… und das nicht nur zu Halloween

. . . und das nicht nur zu Halloween– nein auch im Winter, wenn es schneit!

Heute ist beiden Zeitungen zu entnehmen, Bürgermeister Bruno Wollbrink habe gestern verkündet, die derzeit mit Kürbissen bestückte Rekord-Pyramide auf dem Alten Markt solle dann nun bis Weihnachten stehen bleiben; die Schausteller und der Weihnachtsmarkt könnten ja doch zum Rathausplatz umziehen.

Ich unterstelle einmal, dass diese Aussage, wenn sie dann getroffen worden ist, aus der Euphorie heraus gefallen ist?

Bei allem Respekt vor diesem witzigen Erfolg sowohl der Ideengeber des Spektakels als auch aller aktiv beteiligten Bürgerinnen und Bürger, wird sich doch wohl in der vorweihnachtlichen Zeit niemand über Wochen ernsthaft an einer Bierkasten-Pyramide mit verfrorenen Kürbissen erbauen wollen?

Das mag sich ändern, wenn jemand auf die Idee käme, die Kürbisse durch Weihnachtsbäume oder vorgewärmte Flaschen mit dem köstlichen Herforder Weihnachtsbier zu ersetzen?

Wieder einmal darf man gespannt sein – nicht nur auf Weihnachten!

Heinz-Günther Scheffer

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MARTa und das Veranstaltungsmanagement

MARTa und das Veranstaltungsmanagement… kaum zu glauben – aber wahr!

Anlässlich der Eröffnung von „Modernism“ ergab sich ein sehr angenehmes Gespräch mit einer Besuchergruppe um den Vorsitzenden des Berufsverbandes freischaffender Architekten VFA der Bezirksgruppe Lippstatt-Paderborn-Höxter.

Das Interesse sowohl an MARTa als auch an der Ausstellung „Modernism“ hätte größer nicht sein können.

Wie schon häufiger in solchen Fällen erfolgreich praktiziert, bot ich spontan an, mich bei MARTa darum zu kümmern, eine kombinierte Führung „Architektur/Kunst“ für die Architektinnen und Architekten in diesem Fall halt der Bezirksgruppe Lippstatt-Paderborn-Höxter organisieren zu helfen.

Ein entsprechendes offizielles Anschreiben an MARTa genügte wiederum. Sogleich meldete sich Herr Gast, und bat darum, ihm für ein individuelles Angebot durch MARTa gern weitere Angaben und Wünsche der VFA-Gruppe zukommen lassen.

So setzte ich gestern die von mir noch einmal angefragten Angaben und Wünsche der Gruppe, versehen mit einem Begleitschreiben unter Bezugnahme auf die bereits erfolgte Korrespondenz mit Herrn Gast – per Email-Adresse der MARTa-Ausstellungsmanagerin – an MARTa ab.

Prompt kam von der Ausstellungsmanagerin die Rückfrage, ob es sich dabei um einen Irrläufer handele.

Nun musste ich ‚beichten‘, ihre Adresse gewählt zu haben, in der Hoffnung, dass sie wisse, wer neuerlich bei MARTa für dieses bisher mit Herrn Gast thematisierte Anliegen zuständig sei. Ich habe gehofft, sie leite meine Schreiben – in Kenntnis der aktuellen Zuständigkeiten – vielleicht hausintern weiter.

Wieder musste ich auf eine Antwort nicht lange warten. Dann leite sie meine beiden Schreiben nunmehr weiter an die für das Veranstaltungsmanagement zuständige Kollegin. Gesagt – getan!

Wenn ich schon hoffte, dem Ziel nun näher gekommen zu sein, sollte ich mich doch irren!

