Auch die Kommunalpolitik braucht Visionen und Reformen sowie einen Motivationsschub!

Herford, Neujahr 2011   Ratsmitglied Heinz-Günther Scheffer (Freie Wähler Herford) zum Jahreswechsel 2010/11

BildMit dem Kalenderjahr 2010 haben wir dann ja wohl ein Jahr verlassen, welches uns – traut man den verlautbarten Prognosen – wieder einmal eine Art „Wende“ beschert haben soll.

Haben wir gelegentlich den Eindruck, dass Krisen durchaus herbei geredet oder auch geschrieben werden, so hat es gar den Anschein, als ließen sie sich auf gleichem Wege wieder aus der Welt schaffen?

Ob die viel zitierte Wirtschaftskrise wirklich überwunden ist, wird jeder für sich selbst verantwortlich zu ermessen und zu bewerten haben.

Tatsache ist jedenfalls, dass wir uns zum neuen Jahr  2011 wieder einmal mit zahlreichen Gebührenerhöhungen konfrontiert sehen, obwohl man glauben sollte, dass uns die fortschreitende Automatisierung eigentlich zumindest hier und dort Ersparnisse bescheren müsste.

Denken wir nur einmal an die Preise für Wasser, Strom und Gas.

Wird beim Strom bereits jeglicher wünschenswerter Wettbewerb dadurch ausgehebelt, dass sich in Deutschland mit RWE, E.ON, Vattenfall sowie EnBW (siehe auch http://www.geizstrom.de/strom/anbieter.html) quasi lediglich vier große Anbieter den Strommarkt teilen, so darf man offenbar auch bei den Kosten für Wasser und Gas nicht genau hinschauen?

Unterschied der vor einem Jahr viel zu früh verstorbene  langjährige ehemalige Herforder Bürgermeister Professor Dr. Gerhard Klippstein bereits in seiner „unvollendeten Verwaltungsreform“ zwischen „Erstellern“ und „Bestellern“, so ist es heutzutage üblich, dass die Verwaltungen der Städte und Gemeinden – z.B. auch unter entsprechender Beteiligung der Wirtschaft – beliebig viele GmbHs und gGmbHs gründen, um – unter dem Dach einer städtischen Holding – steuerwirksam die Gewinne der Stadtwerke aus dem Verkauf von Wasser und Gas mit den Verlusten der übrigen städtischen Töchter  zu verrechnen.

„Gesetzte“, bzw. „geborene“ Geschäftsführer der städtischen Holding sind der jeweilige Geschäftsführer der Stadtwerke als „Geber-GmbH“ und der Kämmerer als Vertreter der städtischen „Verlustbringer“. Und natürlich erhebt sich die Frage, wer sich – außer dem sich aus Ratsmitgliedern rekrutierenden Aufsichtsrat der Stadtwerke – bemüßigt fühlen könnte, z.B. bei den Stadtwerken nach Einsparpotentialen zu spüren.

Schließlich bleibt allenthalben festzustellen, dass auch in Herford der Stadtrat  mit dem über keine Mehrheit verfügenden, bis 2015 wiedergewählten SPD-Bürgermeister an der Spitze regelmäßig darauf verzichtet, seine ihm qua Gesetz zustehende Budgethoheit tatsächlich wahrzunehmen, bzw. auszuüben.

„Da ich immer wieder den Eindruck gewinne, dass es sich bei den  alljährlichen Etat-Entwürfen – trotz NKF – um Fortschreibungen der Etat-Forderungen der Vorjahre handelt, habe ich anlässlich der „Konsolidierungsdebatte“ in der Ratssitzung am 10. Dez. 2010 grundlegende Reformen sowie – ungeachtet des Bemühens um einen „Bürgerhaushalt“ nach Vorbild zahlreicher Kommunen auch in NRW – eine Haushaltsklausur von Rat und Verwaltung gefordert“, sagt Ratsmitglied Heinz-Günther Scheffer (Freie Wähler Herford).

In besagter Ratssitzung stellte Scheffer seinem Wortbeitrag ein Zitat Jean-Claude Junckers voran: „Wir wissen, dass wir Reformen brauchen. Aber wir wissen nicht, wie wir sie durchsetzen und danach Wahlen gewinnen sollen.“

Und auf die im Rahmen der Debatte – trotz aktueller deutlicher Mehreinnahmen im Bereich der Gewerbesteuern – geforderten Gebühren- und Steuererhöhungen zitierte Scheffer schließlich den aufgebrachten Bürger aus Goethes Faust I :

Nein, er gefällt mir nicht, der neue Bürgermeister!
Nun, da er’s ist, wird er nur täglich dreister.
Und für die Stadt was tut denn er?
Wird es nicht alle Tage schlimmer?
Gehorchen soll man mehr als immer,
Und zahlen mehr als je vorher.

