Bitte keine Straßensperre/Fahrbahnverengung zur City-Kirmes!

Herford, 05. Okt. 2010 Sparen darf sich nicht in der Nachtabschaltung erschöpfen!

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Sobek,

bitte gestatten Sie mir, im Hinblick auf die in’s Haus stehende City-Kirmes 2010, die – unter städtischer Trägerschaft und Begleitung – besonders auch bzgl. der uns erfreulicherweise treu gebliebenen zahlreichen Schausteller – gewiss wieder ein Erfolg wird, erneut einen „alten“ Punkt ansprechen zu dürfen.

Im Sinne besonders der getroffenen und noch zu treffenden Sparmaßnahmen der Stadt Herford möchte ich – wie in den Jahren zuvor – meiner Hoffnung Ausdruck geben, dass in diesem Jahr darauf verzichtet wird, mit unverhältnismäßig hohem Aufwand eine Spur der Straße „Auf der Freiheit“ zu sperren, um dort genau 1(!) Fahrgeschäft zu installieren. Vergleiche Fotodokumentation der Vorjahre.

In der Vergangenheit http://www.liste2004.de/photostack_2007/2007_2/038_eine_frage_von_aufwand_und__nutzen/ musste ich bekanntlich feststellen, dass es allein für die Sperrung (Fahrbahnmarkierungen, Beschilderung, Entnahme von Begrenzungspfählen, Einbau von Kaltbitumen etc.) des Einsatzes etlicher Handwerker und beaufsichtigender wie abnehmender Stadtbediensteter bedurfte, vom etwas zügigeren Rückbau einmal ganz abgesehen.

Aufwand und Nutzen stehen hier in keinem Verhältnis, zumal die Nachfrage der Schausteller bzgl. dieses uns erhalten gebliebenen Festes ungebremst und der Erfolg – spielt das Wetter mit – vorprogrammiert ist.

Solche entbehrlichen Maßnahmen sollten wir den Bürgerinnen und Bürgern nicht zumuten, nachdem unter dem Motto: „Moderne trifft Mittelalter“, die Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung erfolgt, oder – wie gestern im Schulausschuss thematisiert – z.B. neue(!) Böden der Grundschule „Altensenner Weg“ der Zerstörung preisgegeben werden, weil kein Geld für die Reparatur der durchregnenden Fenster mehr bereit gestellt werden kann, oder die Räume im Dachgeschoss der „Wilhelm-Oberhaus-Schule“ nicht geheizt werden können, weil die Kapazität des Heizkessels nicht reicht und auch hier die Mittel zur Mangelbeseitigung fehlen.

Gern erwarte ich Ihre Nachricht.

Mit freundlichem Gruß
HG Scheffer

„Kaufhof“ und „ÖPNV“ werden uns weiter beschäftigen!

Herford, 05. September 2010 Zur Nachberichterstattung zur Ratssitzung am 01. Oktober 2010

„Als ich heut früh in einer Herforder Arztpraxis im Wartezimmer saß, wurde ich sogleich auf den verlorenen Verwaltungsgerichtsprozess der Stadt Herford sowie die Erhöhung der Abwassergebühren etc. angesprochen. Von dem verlorenen Prozess – die  Abrechnung der Straßenreinigungsgebühr /Winterdienst betreffend – hatte ich üblicherweise aus der Presse erfahren. Zur Erhöhung der Abwassergebühren sowie den Themen „Kaufhof“ und „ÖPNV“ konnte ich Stellung beziehen.“ So Heinz-Günther Scheffer, Ratsmitglied der UWG Liste 2004 – Initiative für Herford„.

Das weitere Vorgehen in Sachen Nutzung des ehemaligenKaufhof-Areals“ und Entscheidungen zum ÖPNV waren schließlich wesentliche Punkte in der Ratssitzung am Freitag am Freitag.

Eingangs der Ratssitzung wurde unsere offizielle Ratsanfrage in Sachen mangelnder Beteiligung der „fraktionslosen“ Ratsmitglieder an relevanten Informationen zu wesentlichen Entscheidungen durch den Bürgermeister „beantwortet“.

Der Bürgermeister bestätigte bei der Gelegenheit, dass hinter den vier „fraktionslosen“ Ratsmitgliedern mithin 9 %(!) der Herforder Wählerinnen und Wähler (ca. 2.300 Herforder Wählerinnen und Wähler) stehen.

Davon entfallen bekanntlich 820 Wählerinnen und Wähler auf die Liste 2004 – Initiative für Herford“ (Lediglich 20 Stimmen fehlten uns am Fraktionsstatus).