Obwohl den beiden vorstehend noch einmal erwähnten, nun auch der „Veranstaltungsmanagerin“ vorliegenden Schreiben eineindeutig zu entnehmen war, dass hier eine namentlich erwähnte Gruppe Interesse an einer geführten offiziellen Besichtigung sowohl bezüglich der MARTa-Architektur als auch am Besuch der Ausstellung „Modernism“ hat, erreichte mich wenig später folgende Mail sehr ernüchternden Inhalts:

„Leider wissen wir nichts damit anzufangen.“

Dass die Mail von der demnach bei MARTa verantwortlichen „Veranstaltungsmanagerin“(?) stammt, konnte ich zumindest dem Absender entnehmen, denn bei der Mail fehlt nicht nur die Anrede. Sie beschränkt sich vielmehr ausschließlich auf den vorstehende Satz. Auch eine Namensunterschrift fehlt.

Soweit die derzeit offensichtlich bei MARTa zuständige „Veranstaltungsmanagerin“.

Ein freundlicher Gruß entspricht möglicherweise eh nicht mehr dem aktuellen „Modernismus“?

Heinz-Günther Scheffer

Herford – eine Schaustellerstadt?

Herford - eine Schaustellerstadt?Tradition fordert ein hohes Maß an Identifikation!

Der Name unserer Stadt und der Berufsstand der Deutschen Schausteller sind nicht voneinander zu trennen. Welche Stadt außer Herford könnte zum Beispiel von sich sagen, dass dort im Jahre 1895 der Mitteldeutsche Schaustellerverein gegründet worden ist.

Grund genug für „unsere“ Schausteller, im Jahre 1995 in Herford das 100-jährige Bestehen zu feiern. Aber auch anlässlich des 105-jährigen Bestehens und des 110. Geburtstags im letzten Jahr durfte unsere Stadt von sich sagen, erneut jeweils Austragungsort dieser herausragenden gesellschaftlichen Großveranstaltungen mit tausenden von Schaustellern – darunter „unsere“ Schausteller als örtliche Gastgeber – zu sein.

Aber nicht nur der Mitteldeutsche Schaustellerbund, an dessen Spitze heute Thomas Weber steht, wurde in Herford gegründet.

Am 13. Januar 1950 war es ebenfalls unsere Stadt Herford, in welcher vor nunmehr 76 Jahren auch der Deutsche Schaustellerbund e.V. gegründet wurde, der heute rund 4.600 Vollmitgliedschaften aus 95 eigenständigen Schaustellervereinen zählt.

Grund genug für „unsere“ Herforder Schausteller, auch das Fest des 75-jährigen Bestehens des DSB im letzten Jahr nach Herford zu holen.

Kein Wunder, dass angesichts dieser selten engen Verbundenheit der Geschichte und Tradition der Deutschen Schausteller mit ausgerechnet unserer Stadt, Herforder Schausteller in der Vergangenheit und Gegenwart höchste Ämter in Vertretung der Interessen ihres Berufsstandes bekleidet haben und bekleiden. Es seien hier nur stellvertretend Namen wie Hansi Steiger, Hermi Krameyer als ehemalige Vorsitzende des DSB und Thomas Weber als derzeit Vorsitzender des Mitteldeutschen Schaustellervereins genannt.

Angesichts dieser engen Bindung, die unserer Stadt ein einmaliges Potential und veranstaltungstechnisches „know how“ bietet, liegt es näher als in jeder anderen Stadt, mit den Schaustellern u.a. ähnliche Veranstaltungen zu entwickeln, wie sie zahlreiche Städte in der Region mit einem Maximum an Werbewirksamkeit für die jeweilige Stadt entwickelt haben.

Liest man hingegen die Vorlage zum öffentlichen Tagesordnungspunkt A 5 der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Herford am 31. Oktober 2006, so muss man sowohl als Außenstehender als auch als Insider den Eindruck gewinnen, als seien die Interessen unserer Herforder Schausteller und der der „Schaustellerstadt“ Herford nur schwerlich in Einklang zu bringen?