„Bleibt zu hoffen, dass wir die Interessen der von uns vertretenen  Herforder Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen,“ so Scheffer „und uns zumindest bzgl. des städtischen Haushaltes einmal um Transparenz bemühen, den Versuch unternehmen, einen „Bürgerhaushalt“ zu entwerfen und den Haushalt 2011 nach den tatsächlich unverzichtbaren aktuellen Bedarfen ausrichten.“

Vor diesem Hintergrund vermag Scheffer auch weiterhin nicht einzusehen, dass die SPD-Fraktion in der Ratssitzung am 10. Dez. 2010 plötzlich von ihrer Haltung zu den bis dahin favorisierten, seitens der drei Gymnasien geforderten Mensen abwich und sich der Stimme enthielt.

So löblich es sein mag, dass Herford sich bezüglich des Gedankens der Internationalen Hanse engagiert, so kann und sollte es nicht so sein, dass wir ausgerechnet hier einen absoluten Schwerpunkt bezüglich allen städtischen Engagements sehen. Wenn wir in der Lage sind, 2013 in Herford die Ausrichtung sehr kostenintensiver internationaler Hansetage zu stemmen, und dazu bereits jetzt mit großem Engagement eine außergewöhnliche Kreativität beweisen, so ergibt sich gleichwohl zwangsläufig die Frage, ob Aufwand und Nutzen hier im rechten Verhältnis zueinander stehen.

Und ohne der Frage an dieser Stelle weiter nachgehen zu wollen, ergibt sich daraus folgerichtig die Forderung, die Verfolgung der primären Interessen der Bürgerinnen und Bürger Herfords mit mindestens gleichem Elan, bzw. vergleichbarem Engagement anzugehen.

Wenn auch das aktuell verhängte, als „neues Gesicht Herfords“ bezeichnete „Logo“ 0!herford gänzlich an den Bürgerinnen und Bürgern Herfords vorbei – ja, vorbei auch am die Bürgerinnen und Bürger vertretenden Rat – gekauft worden ist, so ist dies ein weiterer Beweis dafür, wie wenig ernst man die Bürgerinnen und Bürger Herfords verwaltungsseitig zu nehmen bereit ist. Und trotzdem wird erwartet, dass man sich mit dem „Logo“ möglichst unwidersprochen identifiziert. Siehe dazu: http://www.liste2004.de/press/0-herford-mehr-als-nur-ein-logo

Dass man nicht einmal den Mut hatte, dem „neuen Gesicht“ – z.B. mit der Silhouette unseres bereits weltbekannten Museums MARTa – ein Mindestmaß an Dynamik zu verleihen, bedeutet hoffentlich nicht, dass man verwaltungsseitig bereits mittelfristig am Erfolg MARTas zweifelt! Zumindest wurde eine Chance der Symbiose verpasst.

Gleiches gilt natürlich dafür – und auch hier ist ein Zusammenhang erkennbar – dass wir unsere Herforder „Vision“ (siehe dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Herforder_Vision), ein Fest von einmaliger Bedeutung, trotz der Ausgründung der städtischen Marketing-Gesellschaft Pro Herford GmbH, unter deren Trägerschaft schlicht „an die Wand gefahren“ haben.

Eine „Herforder Lösung“? Ja, „Herforder Lösungen“ sollten sich ursprünglich durch ihre besondere Qualität ausweisen.

Bleibt zu hoffen, dass die von der Verwaltung ebenfalls im Alleingang favorisierte „Herforder Lösung“ auf dem ehemaligen Kaufhof-Areal ihrem Anspruch gerecht wird. Siehe dazu http://www.liste2004.de/press/herforder-loesung-fuer-das-ehemalige-kauhof-areal.

Dies auch vor dem Hintergrund, dass sich das Herforder Traditionsunternehmen Klingenthal aktuell erfreulicherweise einmal mehr zum Standort Herford bekannt hat.

Doch das allein reicht nicht, um den Ansprüchen der Bürgerinnen und Bürger einer Stadt – aber auch den Kaufkraft bringenden Gästen – gerecht zu werden.

Innenstadtentwicklung muss sich in einem Gesamtkonzept erschließen.

