Zivildienst mal anders

13.02.2009 Startschuss für Freiwilligendienst „Kulturweit“

1234824309_65c9b8c7d7.jpgSeit heute (13.02.) läuft der neugegründete Freiwilligendienst des Auswärtigen Amts „Kulturweit“. Ein Einsatz im Rahmen des Freiwilligendienstes „Kulturweit“ basiert auf den Regelungen des Freiwilligen Sozialen Jahrs und gilt damit auch als Ersatzdienst zum Wehrdienst.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz stellten Staatsminister Erler, der Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission, Herr Dr. Bernecker, der Präsident des Goethe-Instituts, Herr Prof. Lehmann und Herr Prof. Gehrke, Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts, „Kulturweit“ vor.

Staatsminister Erler sagte in seinem einführenden Statement:

„Der neue Freiwilligendienst fördert die interkulturelle Kompetenz und die Weltoffenheit von jungen Menschen. Das sind Schlüsselkompetenzen in unserer globalisierten Welt. Daher hoffe ich, dass der neue kulturelle Freiwilligendienst auf reges Interesse bei jungen Menschen stößt.“

Herr Dr. Bernecker stellte die koordinierende Rolle der Deutschen UNESCO-Kommission vor:

„Mit der Koordinierung von „Kulturweit“ trägt die Deutsche UNESCO-Kommission auch zur Erreichung zentraler Ziele der UNESCO bei: Bildungschancen zu schaffen, internationale Verständigung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu fördern.

Wir werden uns dafür einsetzen, dass sich der neue Freiwilligendienst durch eine hohe Qualität auszeichnen wird und die großen Chancen, die er für alle Beteiligten bietet, eingelöst werden.“

„Kulturweit“ ist der kulturelle Freiwilligendienst des Auswärtigen Amts. Er wird in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission durchgeführt. Partner sind u.a. das Goethe-Institut, der Deutsche Akademische Austauschdienst, der Pädagogische Austauschdienst, das Bundesverwaltungsamt – Zentralstelle für das Auslandsschulwesen und das Deutsche Archäologische Institut.

Der neugegründete internationale Freiwilligendienst gibt jungen Menschen zwischen 18 und 26 Jahren die Möglichkeit, sich in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zu engagieren. Die Freiwilligen können dort 6 oder 12 Monate tätig sein. Der Freiwilligendienst „Kulturweit“ basiert auf den Regelungen für das Freiwillige Soziale Jahr.

Die Deutsche UNESCO-Kommission verantwortet die Koordinierung und Durchführung von „Kulturweit“. Sie informiert Interessentinnen und Interessenten über den Freiwilligendienst und nimmt alle Bewerbungen entgegen.

Mehr unter www.kulturweit.de.

Kristina Stock von Haus & Grund Düsseldorf trifft Roland Nachtigäller

1234347133_stockundnachtigaeller.jpgHerford, 10. Febr. 2009 Stock: „Ich bin überwältigt bzgl. dessen, was Herford zu bieten hat!“

Auf Einladung des stv. Vorsitzenden und Pressesprechers Heinz-Günther Scheffer vom Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Herford e.V., der allein in Herford über 2.359 Mitglieder verfügt, besuchte gestern Kristina Stock,  Geschäftsfürhrerin Haus & Grund Rheinland Verlag und Service GmbH, die Stadt Herford.

Scheffer hatte der interessierten Rheinländerin zuvor zugesichert, ihr anlässlich ihrer dienstl. „Stipvisite“ auch das Herforder „flagship“ MARTa zu präsentieren.

Beide hatten nicht damit gerechnet, dass es bei der Gelegenheit möglich sein würde – geführt gar vom Künstlerischen Leiter Roland Nachtigäller – neben MARTa gleich auch die zu Freitag im Aufbau befindlichen Ausstellungen Royden Rabinowitch + Nullpunkt gezeigt und erläutert zu bekommen.

Die kunstinteressierte Düsseldorfer Geschäftsführerin war höchst beeindruckt.

Flugs nutzte sie die Gelegenheit, mit Roland Nachtigäller ein zeitnahes offizielles Interview zu verabreden. Stock: „Wir verfügen bundesweit über 800.000 Mitglieder. Ich werde versuchen, das Interview sowie Fotos von MARTa Herford über unsere Medien möglichst allen Mitgliedern zugänglich zu machen.“

Höchst zufrieden zeigte sich natürlich auch Scheffer, der sich – an Roland Nachtigäller gewandt – mit den Worten verabschiedete, er freue sich gleichermaßen sowohl für Nachtigäller als auch für Herford und die Gäste MARTas, dass es gelungen sei, gleich zum Auftakt der neuen künstlerischen Leitung die überaus beeindruckenden Ausstellungen Royden Rabinowitch + Nullpunkt in Herford zeigen zu können.

weitere Fotos ...

ein ltd. städt. Mitarbeiter: „Auch eine Behörde lebt vom Sponsoring!“

1234374500_fotofixklein.jpgHerford, 10. Febr. 2009 Man spricht auch von „modernem Raubrittertum“!

Einem nachfragenden Herforder Foto-Studio-Betreiber wurde am Montag dieser Woche durch eine Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Herford mit der Auskunft begegnet, nach Rücksprache mit dem zuständigen Abteilungsleiter dürfe er diesem ein schriftliches Angebot unterbreiten, in welchem er anbiete, was ihm die Sache wert sei, wenn sein Herforder Studio – analog eines auswärtigen Unternehmens – von der Stadtverwaltung Herford regelmäßig die Termine der standesamtlichen Hochzeiten in Herford erhalte.