Wie heißt es in der Beschlussvorlage der Stadtverwaltung Herford: „Dem Wunsch des Schaustellervereins, die Vision auf die Goebenstraße zu verlagern, wird nicht entsprochen.“

Von der Entwicklung eines „gesamthaften“(?) Veranstaltungskonzeptes, welches mit der „neuen Geschäftsführung der Pro Herford erfolge“, ist die Rede.

Längst ist zu vernehmen, dass „unsere“ Schausteller diese erneute, zeitlich viel zu späte „Abfuhr“ nicht akzeptieren werden. Nicht akzeptabel ist auch der Umstand, dass „unsere“ Schausteller offensichtlich warten sollen, bis Rat und Verwaltung endlich einmal eine dauerhaft verlässliche Geschäftsführung der städtischen Tochter PRO HERFORD GmbH gewährleisten, wenn es dann diese städtische Gliederung sein soll, die – zusammen mit den Schaustellern – deren Veranstaltungen in der „Schaustellerstadt“ Herford mitverantwortlich plant und durchführen hilft.

Wichtige Voraussetzung dafür sind sicher u.a. entsprechende aussagekräftige Stellenbeschreibungen für die Stellen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der PRO HERFORD GmbH. Wie sonst will man z.B. bei der Ausschreibung der Besetzung der vakanten Stelle des Geschäftsführeres kompetente Fachleute dieses Metiers ansprechen und gewinnen?

Es sind aber auch zahlreiche flankierende, nahezu kostenlose Maßnahmen, mit welchen „Stadt“ den Erfolg ihrer Veranstaltungen flankieren könnte und kann.

Derzeit halten einige „unserer“ Herforder Schausteller z.B. auf dem „Brockumer Markt“. Man schaue sich nur einmal die von den Veranstaltern ins Internet eingestellte Besucherstatistik oder den Internet-Auftritt zu der Veranstaltung insgesamt an.

Gleiches gilt für den Internet-Auftritt z.B. des „Blasheimer Marktes“, einschließlich einer Rückschau und eines „Dankeschöns“ an die Besucher oder das „Annenfest“ der befreundeten Hansestadt Brakel.

Erst in diesem Jahr zu Pfingsten haben einige Herforder – darunter Bürgermeister Bruno Wollbrink – den 129. „Pfingsmarkt Neukloster“ besucht, um an der Karusellweihe des Fahrgeschäftes ROCKET Thomas Webers teilzunehmen.

Der Festplatz erstreckt sich – man staune – gar quer über die mit 60.000(!) täglichen Fahrzeugen befahrene Bundesstraße B 73! Selbst eine Vollsperrung dieser verkehrsträchtigen Bundesstraße ist also möglich, wenn Stadt und Schausteller an einem Strick ziehen, um eine gewachsene Veranstaltung zum allseitigen Erfolg zu führen.

Anders in der „Schaustellerstadt“ Herford. Man schaue sich – trotz des Existierens einer städtischen Marketing-Gesellschaft – einmal unseren Internet-Auftritt an.

Nichts – absolut nichts – wird der suchende potentielle Gast im Internet finden. Tippt man unter Veranstaltungen Begriffe wie „Osterkirmes“, „Vision“(!), „City-Kirmes“ oder auch nur den Begriff „Schausteller“ ein, wird man nicht eine einzige Veranstaltung auffinden. Lediglich unter „Mitteldeutscher Schausteller Verein“ stößt man – neben der Adresse Thomas Webers – auf Namen und Anschrift des ehemaligen Vorsitzenden Theo Rosenzweig.

Unter „Stadt Herford“ findet man tatsächlich nur eine nicht weiter beschriebene Veranstaltung „Weihnachtslicht“ des Verkehrsvereins Herford e.V. Dies auch nur, weil diese Veranstaltung im Veranstaltungskalender noch bevor steht.

Gänzliche Fehlanzeige auch bei der städtischen Marketing-Gesellschaft PRO HERFORD GmbH.

Auch dort ist keine Rede von „unseren“ Schaustellern und den traditionellen Veranstaltungen. Dem potentiellen Besucher Herfords werden unter „Veranstaltungsorte“ die Möglichkeit der Anmietung des „Alten Güterbahnhofs“ und der „Markthalle“ angeboten. Das ist alles!