Und da passt es nicht ins Bild, dass an der Höckerstraße der potentielle Investor  gegenüber der Bauverwaltung bestimmen darf, ob und wann ihm die  weitere Schritte implizierende behördliche Genehmigung erteilt wird oder nicht.

Wie bei der Entwicklung z.B. eines auf Zukunft ausgerichteten zeitgemäßen  Innenstadtentwicklungskonzeptes bedarf jegliches Handeln der Vorlage eines Konzeptes, dem die Formulierung des zu erreichen gewünschten Ziels voran zu gehen hat.

Und da sind nun einmal Visionen gestattet, Reformen erwünscht und – besonders auch bezüglich der Umsetzung – Kreativität und Durchsetzungskraft gefordert.

Und natürlich geht es nicht ohne die Meinung sowie die vielfältige Kompetenz der Bürgerinnen und Bürger als quasi „Gütesiegel“ allen Handelns!

Möge uns das vor uns liegende Kalenderjahr 2011 – zusammen mit unseren Bürgerinnen und Bürgern – manche erfolgreiche konzertierte Aktion bescheren.

Dies gilt besonders auch für die leider weiterhin brach liegende angemessene Präsentation unserer einmaligen Stiftsgeschichte. Hier sei an das verbale Ausweichmanöver des Bürgermeisters vom Vorjahr erinnert, als dieser in seiner Neujahrsbotschaft – André Gide zitierend – sagte: „Wenn sich eine Tür vor uns schließt, öffnet sich eine andere. Die Tragik ist jedoch, dass man auf die geschlossene Tür blickt und die geöffnete nicht beachtet.“

Mit diesem Zitat lassen sich natürlich selbst Gebühren- und Steuererhöhungen oder die an die Wand gefahrene einmalige „Herforder Vision“ etc. begründen.

Auch in 2011 gilt es, wie gesagt, Entscheidungen zu forcieren, realistische Ziele zu formulieren und Wege dorthin konkret abzuwägen und sodann konsequent – zielorientiert – zu gehen.

Wer im Herforder Rathaus diesbezüglich weiterhin wen in seinem Elan bremst, ist wiederum schwerlich auszumachen. Dass der amtierende Bürgermeister  die von ihm  gern beschworene Transparenz selbst nicht lebt, sondern sich in Rat und Verwaltung als eine Art „Moderator“ (Standardsatz: „Wir sollten im Gespräch bleiben!“) verstehen möchte, führt leider nicht dazu, dass man gemeinsam auf Nachhaltigkeit angelegte neue Wege sucht und geht, Visionen entfaltet und für den nötigen Motivationsschub sorgt.

Transparenz lässt sich – besonders dann, wenn sie nicht praktiziert wird – nicht leichtfertig herbei reden. Transparenz will gelebt sein.

Die unabhängige Wählergemeinschaft der Freien Wähler Herfords ist auch künftig darauf bedacht, die städtischen Sachverhalte und Geschehnisse ebenso unverblümt wie umfassend und vor allen Dingen offen anzusprechen.

Wir werden auch weiterhin Ihre/Eure Erwartungen zu erfüllen uns bemühen, und bedanken uns für den regelmäßigen ebenso freundlichen wie konstruktiven Zuspruch, der uns selbstverständlich Ansporn ist.

Ein herzliches gemeinsames „Glück auf“ für das vor uns liegende Neue Jahr 2011 – durch die von Fachleuten prognostizierte Auflösung des Landtags NRW u.U. erneut ein Wahljahr auch für uns!

Ihre/Eure
UWG Freie Wähler Herford
Liste 2004 – Initiative für Herford

Gute Wünsche eines VMR-Betroffenen

Herford, 29. Dez. 2010  So sieht es derzeit bei den VMR-Mitarbeitern aus!

——– Original-Nachricht ——–

Betreff: Re: Ratsmitglied Scheffer (Freie Wähler Herford) zum aktuellen Tagesgeschehen
Datum: Wed, 29 Dec 2010 09:48:21 +0100
Von: . . . @teleos-web.de>
An: H. G. Scheffer

Hallo Herr Scheffer,

vielen Dank für Ihre Mail.

Ja, da fällt mir irgendwie nix drauf ein. Das ist alles eine verkehrte Welt. Die deutschen Betriebe werden ins Ausland verkauft oder die Ausländer arbeiten hier und machen Riesengewinne (siehe Veolia).

Die Kündigungen haben wir ja alle erhalten.

Die Stimmung ist ganz unten. Es ist immer noch nicht klar, ob es eine Abfindung gibt oder nicht.