Obwohl der Bürgermeister – unzutreffenderweise – bestritt, die vier „fraktionslosen Ratsmitglieder“ seien zu wesentlichen Entscheidungen in zahlreichen Fällen ohne entscheidungsrelevante Informationen, zeigte die Ratssitzung deutlich, dass – wie gehabt – wiederum sehr wesentliche Informationen fehlten und fehlen.

Die Antworten des Bürgermeisters waren zum Teil gar dazu geeignet, den Eindruck zu vermitteln, als sei die offizielle Nachfrage unbegründet. Der Sitzungsverlauf hat diesbezüglich einmal mehr den Gegenbeweis erbracht.

In Sachen künftige Nutzung des ehem.Kaufhof-Areals“ ist der Hergang bekannt.

Bzgl. meiner Aussagen aus Mai 2010 http://www.liste2004.de/press/herforder-loesung-fuer-das-ehemalige-kauhof-areal hat sich insofern nichts geändert.

Die Verwaltung hat im Frühjahr 2010 zunächst – quasi im „closed shop-Verfahren“ – eine Vorentscheidung für das mit „Herforder Lösung“ bezeichnete Konzept „Gundlach/Schlattmeier“ getroffen. Man erinnere sich an die Pressemitteilungen, Verwaltung könne solche Dinge auch allein – also selbst ohne Ratsbeteiligung – entscheiden, von der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und zum Beispiel des örtlichen Einzelhandels einmal ganz abgesehen.

Ich hatte gehofft, dass wir nun wie Städte, die in der heutigen Zeit ein solches Konzept umsetzen wollen, gehandelt hätten – nämlich professionell. Aber woher soll  Verwaltung wissen, wie man in solchen Fällen tunlichst vorgeht. Die nötige Erfahrung hat sie schließlich erst, wenn ein solches Projekt realisiert worden ist.

Ansonsten scheinen uns bewährte Vorgehensweisen, wie ich sie nun im sechsten Jahr in vergleichbaren Städten verfolge, nicht zu scheren?

Denn bzgl. der Plausibilität des Konzeptes „Gundlach/Schalltmeier“ hat sich seit Mai 2010 bzw. der Ratssitzung am 18. Juni 2010 nichts getan. Zur Begründung war auch seitens der Prokjektentwickler gar von Sommerpause etc. die Rede.

Natürlich haben sich – üblicherweise – potentielle Mietinteressenten bei  dem  aktuellen Projektentwickler Gundlach/Schlattmeier – und evtl. auch bei der Wirtschaftförderung der Stadt(?) – gemeldet.

In Beantwortung unserer Ratsanfrage zum Thema ehem. „Kaufhof-Areal“ bestätigt die Verwaltung i.ü. schriftlich, dass sie nicht einmal wisse, weshalb die ITG Düsseldorf den Standort Herford aufgegeben habe. Kaum zu glauben.

Dennoch haben die Verwaltung – und am Freitag mehrheitlich auch der Rat – quasi den Zuschlag für das Konzept „Gundlach/Schlattmeier“ erteilt. Anschließend hat der HVV-Aufsichtrat weitergehende Beschlüsse – freilich mit dem „Verfalldatum“ 30. Juni 2011 – gefällt.

Da ich mich – wie gesagt – im sechsten Jahr intensiv mit der Realisierung eines tragfähigen Nutzungskonzeptes für das ehem. „Kaufhof-Areal“ sowie der professionellen Projektentwicklung befasse, sage ich noch einmal, dass das jetzt vorliegende Konzept – leider – nicht trägt.

Der Wettbewerb sieht das übrigens ganz „relaxt“. So heißt es von dort u.a.: „Machen Sie mal, wenn Sie meinen, dass Sie mit der Verfolgung Ihrer „Herforder Lösung“ Erfolg haben. Wir können gern anschließend ein Gespräch führen. Insgesamt hat die Stadt Herford dann ein weiteres Jahr verloren. Klar ist dann aber auch eines: Es wird dann niemand mehr die 3,14 Millionen Euro für das ehem. „Kaufhof-Areal“ bezahlen.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Für Rückfragen stehe ich gern jederzeit zur Verfügung.

