man die Bürgerinnen und Bürger ernst nehme, bzw. ernst nehmen wolle?

In dem Zusammenhang fällt dann der nächste Begriff: „Bürgerbeteiligung“!

Voraussetzung dafür wäre zunächst einmal eine dauerhafte ehrliche Information der Bürgerinnen und Bürger. Wann Wollbrink damit beginnen will? Die Frage lässt er offen. Vielleicht nach der Kommunalwahl 2009?

Aber die Bürgerinnen und Bürger werden schließlich vertreten. Weshalb sonst hat man Volksvertreterinnen und Volksvertreter gewählt? Weshalb wählt man diese oder andere schließlich am 07. Juni 2009 erneut?

Also könnte man davon ausgehen, dass der Bürgermeister – stellvertetend für die Bürgerinnen und Bürger – zumindest die von diesen zuletzt im Herbst 2004  für 5 Jahre gewählten und damit  mandatierten Verteter informieren würde.

Aber auch diese geschuldete Information findet – um ein weiteres Schlagwort des Bürgermeisters zu nutzen – lediglich in „sehr überschaubarem Rahmen“ statt.

Ein aktuelles Beispiel dafür ist das heute der Presse zu entnehmende bereits erfolgte Ausscheiden des Abteilungsleiters „Bauordnung“ Dipl.-Ing. Georg Pins zum 31. Janaur 2009. Der Nachfolger von Dipl.-Ing. Dirk Lohaus hat Herford bereits verlassen. Er ist fort.

„Es ist bekannt, dass der Bürgermeister unsere Wählergruppe, bzw. mich – trotz anderslautender Beschlusslage – auch in Personalangelegenheiten in der Informationskette gern „vergisst“, sagt Heinz-Günther Scheffer, u.a. Mitglied des Stadtrates, des Bau- und Umweltausschusses sowie des Beirates für Stadtbildpflege. „Daher habe ich heute früh sogleich den Baudezernenten zu erreichen versucht.“

Von dort wurde zumindest ein Rückruf avisiert. Besser sei vielleicht, man wende sich an Herrn Schürkamp, lautete die Auskunft.

Weitere Gespräche Scheffers mit dem amtierenden Vorsitzenden des Bau- und Umweltausschusses Karl-Heinz Hirschfelder (SPD) und Bauausschussmitglied Werner Seeger (CDU) ergaben inzwischen jedoch, dass nicht einmal die beiden großen Fraktionen informiert waren, was – so die gleichlautenden Aussagen – nicht länger hinnehmbar sei.

„Ich selbst habe i.ü. gestern noch im pers. Gespräch mit weiteren auswärtigen ernsthaften Investoren vereinbart, dass ich u.a. heute ein Gespräch mit Herrn Pins organisieren werde“, berichtet Scheffer. „Heute darf ich diesen hingegen mitteilen, als Ratsmitglied und Mitglied des Bau- und Umweltausschusses nicht einmal gewusst zu haben, dass Herr Pins gar nicht mehr in Herford ist.“

Dabei liegt der Stadtverwaltung bereits seit dem 15. Januar die schriftliche Kündigung Pins‘ vor.

Aber im Zeitalter von „Bürgerkommunen“ und der immer wieder gern herbei geredeten angeblichen „Transparenz“ scheint es zumindest dem Bürgermeister zu reichen, wenn er seinen pers. Pressereferenten informiert?

Das Ausscheiden von Georg Pins reiht sich nahtlos ein in die anlässlich des Ausscheidens der „Center-Managerin“ im ELSBACH HAUS von Redaktionsleiter Ralf Meistes aufgezeigte, längst gescheiterte „Personalpolitik“ Wollbrinks. 

Man werde nun dann eben auch die Stelle des Leiters der „Bauordnung“ neu ausschreiben, heißt es in der Presse. Wer wird sich bewerben, wenn eine solch wichtige Schlüsselposition z.B. nur für 1 Jahr ausgeschrieben wird? Das „Bewerberprofil“ wird sich an Wollbrinks Angebot orientieren.