Der Schlichter scheint wieder gesund zu sein (Weihnachten ist ja auch vorbei  ;-) )

Einige Kollegen bewerben sich bei anderen Firmen, um nicht in die Arbeitslosigkeit zu fallen. Habe das Gefühl, dass wir (VMR) den Verkehr nicht bis zum Ende fahren werden mangels Arbeitskräfte.

Sei ’s drum.

Kommen Sie gut ins neue Jahr

Kann nur besser werden!

MfG  . . . 

——– Original-Nachricht ——–

Betreff: Ihre heutigen Zeilen
Datum: Wed, 29 Dec 2010 10:48:33 +0100
Von: H. G. Scheffer
An: . . . @teleos-web.de

Lieber Herr . . . ,

für Ihre freundlichen Zeilen – besonders für Ihre guten Wünsche – möchte ich Ihnen herzlich danken!

Gerade in diesen Tagen denkt man ja besonders an die Menschen, deren täglich Brot mit mancherlei Sorgen befrachtet ist. Da fragt man sich zum Beispiel, ob es richtig ist, dass man sich – sofern man kann – reichlich beschenkt und dabei viel zu oft die Sorgen derer verdrängt, die ihren Kindern erklären müssen, dass es für das gewünschte Geschenk in diesem Jahr (wieder) nicht gereicht habe.

Gestern fuhr ich per VMR-Bus und Bahn nach Bielefeld. Spätestens dann liegen die Sorgen der VMR-Betroffenen offen. Man denkt an die Stimmung der Fahrerinnen, bzw. Fahrer, die ebenso materialschonend wie sorgfältig ihre Fahrgäste befördern, während die Gedanken sicher oft beim Verlust der zig Arbeitsplätze weilen. Hinzu gesellt sich die Frage, ob und wie es überhaupt spätestens ab Mitte Juni 2011weitergehen könnte.

Auf dem Bahnhof reihten sich gestern – sowohl in Bielefeld als auch in Herford – die Züge der „Rhenus Veniro-Schwester“ Keolis Deutschland GmbH & Co. KG und der VEOLIA Verkehr GmbH.

Ja, man fragt sich, weshalb es – wenn einerseits erhebliche „Gewinne“ eingefahren werden – andererseits Kündigugngen gibt, die offenkundig darauf abzielen, den Lohn an der Basis weiter zu beschneiden. Fragen, denen es – ohne Rücksichten – nachzugehen gilt und die es – vor allen Dingen – auch zu beantworten gilt!

Vor diesem Hintergrund freue ich mich sehr darüber, dass ich, der ich mir – zur Zerstreuung der mancherlei persönlicher Sorgen – zum Beispiel auch gerade selbst eine bessere Auftragslage für mein Büro vorstellen könnte, von Ihnen gute Wünsche zum Neuen Jahr zu erhalten.

Wünschen wir uns also – generell wie wechselseitig – dass mit dem Neuen Jahr ein Jahr vor uns liegen möge, welches uns Kraft beschert, die Herausforderungen anzunehmen, sich ihnen mutig zu stellen und die Probleme frühzeitig ansprechen zu können.

Verschaffen wir uns – aus der Verantwortung heraus – sachlich Gehör!

Beste Grüße
Ihr
HG Scheffer

Firmengruppe Gundlach erwirbt das ehem. Kaufhof-Areal

Herford, 22.12.2010. Die Firmengruppe Gundlach hat von der städtischen Holding HVV das Kaufhof-Areal erworben.

Bei einem Notartermin in Hannover wurden der Kaufvertrag und der städtebauliche Vertrag besiegelt. Gundlach will gemeinsam mit dem Herforder Büro Schlattmeier Architekten das Gebäude in der Herforder Innenstadt zu einem Einkaufszentrum umbauen. Bürgermeister Bruno Wollbrink zeigte sich erfreut: „Das ist das richtige Signal zum Jahresende. Nun setze ich auf zügige Fortschritte im kommenden Jahr zum Wohle unserer Innenstadt.“

Mit dem Erwerb des Gebäudes kann Gundlach nun in konkrete Mietvertragsverhandlungen mit den Betreibern der geplanten Läden einsteigen. Vorgesehen ist ein breiter Branchenmix aus den Bereichen Mode, Sport, Spiel, Lifestyle, Schuhmode und Gastronomie.

Der städtebauliche Vertrag regelt unter anderem ökologische Ausgleichsmaßnahmen und die Zusammenarbeit mit dem kommunalen Arbeitskreis Fassadengestaltung. „Wir werden nun mit Schlattmeier Architekten in die architektonische Feinplanung für den Bauantrag eintreten. Mit einem Baubeginn ist nicht vor dem Sommer rechnen“, so Dr. Markus Böger, Leiter des Bereichs Gewerbliche Immobilien der Gundlach Gruppe.