HG Scheffer

Herforder Bürgermeister erschien als einziger ohne Amtskette

Quedlinburg/Herford, 03. Okt. 2010

80 Bewerber auf Brautschau

VON ANDREAS BÜRKNER

Herforder Bürgermeister erschien als einziger ohne Amtskette

Die Bürgermeister der Unionsstädte (v.l.) Klaus Burhenne (Hann. Münden), Eberhard Brecht (Quedlinburg), Susanne Lippmann (Hameln), Dirk-Ulrich Mende (Celle) und Bruno Wollbrink (Herford). (FOTO: ANDREAS BÜRKNER)

Quedlingburg mz. Als sich Ende 1989, Anfang 1990 der Runde Tisch in Quedlinburg konstituierte, war Gottfried Biller plötzlich der einzige anwesende Kirchenvertreter. Doch weil nach dem Vorbild anderer Städte ein solcher die Leitung übernehmen sollte, blieb ihm nur eines – er machte es einfach.

Dieser Rückblick zum Festakt, umrahmt von Michelle Pfeifer (Klavier), Romy Jakob (Gitarre) und Niels Ziegelasch (Saxophon) von der Kreismusikschule Harz, anlässlich des 20. Jahrestages der Deutschen Einheit und des 20-jährigen Jubiläums der Gründung der Städteunion im Festsaal des Rathauses gehörte zu den emotionalsten Momenten.

Gerade das Engagement über die eigentliche Tätigkeit hinaus und der Einsatz für die Demokratie und Freiheit waren die treibenden Kräfte, die zum Sturz des Systems und der Wiedervereinigung führten. Dass Biller in dieser Veranstaltung allerdings eher für die Durchführung des Quedlinburger Musiksommers zum Ehrenbürger ernannt wurde, zeigt eine andere Seite des Kirchenmusikdirektors. Den gleichen Titel bekam auch Prof. Dr. Siegfried Behrens aus Lemgo für den Aufbau des Münzenbergmuseums.

Doch woran erinnern sich die neuen Oberhäupter der Unions-Städte Celle, Hameln, Hannoversch Münden und Herford, die allesamt der Einladung in die Weltkulturerbestadt Quedlinburg gefolgt waren, wenn sie über das Erbe der Amtsvorgänger, die Kooperation als auch das Zusammenwachsen der Deutschen nach 20 Jahren Bilanz ziehen sollen.

Quedlinburgs Bürgermeister Dr. Eberhard Brecht lobte die gemeinsam erreichten Erfolge, die sich im Städteunionshaus, dem Aufbau der Verwaltung und den vielen Kontakten zwischen Familien, Vereinen, Institutionen oder Kirchen zeigen würden. Er hätte sich aber wie die Mehrheit der Ostdeutschen den Nationalfeiertag im vereinten Deutschland eigentlich erst am 9. Oktober gewünscht. „An jenem Tag im Jahr 1989 haben 70 000 Menschen in Leipzig für jedermann dokumentiert, dass die DDR-Bevölkerung nicht mehr von ihrem Ziel einer gesellschaftlichen Veränderung abzubringen ist, und das mit ausschließlich friedlichen Mitteln.“

Für ihn stehe dieses Datum für den Erfolg der ersten friedlichen Revolution in Deutschland. Brecht erinnerte an den Mauerfall am 9. November 1989 und den „überaus herzlichen Empfang von uns DDR-Bürgern im Westen“, wofür sich die Quedlinburger mit einem großen Stadtfest am 6. Januar 1990 revanchierten.

In dieser Phase habe auch „die Brautschau“ begonnen. „80 Bewerber hätten Interesse an einer Partnerschaft mit Quedlinburg gehabt“, sei ihm zu Ohren gekommen, doch letztlich habe sich die damalige Stadtverwaltung unter Bürgermeister Reinhard Lukowitz für eine Union aus Städten entschieden, die eines einte: Fachwerkbau.

Susanne Lippmann beanspruchte allerdings den Status des Erstpartners: „Bereits seit 1987 hatten wir uns um Quedlinburg bemüht, was aber die Staatsmacht in Berlin nicht wollte.“ Der Leiter der Volkshochschule habe bei einem Besuch im Ostharz im Mai 1989 sogar den Pförtner mit 20 DM bestochen, um zu Lukowitz vorzudringen und ihn über den Wunsch zu informieren, welcher nach der Grenzöffnung mit einem Gegenbesuch reagierte. Für Dirk-Ulrich Mende, Oberbürgermeister von Celle, bedeutet die Städteunion „gelebte Wiedervereinigung.“ Jeder Partner habe mit dem geholfen, was er am besten konnte, listete Hannoversch Mündens Stadtchef Klaus Burhenne sogar fast nostalgisch wirkende Bürotechnik auf, die damals übergeben wurde, wie „Kopierer mit Druckpatrone, Schreibmaschine oder Diktiergerät“. Der Herforder Bruno Wollbrink, der einzige, der ohne Amtskette erschien, führte dies auf die Finanzsituation in Nordrhein-Westfalen zurück. Brecht entdeckte darin weitere finanzielle Potenzen für Quedlinburg.