Dass wir die(!) „Schaustellerstadt“ sind, sollte sich nicht darin erschöpfen, dass wir von „unseren“ Schaustellern möglichst vielseitige funktionierende Veranstaltungen mit „tollen Tagen“ und entsprechenden Standgebühren erwarten.

So angenehm es sein mag, Gast „unserer“ stets gastfreundlichen Schausteller zu sein, so erwächst einer „Schaustellerstadt“ aus diesem angenehmen Anspruch eben auch die Verpflichtung, die mit unserer Stadt eng verbundene Schaustellertradition dauerhaft zu pflegen, zu sichern und zu optimieren.

Das setzt in besonderem Maße einen von wechselseitigem Vertrauen geprägten ständigen Dialog sowie frühestmögliche verlässliche Planungen voraus, bei welchen – neben den Bürgerinnen und Bürgern wie Gästen unserer Stadt – Schausteller und Stadt gleichermaßen gewinnen.

Heinz-Günther Scheffer

Herford - eine Schaustellerstadt?

Herford - eine Schaustellerstadt?

Herford - eine Schaustellerstadt?

Herford - eine Schaustellerstadt?

Mangelhafte Informationspolitik in Sachen ÖPNV

1236756095_mangelhafte_informationspolitik_in_sachen_oepnv.jpgInitiative für Herford beklagt mangelhafte Informationspolitik.

Nun haben wir über Monate und Wochen parteiübergreifend an dem künftigen ÖPNV-Konzept gearbeitet, um auch nach Auslaufen der alten Verträge den öffentlichen Personennahverkehr hoffentlich ohne Abstriche sicherstellen zu können.

Da hinein platzt die heutige Pressenachricht, in welcher vom ‚Aus‘ des Konzerns Intalliance/Üstra die Rede ist.

Wieder einmal findet verwaltungsseitig keinerlei Information statt. Grund genug für die Ratspartei Inititative für Herford bei der Verwaltung anzufragen, welche Konsequenzen sich aus dieser Entwicklung möglicherweise für den künftigen ÖPNV Herfords ergeben.

„Ich jedenfalls möchte als Vertreter einer Ratspartei Auskunft zu solch gravierenden, die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt besorgenden Themen geben können“ heißt es im heutigen Schreiben Heinz-Günther Scheffers (Initiative für Herford) an die Verwaltung und an die von den Herforder Ratsparteien in die Arbeitsgruppe ÖPNV entsendeten Mitglieder.

Die mangelhafte Informationspolitik muss unverständlich erscheinen. Sowohl die sich zwangsläufig ergebende öffentliche Sorge als auch die sich daraus ergebende politische Brisanz dieses Themas hätte natürlich einer Beratung möglicher Konsequenzen zwischen Verwaltung und Politik im Vorfeld von Veröffentlichungen bedurft.

Aber auch hier wird einmal mehr deutlich, dass der viel beschworene Zug der angeblichen transparenten zeitnahen Informationspolitik als Voraussetzung auch für die ebenfalls propagierte Bürgerbeteiligung den Bahnhof längst verlassen hat.

Positiv darf allerdings in Verbindung mit dem ÖPNV angemerkt werden, dass die seinerzeit zugesicherten Kosteneinsparungen – anders als z.B. bei SWK, WWS oder Elsbach – hier tatsächlich eingetreten sind.

Ein Beweis dafür, dass neue Organisationsformen durchaus binnen vergleichsweise kurzer Zeit Einsparungen zu generieren in der Lage sind.

Bleibt für den Augenblick zu hoffen, dass diese Entwicklung im Falle einer Veräußerung des VMR beibehalten werden kann und die neuen Gesellschafter eine ebenso wirtschaftlich vernünftige Geschäftspolitik verfolgen.

Mangelhafte Informationspolitik in Sachen ÖPNV