0! herford – Mehr als nur ein Logo

22. Dez. 2010 Informationsveranstaltung am 12. Januar im Großen Saal des Rathauses – Dokumentarfilm zum neuen Logo auf youtube

tn November 2010 090

Das neue Logo der Stadt Herford bewegt die Gemüter. Am 12. Januar wird der neue Gestaltungsauftritt der Stadt, für den das Logo nur ein Bestandteil ist, in einer offenen Informationsveranstaltung den Bürgerinnen und Bürgern Herfords vorgestellt. Die Veranstaltung findet um 18 Uhr im Großen Saal des Herforder Rathauses statt. Informationen dazu geben Frank Hölscher, Geschäftsführer der Stadtmarketinggesellschaft Pro Herford GmbH, die Markenexpertin Dorothea Frommberger sowie Vertreter der Agentur „wppt:kommunikation“ aus Wuppertal, die das neue Corporate Design entworfen hat. Bürgermeister Bruno Wollbrink wird die Diskussion moderieren.

Dargestellt werden soll der Entstehungsprozess von den ersten Überlegungen bis hin zur Entwicklung des neuen Gesamtdesigns, das Herford künftig frischer und moderner präsentieren wird. Informationen zum Wettbewerb und den finanziellen Rahmenbedingungen ergänzen die Informationen.

„Die bisher geführte sehr emotionale Diskussion suggeriert auf den ersten Blick, ein Logo könne grad mal durch einen ‚Kunstkurs aus der Oberstufe‘ oder einen ambitionierten Amateurgrafiker geschaffen werden. Das trifft nicht zu, vielmehr war professioneller Sachverstand am Werk und das wird mit Sicherheit deutlich werden“, sagt Herfords Bürgermeister Bruno Wollbrink. Der Leidenschaft mit der debattiert werde, kann das Stadtoberhaupt durchaus Positives abgewinnen, denn da „steckt viel Leidenschaft für die eigene Heimatstadt dahinter. Ich freue mich auf die Veranstaltung“.

„Die ersten polarisierender Reaktionen auf das Logo sehen wir als Herausforderung, jeden Herforder als Botschafter für seine Stadt zu gewinnen“ sagt Frank Hölscher von der Pro Herford, der mit seinem Team die inhaltliche und grafische Umsetzung des neuen Gesicht übernehmen wird. „Wir wünschen uns einen konstruktiven Austausch mit dem Ziel, die Marke Herford zu stärken – nach innen wie nach außen. Denn das ist die Primäraufgabe des Stadtmarketings“.

Ein zusätzliches Informationsangebot bietet ein Film im Internetkanal youtube, http://www.youtube.com/watch?v=MuzHqPWJpNE der anlässlich der Einführungsveranstaltung am 12. November entstanden ist. Der Film schildert die Sicht von Marketingexperten auf das neue Logo und das damit verbundene Designkonzept. Der Link auf den Film findet sich unter www.herford.de.

Siehe auch:
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/12/10/lokalzeit-owl-herford-o.xml;jsessionid=6B4187CDE0C9AA18D2CBCA45C56A2289.mediathek3h

Veolia schnappt Deutscher Bahn Regionalstrecken weg

Herford, 22. Dez. 2010 Ratsmitglied Scheffer (Freie Wähler Herford) zum aktuellen Tagesgeschehen

„So, da bedauert es der Bürgermeister der Stadt Herford  in seiner Weihnachtsbotschaft also, dass die VMR-Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verloren haben. Gleichzeitig gibt er seiner Freude darüber Ausdruck, dass SULO (Veolia) eine neue Stahlfassproduktion aufzulegen gedenke und weitere Modernisierungen in der Sparte Müllgefäße angekündigt habe“, stellt Ratsmitglied Heinz-Günther Scheffer (Freie Wähler Herford) fest.

„Aber, was haben wir denn als VMR-Standortkommune wann für den Erhalt der VMR-Arbeitsplätze getan, nachdem der Kreis viel zu früh erklärt hatte, er lasse es bzgl. der Pflichtaufgabe ÖPNV an jeglichem Engagement mangeln? 

Für mich stellen sich gleich etliche Fragen, wenn ich sehe, dass ein Abfallentsorger, wie die Rethmann-Gruppe aus Mainz daher kommt, um als VMR GmbH in Herford Bus zu fahren, während Veolia – als SULO-Eigner – in der Region und darüber hinaus (s. unten) Bahn fährt.