Genau wie ihre Amtsvorgänger trugen sich die fünf aktuellen Stadtoberhäupter ins Goldene Buch der Stadt Quedlinburg ein und untermauerten damit das Bündnis. Bruno Wollbrink brachte das Anliegen auf den Punkt, als er meinte: „Wir wären gut beraten, weiter an der Städteunion zu arbeiten.“ Nachdem sich Biller und Behrens ebenso ins Goldene Buch eingetragen hatten, wurden noch die Stadträte seit 1990 für 20-jährige Tätigkeit ausgezeichnet. Doch nur Dieter Schmidt erschien, Barbara Knöfler und Dr. Christian Schickardt waren verhindert.

Scheffer: Auf unsere Ratsanfragen wurde z.T. widersprüchlich reagiert.

Herford, 03. Okt. 2010  Unsere offiziellen Ratsanfragen zur Ratsbeteiligung und zur Nutzung des ehem. „Kaufhof-Areals“ bleiben offen!

„Es ist daher erforderlich – neben unserer Pressemitteilung zum ÖPNV – nachfolgend noch einmal auf unsere offiziellen Ratsanfragen zur Ratssitzung am 01. Okt. 2010 i.S.

abzuheben“, sagt Heinz-Günther Scheffer, Ratsmitglied der UWG Liste 2004 – Initiative für Herford„.

Zur Einbeziehung der fraktionslosen Ratsmitglieder

Die z.T. widersprüchlichen Antworten der Verwaltung auf unsere konkreten und vor allen Dingen begründeten offiziellen Ratsanfragen zur Sitzung des Rates am 01. Oktober 2010 stellen wir gern zur Verfügung.

Noch während der Ratssitzung am Freitag war wiederum festzustellen, dass es besonders auch bei den fraktionslosen Ratsmitgliedern, die immerhin 9 % der Herforder Wählerinnen und Wähler zur Kommunalwahl 2009 vertreten – z.T. aus „Unkenntnis“ – ganz erhebliche Informationsdefizite gab und weiter gibt.

Wofür gibt es schließlich ganz bewusst vom Bürgermeister einberufene „Elefantenrunden“, in welchen zusätzliche Informationen – auch aus den Aufsichtsratssitzungen – gegeben werden, von denen vorausgesetzt und unterstellt wird, dass die entscheidungsrelevanten Details den Fraktions- und damit den jeweiligen Ratsmitgliedern z.B. in den Fraktionssitzungen und den Sitzungen unmittelbar vor den Ratssitzungen weitergeben werden.

Dies auch, zumal die z.T. sehr „abstrakten“ Ratsvorlagen bekanntlich oft auf die letzte Sekunde, oder erst als „Tischvorlage“ zur Verfügung stehen.

„Und mit den Vorlagen verhält es sich ja eben – Urton auch von Pressevertretern – oftmals nicht anders als mit den Protokollen, von denen der Mitarbeiter der Verwaltung für Ratsangelegenheiten mir am 01. Sept. 2010 im persönlichen Gespräch im Hansezimmer eröffnete, man habe sich bezüglich der Mitnahme von Wortbeiträgen in Protokollen innerhalb der Verwaltung darauf verständigt, dass man sich  – nach deren Stärke – auf die Beiträge der Fraktionen beschränke“, so Scheffer.

„Wenn es aus berufenem Munde heißt,  dieses „Verständnis“ betreffe  angeblich gleichermaßen auch die Berichterstattung der örtlichen Medien, so vermag ich das nicht zu beurteilen, stelle allerdings fest, dass das zumindest – auch aktuell – für unsere Beiträge zu gelten scheint?“


Zur evtln. künftigen Nutzung des ehem. „Kaufhof-Areals“

Hier gelten die vorstehenden Ausführungen zunächst einmal analog.

„Es ist mir z.B. vollkommen unverständlich, dass die Verwaltung auf meine Frage, ob man wisse, weshalb die Projektentwicklungsgesellschaft ITG Mitte Dezember 2009 den Standort Herford aufgegeben habe, mit „Nein“ antwortet. Dies will „man“ doch bitte wissen, oder“? Die Frage jedenfalls stellt Heinz-Günther Scheffer.

Die örtlichen Printmedien haben – neben den Gesprächen mit den potentiellen Investoren – u.a. bezüglich ihrer Gespräche mit den ortsansässigen Textilunternehmen Ahlers, Brax und Brinkmann berichtet; auch darüber, in welchem Maße man sich zu engagieren bereit ist, zumal diese – aus dem Firmeninteresse heraus vollkommen verständlich – ihre „outlets“ ausbauen, die auf dem Firmen-Campus anerkannte hausinterne Mieten auslösen.

Weshalb sollten die Firmen also künftig Mieten im 2-stelligen Bereich pro Quadratmeter bezahlen und dafür verkehrstechnisch „schlechter“ erreichbar sein?

Vor allen Dingen stellt sich die Frage, wer denn dann – außer diesen ortsansässigen und überregional bekannten Firmen – Interesse an der Anmietung von Flächen in der jetzt geplanten „MiniMall“ haben/behalten könnte.

Wer bleibt also derzeit als potentieller Mieter?

Bisher gibt es lediglich Anfragen, von denen jeder weiß, wie sie zu bewerten sind. Und natürlich hat der Projektentwickler ohne Zusagen der Stadt keine Planungssicherheit. „Die Katze beißt sich gewissermaßen in den Schwanz“.

Deshalb wäre eine vorangestellte fachkompetent moderierte Auslotung aller Konzepte und Vorgehensweisen von wegweisender Bedeutung gewesen.

Wenn es in der gestrigen Presseberichterstattung der örtlichen Printmedien heißt, die Fraktionsvorsitzende der SPD, Christa Jahnke-Horstmann, habe den „bemerkenswerten“ Entwicklungsfortschritt des Projektes begrüßt, so stehen wir doch im Grunde – drei Monate nach der Ratssitzung am 18. Juni 2010 – derzeit weiterhin quasi bei „Null“.

Auch vor dem Hintergrund sind am Freitag – ohne jede weitergehende kompetente Befassung – wesentliche (Fehl-)Entscheidungen getroffen worden.

Dies i.ü. – trotz des von dem Löhner Bürger Brumberg angezettelten Herforder Bürgerbegehrens  bezüglich ausgerechnet der Pylonen am Bergertor – wiederum ohne jede Bürgerbeteiligung oder auch nur die Beteiligung des örtlichen Einzelhandels.

Scheffer geht davon aus, dass sich sehr bald herausstellen wird, dass schon die jetzt angestrebte Größe der „Herforder Lösung“ dazu führen wird, dass sich das Konzept „Schlattmeier/Gundlach“ wirtschaftlich leider nicht rechnen lässt.

„Wenn ich dann am Freitag – zufällig – während der Sitzung einen Anruf des Grundbucheigentümers des ehemaligen „Film-Studios“ erhalte und dieser mir bestätigt, dass Schlattmeier/Gundlach noch nicht einmal in Kontakt zu ihm als nächstem – auch „strategisch wichtigen“ – Nachbarn getreten sind, so ist das für mich nachgerade alarmierend,“ so Scheffer.

Beschlussfassungen in Sachen ÖPNV kommen zu spät!

Herford, 01. Okt. 2010   Die Chance, wirksam zu handeln, ist längst verpasst!

„Wenn die Verwaltung der Stadt Herford dem Rat heute z.T. unrealistische Entscheidungen zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) vorschlägt, so sind diese längst überwiegend obsolet“, so Ratsmitglied Heinz-Günther Scheffer („Liste 2004 – Initiative für Herford„).

Matthias Scheiding und Scheffer sind Mitglieder auch des Beirates der Minden-Herforder Verkehrsgesellschaft mbH (MHV). Auch in dieser Funktion hatten sie frühzeitig Kontakt u.a. zur Geschäftsleitung der Verkehrsbetriebe Minden-Ravensberg – so zum Geschäftsführer der VMR GmbH Wolfgang Orth – aufgenommen.

Orth ist – neben Henrik Behrens – seit Januar 2008 sowohl Geschäftsführer der VMR GmbH als auch „Regionalleiter WEST“ der zur Selmer Rethmann-Gruppe gehörenden RHENUS VENIRO GmbH & Co. KG in Mainz, die die VMR GmbH 2007 von intalliance AG erworben haben.

Bereits im Mai 2010 hat Orth den Spitzen der Kreisverwaltung und der Kommunen sowie der MHV einen konkreten Vorschlag unterbreitet, der eine „Kommunale Lösung“ in Form eines „PPP-Modells“ vorsah, bei welchem z.B. die MHV 51 % der Anteile hätte übernehmen/halten können. Auch eine Deckelung der Verluste war vorgesehen.

Ohne sich z.B. die von RHENUS VENIRO GmbH & Co. KG zur Begründung des Handelns angeführten Verluste offen gelegt haben zu lassen, haben die Verantwortlichen seinerzeit die VMR-Vorschläge abgelehnt.