Haben wir da – anlässlich der SWK-Gründung – eigentlich insgesamt klug verhandelt? Wäre es nicht denkbar gewesen, den früher durch das EMR gesicherten ÖPNV anlässlich der Verhandlungen mit SULO mitzuverhandeln?

Dies zumal es üblich zu sein scheint, das Ver- und Entsorger – analog des EMR – sich gern des ein oder anderen „Verlustbringers“ versichern, um z.B. steuerliche Spitzen abzubauen?

Immerhin hatte der seinerzeit von SULO als „Moderator“ mandatierte frühere OKD Henning Kreibohm (SPD) uns – entscheide man sich für SULO als SWK-Partner – zumindest den Bau einer Technik-Akademie auf dem Herforder SULO-Campus zugesichert. Was ist aus solchen Zusagen geworden? Fragen, die man hoffentlich stellen darf“, so das Herforder Ratsmitglied Scheffer.

Paris, 22. Dez. 2010 Französischer Konzern rechnet mit Milliardenumsatz

Im Kampf um den deutschen Nahverkehrsmarkt hat die französische Veolia dem Marktführer Deutsche Bahn einen Milliarden-Vertrag abgejagt. Veolia wird ab Ende 2013 drei Regionalstrecken in Bayern mit Verbindungen nach Österreich betreiben, wie der Konzern am Mittwoch nach Ablauf der Einspruchsfrist für Mitbewerber bekanntgab. Der Vertrag laufe zwölf Jahre. Veolia teilte mit, der Konzern erwarte während der Vertragslaufzeit rund eine Milliarde Euro Umsatz. Veolia gilt als schärfster Bahn-Konkurrent in Deutschland.

Es geht um die Strecken München-Rosenheim, München-Salzburg und München-Kufstein. Ein Teil der Strecken lag bereits in Händen der Veolia-Tochter Bayerische Oberlandbahn. Der Markt für solche Nahverkehrsstrecken gilt als äußerst lukrativ, vor allem weil der deutsche Steuerzahler jährlich rund sieben Milliarden Euro bereitstellt, um Tickets bezahlbar zu halten und auch entlegene Regionen an Metropolen anzubinden.

Mehr Konkurrenz durch Ausschreibungen

Während früher die Deutsche Bahn praktisch alle Strecken bediente, schreiben die Bundesländer die Aufträge für die Verbindungen zunehmend aus, meist für zehn Jahre und länger. In den nächsten fünf Jahren stehen rund 110 Vergabeverfahren an, bei denen etwa die Hälfte aller Regiostrecken auf den Markt kommen. Die Deutsche Bahn hält derzeit noch rund 80 Prozent, will ihren Anteil aber bei 70 Prozent stabilisieren.

Vor kurzem kaufte die Bahn den britischen Verkehrskonzern Arriva, der einer der größten Konkurrenten auf dem Markt war. Aus Kartellgründen mussten die deutschen Aktivitäten aber verkauft werden, die Veolia erwerben wollte. Die Bahn gab aber der italienischen Staatsbahn Trenitalia den Zuschlag, die bisher kaum eine Rolle in Deutschland spielt und angesichts der anstehenden Ausschreibungen hier expandieren möchte.

Die Bahn-Gewerkschaften fürchten, der Kampf um Aufträge werde in den nächsten Jahren vor allem über die Lohnkosten geführt. Sie verhandeln daher derzeit mit der Deutschen Bahn und ihren größten Konkurrenten über einen Branchentarifvertrag.

Weihnachtsgrüße des Bürgermeisters

Herford, 22. Dez. 2010

Liebe Herforderinnen und Herforder,

in diesen Tagen um Weihnachten und vor dem Jahreswechsel blicken viele Menschen auf das vergangene Jahr zurück. Es werden persönliche Bilanzen gezogen und darüber hinaus versucht man auch, das große Ganze zu betrachten.

Viele meiner Kolleginnen und Kollegen neigen in ihren Weihnachtsgrüßen dazu, ausnahmslos positive Botschaften zu senden. Dynamik und Aufbruchgeist soll vermittelt werden. Das ist sicherlich gut so und berechtigt, auch mit Blick auf unsere Stadt. Und darauf werde ich gleich gebührend eingehen. Aber wird man damit wirklich allen Menschen in dieser Stadt gerecht?