Der Rat der Stadt Herford wurde schließlich in der Ratssitzung am 18. Juni 2010 befasst. Im Sitzungsprotokoll der Verwaltung heißt es anschließend: „Der Rat der Stadt Herford nimmt von dem Sachstand Kenntnis und beauftragt die Geschäftsführung der SVH GmbH (Stadtverkehrsgesellschaft Herford), die nötigen Untersuchungen vornehmen zu lassen.“

Scheffer: „Ein Indiz dafür, dass man den Ernst der Lage entweder noch immer nicht erkannt hatte, oder nicht erkennen wollte?“

Nur wenige Tage später hat die VMR-Geschäftsleitung den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anlässlich einer außerordentlichen Betriebsversammlung offiziell eröffnet, dass das Unternehmen per 30. Juni 2011 stillgelegt werde und bei der Bezirksregierung in Detmold den Antrag auf vorzeitige Entbindung von der Betriebspflicht für alle von der VMR betriebenen konzessionierten Busverkehre gestellt, dem längst stattgegeben worden ist.

„Inzwischen“, so Scheffer, „sind alle Fristen und Möglichkeiten vertan. Wieder einmal hängt Politik vollkommen hinterher. Wenn zur Entschuldigung von einer ferienzeitbedingten „Ratspause“ die Rede ist, so wird eine solche Begründung dem versäumten Handeln nicht gerecht.

Die Sicherstellung eines funktionierenden ÖPNVs ist eine kommunale Pflichtaufgabe. Um dieser Pflicht gerecht zu werden, wird sich jede jetzt zu akzeptierende Lösung als kostenträchtiger gegenüber dem frühzeitig vorgeschlagenen „PPP-Modell“ erweisen“, befürchtet Scheffer.

Termin für den Wechsel ist der 11., bzw. 12. Juni 2011. Spätestens dann werden die Bürgerinnen und Bürger auch der Stadt Herford feststellen, ob Politik die Weichen für einen zeitgemäßen ÖPNV optimal gestellt hat oder nicht.

„Nachdem sich der Kreis Herford bereits sehr früh weitgehend festgelegt hatte, hatte ich nach der Ratssitzung am 18. Juni 2010 angeregt, dass zum Beispiel Bürgermeister Bruno Wollbrink (SPD) als Bürgermeister der VMR-Standortkommune umgehend beim Landrat einen neuen Anstoß zur Aufnahme der Gespräche mit allen betroffenen Entscheidungsträgern gegeben hätte“, erinnert Scheffer.

Geschehen ist leider nichts.

HG Scheffer

Konzept zur Nutzung des ehem. Kaufhof-Areals

Herford, 28. Sept. 2010  offizielle Ratsanfrage zur Sitzung des Rates am 01. Oktober  2010

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Bürgermeister,

seit mithin 6 Jahren beschäftige ich mich inzwischen bekanntermaßen intensiv mit der für die Innenstadtentwicklung wichtigen künftigen Nutzung des ehemaligen Kaufhof-Areals.

Durch die von mir für den Standort Herford in 2006 gewonnene ITG Düsseldorf, die das ehem. Kaufhof-Areal von der Deka Frankfurt erwerben konnte, das Projekt eines „shopping centers“ jedoch Ende letzten Jahres leider aufgeben musste, sind wir inzwischen als Stadt Herford immerhin Eigentümerin des i.R. stehenden Areals, so dass wir endlich weitgehend planungs- und handlungsfrei sind.

Statt die Entwicklung des Areals nun dann „professionell/er“ anzugehen und zu verfolgen, hat die Verwaltung – ohne Ratsbeteiligung – im Mai 2010 ein als „Herforder Lösung“ Herforder Lösung für das ehemalige Kauhof-Areal bezeichnetes Konzept eines ortsansässigen Architekturbüros sowie eines Hannoveraner Projektentwicklers favorisiert.

Zur Ratssitzung am 18. Juni 2010 hat man sich schließlich auf eine „Kenntnisnahme“ der inzwischen involvierten Ratsmitglieder hinsichtlich der von der Verwaltung favorisierten „Herforder Lösung“ verständigt, nachdem man zuvor die übrigen interessierten Projektentwickler – leider nur im „Schnelldurchgang“ – ihre z.T. sehr überzeugenden Konzepte hatte präsentieren lassen.

In der Ratssitzung am 18. Juni 2010 habe u.a ich sehr deutlich – für’s Protokoll – gefordert, dass – vor weiteren Entscheidungen – in der Ratssitzung am 01.Oktober 2010 ein ebenso konkreter wie belastbarer Sachstandsbericht bzgl. der m.E. nicht tragfähigen „Herforder Lösung“ gegeben werde, die u.a. den weitgehenden Erhalt der vorhandenen „Kaufhof-Ruine“ vorsieht.