Was mögen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vom Verkehrsbetrieben Minden-Ravensberg oder anderer Unternehmen denken, die in diesem Jahr kurz vor Weihnachten ihre Kündigung erhalten haben? Darüber kann ich nicht stillschweigend hinweggehen. Ich hoffe sehr, dass die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bald wieder eine Beschäftigung finden werden. Der Standort Herford, die Region Ostwestfalen-Lippe insgesamt, ist ein leistungsstarker Wirtschaftsstandort, der hoffentlich den Betroffenen neue Perspektiven eröffnet.

Beispiele für die Dynamik unserer heimischen Wirtschaft gibt es einige: Das Textilunternehmen Brinkmann hat mit dem Neubau eines Bürogebäudes an der Hansastraße begonnen. Brax, in der gleichen Branche beheimatet, investiert in ein neues Vertriebszentrum rund 10 Millionen Euro. Und Sulo eröffnete eine neue Stahlfassproduktion und kündigte weitere Modernisierungen in der Sparte
Müllgefäße an.

Eine gute Entwicklung gibt es auch in der Innenstadt. Klingenthal hat jüngst sein erweitertes und modernisiertes Geschäftsgebäude eingeweiht. Zusammen mit dem Parkhaus Altstadt und dem angeschlossenen Lebensmittelhandel Minipreis wurde eine echtes Schmuckstück in zentraler Lage geschaffen.

Wenn im kommenden Jahr das neue Einkaufszentrum im Areal des ehemaligen Kaufhofs entsteht, dann hat unsere Innenstadt eine Zukunft, auf die man sich nur freuen kann. Nach dem Rückzug des bisherigen Investors konnte mit der Firma Gundlach und dem Herforder Architekturbüro Schlattmeier ein Investorenteam gefunden werden, das mit seinen Ideen eine elegante aber gleichzeitig auch pragmatische Lösung verwirklichen wird. Durch die Beteiligung der heimischen Bekleidungshersteller können sich die Herforderinnen und Herforder zudem mit dem Projekt identifizieren.

Und vergessen wir nicht den geplanten Hotelneubau im MARTa-Quartier. Die Verhandlungen zwischen Investor und möglichen Betreibern laufen. Wir haben also allen Anlass, optimistisch nach vorn zu blicken.

Eine gute Nachricht des Jahres ist, dass Verwaltung und Politik sich im Zuge der Haushaltssanierung darauf verständigt haben, keine öffentlichen Einrichtungen schließen zu wollen. Dies ist ein wichtiges Signal für die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und für die Menschen in dieser Stadt. Wir wollen die Lebensqualität in Herford weiterhin auf einem hohen Niveau garantieren.

Gleichwohl müssen wir alle auch Unannehmlichkeiten hinnehmen. Die vieldiskutierte Nachtabschaltung ist ein solches Beispiel. Aber Herford steht besser da als viele Nachbarkommunen. In anderen Städten gibt es eine Totalabschaltung der Beleuchtung. Nicht so in Herford. Zugleich sind wir kreisweit bei der Umstellung auf eine energiesparende Beleuchtung Spitze. Das sollte bei Diskussionen um das Thema bedacht werden.

Ein weithin orangerot leuchtendes Beispiel für den Aufbruchswillen und die Weltoffenheit unserer Stadt kann seit Ende Oktober am Bergertor bewundert werden. Die Safety-Cones des amerikanischen Künstlers Dennis Oppenheim waren umstritten. Ein Bürgerbegehren gegen die „Pylonen“ mündete in einen Bürgerentscheid, der im Juni 2010 dann scheiterte. Damit konnten die Kunstwerke letztlich aufgestellt werden. Und wie bei vielen Projekten tritt auch hier die positive Wirkung des Faktischen auf. Plötzlich finden die Bürgerinnen und Bürger die Pylonen gut.

Die Kritiker verstummten, als sich zeigte, dass die „Pömpel“ letztlich sehr gut ins Stadtbild passen und nicht überdimensioniert sind. Mein Dank gilt dem Sponsor Heiner Wemhöner, der sich in seinem Engagement für die Kunst und seine Heimatstadt nicht beirren ließ.

Auch der Baubereich setzte unübersehbare Akzente. Die bereits im vergangenen Jahr begonnenen Maßnahmen des Konjunkturpakets II wurden an den diversen Schulen wie geplant im vorgesehenen Kostenrahmen umgesetzt. Die weithin sichtbarste Sanierungsmaßnahme des Programms betraf das Rathaus. Hier wurde das Dach einschließlich des Turmes erneuert und isoliert sowie die Fassade gestrichen. Das Rathaus erstrahlt zum Jahresende 2010 wieder in der klassischen Schönheit der Kaiserzeit, passend zum Internationalen Hansetag in Herford im Jahre 2013.

Erfreulich ist auch, dass mit der Ahmser Straße und dem weiteren Ausbau der Engerstraße zwei wichtige Ausfallstraßen saniert werden konnten. Derzeit läuft der Ausbau der Diebrocker Straße, der Neubau der Bünder Straße wird im nächsten Jahr folgen.

Nicht zuletzt möchte ich die Fortschritte im Bereich Bildung und Soziales würdigen. Mit 55 neuen Plätzen für Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege können nun 22,8 Prozent aller Kinder unterhalb des dritten Lebensjahrs versorgt werden. Das Projekt Chancenreich macht Herford für Familien attraktiv und die Eltern von Neugeborenen nehmen die Informations- und Bildungsangebote sehr gerne an. Erste Schritte sind auch auf dem Weg zur inklusiven Bildung gemacht mit dem Kompetenzzentrum für sonderpädagogische Förderung und dem gemeinsamen Unterricht für behinderte und nichtbehinderte Kinder an der Gesamtschule Friedenstal.

All dies sind wichtige Bausteine für unsere soziale Stadt.

Das ohnehin starke ehrenamtliche Engagement in Herford hat in diesem Jahr durch die Initiative zur Gründung einer Herforder Bürgerstiftung eine enorme Bereicherung erfahren. Ich wünschen diesem Vorhaben von Herzen alles Gute und freue mich schon jetzt auf den Moment, wenn die Stiftungsurkunde verliehen wird. Man kann es nicht oft genug betonen, diejenigen, die sich für andere einsetzen und das soziale Moment im Blick behalten, setzen Maßstäbe für mehr Menschlichkeit in unserer Stadt.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, Ihrer Familie und Ihren Freunden ruhige und gesegnete Weihnachtstage, einen schönen Jahreswechsel und viel Glück und Tatkraft für das Jahr 2011.

Herzlich
Ihr
Bruno Wollbrink
Bürgermeister der Stadt Herford

P.S. Wir alle freuen uns, bereits im zweiten Jahr nacheinander weiße Weihnachten feiern zu können. Insbesondere unsere Innenstadt mit ihren alten Kirchen und Innenstadtplätzen bietet tatsächlich ein idyllisches Bild. Bitte vergessen wir aber nicht die Mannschaft der SWK, die, während wir im Warmen sitzen und feiern, bei dieser Witterung für uns rund um die Uhr unterwegs ist.

Weihnachts- und Neujahrsgrüße der Bundesgeschäftsführerin der Freien Wähler

Berngau, Weihnachten 2010

Liebe FREIE WÄHLERINNEN und FREIE WÄHLER,

das für die FREIEN WÄHLER sehr ereignisreiche Jahr 2010 neigt sich dem Ende zu und die Bundesvorstandschaft möchte sich hiermit ganz herzlich bei allen Mitgliedern für das große Engagement und die Treue bedanken.

Nach der Umstrukturierung der Bundeswählergruppe in eine Bundesvereinigung am 20.02.2010 in Münster hat sich vieles getan:

Seit dem 18.06.2010 haben wir alle gesetzlich vorgeschriebenen Bedingungen erfüllt und wurden in das Register des Bundeswahlleiters eingetragen, d. h. die FREIEN WÄHLER sind nun in der Lage an allen Landtags-, Bundestags- und Europawahlen teilzunehmen, wenn gewünscht.

Peu à peu wurden dieses Jahr mit Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Berlin sieben Landesvereinigungen gegründet, von denen Hamburg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz sich entschlossen haben, im Frühjahr 2011 zur jeweiligen Landtagswahl anzutreten.

Die den FREIEN WÄHLERN eigene individuelle Vielfältigkeit, die Sachbezogenheit und unsere Politik mit gesundem Menschenverstand machen uns FREIE WÄHLER, welche seit Jahrzehnten

kommunal erfolgreich geerdet sind, zu einer politischen Größe, die sich hinter den sog. etablierten Parteien überhaupt nicht zu verstecken braucht. Im Gegenteil, unser ideologiefreies Denken und Handeln ist heute auf allen politischen Ebenen gefragter denn je.

Wir wünschen Ihnen allen ein besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2011 sowie weiterhin Kraft und Begeisterung für eine Politik der Vernunft.

Im Namen der Bundesvorstandschaft grüßt Sie herzlich

Cordula Breitenfellner

FREIE WÄHLER – Bundesgeschäftsführerin