Meine bewusst für’s Protokoll formulierte Forderung fehlt leider wiederum im Protokoll zur Ratssitzung am 18. Juni 2010.

Heute nun ist zu vernehmen, dass bereits im Anschluss an die Ratssitzung am 01. Okt. 2010 ein Kaufvertrag mit den Partnern der von der Verwaltung favorisierten „Herforder Lösung“ in’s Haus stehe.

Dazu ergeben sich für mich per heute u.a. folgende Fragen:

  • Liegt für die „Herforder Lösung“ ein tragfähiges belegtes Konzept vor?
  • Ist dieses Konzept – sofern vorhanden – erneut im Detail mit den übrigen präsentierten Konzepten abgeglichen worden?
  • Sind die Argumente der übrigen anbietenden Projektentwickler überhaupt noch einmal gewichtet worden?
  • Ist der Verwaltung konkret bekannt, weshalb die ITG das Projekt aufgegeben hat?
  • Ist der Verwaltung bekannt, dass in dem Zusammenhang ein wesentlicher Grund die Größe und – damit verbunden – die Wirtschaftlichkeit war?
  • Ist die Verwaltung nicht z.B. aufmerksam bzgl. der begründeten Größe des – gar gemeinsam mit der Parkbau West – präsentierten ebenso überzeugenden wie – besonders auch wirtschaftlich – tragfähigen Konzeptes der weiterhin an der Entwicklung des Projektes höchst interessierten GEDO München geworden?
  • Hat man sich durch die namhaften Herforder Textil-Unternehmen noch einmal bestätigen lassen, dass diese allenfalls bereit sind, sich mit Shops vergleichsweise „kleinster“ Größe zu beteiligen?

Es stellen sich hier noch weitere zahlreiche Fragen.

Ich bitte höflichst um konkrete Beantwortung meiner vorstehenden Fragen in der Ratssitzung am 01. Okt. 2010.

Recht vielen Dank!

Mit freundlichem Gruß
HG Scheffer

siehe dazu auch:

Die Verkaufsflächen des künftigen „Kaufhofes“ werden entscheidend sein!

Herforder Lösung für das ehemalige Kauhof-Areal

Information der Herforder Ratsmitglieder

Herford, 28. Sept. 2010  offizielle Ratsanfrage zur Sitzung des Rates am 01. Oktober 2010

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Bürgermeister,

der Bürgermeister hat entsprechend unserer Gemeindeordnung unterschiedliche Aufgaben:

  • er ist der Vorsitzende des Stadtrates und der Leiter der Stadtverwaltung
  • er ist für die Vorbereitung und Umsetzung der Beschlüsse verantwortlich
  • er ist der gesetzliche Vertreter der Gemeinde
  • er ist der Dienstvorgesetzte der Mitarbeiter der Gemeinde
  • er ist für die sachgerechte Erledigung der Weisungsaufgaben verantwortlich

Wie Ihnen aus Ihrer Ratszugehörigkeit bestens vertraut ist, war es bisher guter Brauch auch der Bürgermeister der Stadt Herford, zur Sicherstellung der notwendigen Information/en der verantwortlichen Ratsmitglieder regelmäßig zu Zusammenkünften – z.B. sogenannten „Elefantenrunden“ – einzuladen.

Trotz bestehender Informationspflicht haben Sie seit Beginn der laufenden Ratsperiode 2009 – 2014 mit dieser Form der Information unter Beteiligung aller Gruppierungen im Rat – ersatzlos – gebrochen.

So grenzen Sie die „faktionslosen“ Bürgerinnen- und Bürgervertreter – wie befürchtet – bewusst fortgesetzt aus.

Gleichwohl erwarten Sie, dass auch die von dieser Handhabung betroffenen Ratsmitglieder an Beschlüssen  und Abstimmungen verantwortlich mitwirken, ohne zuvor sichergestellt zu haben, dass diese bzgl. wichtiger Beschlüsse auch nur im Ansatz informiert sind.

Als Beispiel seien hier z.B. sämtliche Entscheidungen bezüglich der städtischen Drittorganisationen genannt.

Auch anlässlich der letzten Sitzung des Stadtrates am 18. Juni 2010 waren die Ratsmitglieder gehalten, sich zu Fakten, die Drittorganisationen etc. betreffend, zu positionieren und abzuzustimmen, obwohl ihnen wiederum jegliche Informationen fehlten.

In der bevorstehenden Sitzung am 01. Oktober 2010 verhält es sich nicht anders.

In diesem Fall kommt u.a. auch das wichtige Thema „Entwicklung des ehem. Kaufhof-Areals“ hinzu, bzgl. dessen die fraktionslosen Ratsmitglieder bisher ebenfalls bewusst in Unwissenheit belassen worden sind.

Welche bis heute wiederum nicht bekannten erheblichen Informationsdefizite bestanden und fortbestehen, hat z.B. die heutige Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses gezeigt, in welcher u.a. Themen angesprochen wurden, die – im Hinbick auf die bevorstehenden Ratsbeschlüsse – in den Drittorganisationen und den anschließenden „Elefantenrunden“ Grundlage dortiger Beratungen waren.

In dem Zusammenhang ergeben sich u.a. die folgenden offiziellen Anfragen:

  • Ist Ihnen bewusst, dass die vier fraktionslosen Ratmitglieder im Rat der Stadt Herford mithin 2.268 Herforder Bürgerinnen und Bürger vertreten?
  • Ist Ihnen bekannt, dass die vorstehende Stimmenanzahl – bei 25.171 Herforderinnen und Herfordern, die am 30. August 2009 gewählt haben – immerhin 9 Prozent der Wählerinnen und Wähler entspricht?
  • Weshalb stellen Sie die Information der fraktionslosen Ratsmitglieder nicht sicher?
  • Wie stellen Sie sich die Information der fraktionslosen Bürgerinnen- und Bürgervertreter überhaupt vor?
  • Gehen Sie davon aus, dass diese Bürgerinnen und Bürger sich die für verantwortliche Entscheidungen und Abstimmungen erforderlichen Informationen inoffiziell „besorgen“?
  • Was gedenken Sie zu tun, um dem vorstehend beschrieben erheblichen Mangel nachhaltig abzuhelfen?
  • Ab wann werden Sie dem Mangel durch entsprechende Maßnahmen konsequent entgegenwirken?
  • Können Sie sich vorstellen, die fraktionslosen Bürgerinnen- und Bürgervertreter künftig u.a. zu den „Elefentenrunden“ einzuladen?

Für die Beantwortung der vorstehenden Anfragen in der Ratssitzung am 01. Okt. 2010 danke ich Ihnen.

Mit freundlichem Gruß
HG Scheffer

. . . zu Besuch auf Schloss Ippenburg im Garten der Glücklichen

Herford/Bad Essen, 25. September 2010 Besuch der Landesgartenschau Niedersachen 2010 in Bad Essen

Nach einem Besuch der Landesgartenschau NRW 2010 in Hemer nutzten Mitglieder der Liste 2004 – Initiative Für Herford“ heute die Gelegenheit, auch die nahe gelegene Landesgartenschau Niedersachsen 2010 auf Schloss Ippenburg und in Bad Essen (rd. 50 km von hier) zu besuchen.

„Auch hier – rund um das Schloss Ippenburg, in welchem Freifrau Viktoria von dem Bussche, geb. von Consbruch aus Hiddenhausen http://www.welt.de/print-wams/article110137/Der_Garten_der_Gluecklichen.html oder http://www.impulse.de/lifestyle/:Gaerten–Die-gruene-Baronin/1003709.html bereits seit 1998 (s. unten) alljährlich ihre fantastischen Gärten darbietet sowie in der Stadt und im Stadtpark Bad Essens – hat sich uns ein ganz beachtlicher Genuss auch der Niedersächsischen Landesgartenschau erschlossen, den man nicht missen möchte“, so Ratsmitglied Heinz-Günther Scheffer.

Wer noch nicht in Hemer (bis zum 24. Okt.) und/oder Bad Essen (bis zum 17. Okt.) war und es einrichten kann/mag, besuche noch rasch – bevor die Zeit schon wieder um ist – beide Gartenschauen, um sich verzaubern zu lassen.

Und natürlich reift bei den FW Freien Wählern Herfords die Idee bzgl. der Gründung eines Fördervereins, um die Landesgartenschau NRW – z.B. unter dem Motto: „Mittelalter trifft Moderne“ – zum frühestmöglichen Zeitpunkt nach Herford zu holen.

Potential dazu haben wir!

Hier ein kl. Hinweis auf unsere eingestellten Fotorubriken:

. . . auf der Landesgartenschau NRW 2010 in Hemer
(einfach d’rauf klicken)
Fortsetzung: . . . auf der Landesgartenschau NRW
(einfach d’rauf klicken)
Auf den Spuren der Freifrau Viktoria von dem Bussche
(einfach d’rauf klicken)
Fortsetzung: . . . auf der Landesgartenschau Niedersachsen
(einfach d’rauf klicken)