Die Antwort des Abteilungsleiters auf die Nachfrage des Herforder Foto-Studio-Inhabers, welche Leistung er denn überhaupt gegenüber der Stadtverwaltung anbieten solle, lautete am Dienstagmorgen wörtlich: „Auch eine Behörde lebt vom Sponsoring“!

I.ü. möge er sich doch nicht beschweren. Schließlich schicke man ihm – jedenfalls in der Regel – die Passbild-Kunden, die mit dem Foto-Automaten vor der Herforder Bürgerberatung Probleme hätten. Sei es, dass sie die Beschreibung nicht lesen könnten, etc.

Heinz-Günther Scheffer, Vorstands- und Ratsmitglied der Freien Wähler Herfords Liste 2004 – Initiative für Herford“ richtete darauf – unter Hinweis auf folgende Internet-Präsenzen (siehe unten)  – eine offizielle Ratsanfrage an den Bürgermeister und forderte umgehende Akteneinsicht.

http://www.qype.com/place/218776-Fotostudio-Artur-Olligschlaeger-Koeln

http://www.dslr-forum.de/archive/index.php/t-333307.html

In seinem Fragenkatalog fragt Scheffer zum Beispiel, ob es sich bei dem Vertragsunternehmen üblicherweise um die Kölner Firma Artur Olligschläger handele, oder von welchen Personen seitens der Stadtverwaltung Herford der Vertrag mit dem auswärtigen Unternehmen unterschrieben worden ist?

Weiter fragte er, zu welchen Leistungen sich die Stadtverwaltung konkret verpflichtet habe, bzw. zu welchen Gegenleistungen sich das auswärtige Unternehmen gegenüber der Stadtverwaltung habe verpflichten müssen.

Wo werden die Einnahmen verbucht, lautet eine weitere Frage. Weshalb es keine Ausschreibung gegeben habe, und ob man den heimischen Foto-Studios ebenfalls einen Vertrag angeboten habe, möchte Scheffer ebenfalls wissen.

Abschließend fragt er, wie die Stadtverwaltung Herford den  i.R. stehenden Vertrag mit einem auswärtigen Unternehmen im Verhältnis zu ihrem öffentlich bekundeten Interesse, die örtliche Wirtschaft zu fördern, sehe.

Konkrete Antworten erwartet Scheffer spätestens in der Ratssitzung am 06. März 2009.

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Denkmalamt lehnt Abrissantrag ab

1234344166_foto1283200x0.jpgDieser Entwurf vom Projektentwickler Lührs City-Bau aus Stade zeigt, wie das geplante Geschäftshaus (lila markiert) an der Höckerstraße aussehen könnte. Die Pläne sollen am kommenden Donnerstag den Mitgliedern des Beirats für Stadtbildpflege und am 19. Februar den Bauausschussmitgliedern präsentiert werden. Entwurf: Lührs City-Bau

von Ralf Meistes

Herford (HK). NRW-Bauminister Oliver Wittke wird in nächster Zeit Post von der Stadt Herford erhalten. Nachdem das LWL-Amt für Denkmalpflege den Abriss des Hauses Höckerstraße 5 abgelehnt hat, will Bürgermeister Bruno Wollbrink einen Ministerentscheid erwirken.

In der vergangenen Woche ist ein Brief der Denkmalschutzbehörde Münster bei der Stadtverwaltung eingegangen. Darin wird der vom Eigentümer, der Familie Woryna, beantragte und vom Bürgermeister unterstützte Abrissantrag abgelehnt. »Das Denkmal muss aus Sicht unserer Fachleute erhalten bleiben«, teilte Markus Fischer, Pressereferent beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe in Münster, am Montag auf Anfrage mit. In einem früheren Gutachten heißt es über das denkmalgeschützte Gebäude, »das Haus Höckerstraße gehörte im 18. Jahrhundert zu den modernsten Bauten der bürgerlichen Oberschicht«.

Proben aus dem Hausgerüst werden auf das Jahr 1537 datiert. Zu dieser Zeit zählte die Höckerstraße mit einer Ansiedlung von Häusern für Kleinhändler (=Höcker) zur Hauptverkehrsachse der Stadt. Doch der Zahn der Zeit nagt gewaltig an dem Gebäude. Nach einer Besichtigung im April 2008 durch Mitglieder des Bauausschusses wurde die Forderung laut, »die Bruchbude abzureißen«.

Neue Pläne gibt es bereits. So soll im Bereich Höckerstraße 3 und 5 ein neues Geschäftshaus entstehen, das sich architektonisch in den Bestand der Häuserzeile einfügt. Mitglieder des Beirats für Stadtbildpflege werden sich am Donnerstag, 12. Februar, mit dem Projekt beschäftigen.

In dem geplanten Neubau soll eine Verkaufsfläche von etwa 900 Quadratmetern (Erdgeschoss und 1. Obergeschoss) entstehen. Im 2. Obergeschoss könnten sich Wohnungen befinden. Das Modeunternehmen Vögele, das in Deutschland an etwa 320 Standorten vertreten ist, zeigte in der Vergangenheit Interesse an dem Standort.

Mit der Ansiedlung eines solchen Geschäfts werde die Attraktivität der Innenstadt weiter gesteigert, heißt es aus dem Herforder Rathaus. Deshalb hatte Bürgermeister Bruno Wollbrink bereits beim Neujahrsempfang der SPD-Nordstadt Anfang Januar erklärt, er werde ein »Nein« aus Münster nicht akzeptieren. Deshalb ist davon auszugehen, dass Wollbrink in den kommenden Wochen auf einen Ministerentscheid drängen wird.

Das NRW-Bauministerium als oberste Denkmalbehörde soll nun das letzte Wort haben. Kritik kam in diesem Zusammenhang vom Verein für Herforder Geschichte. Der angestrebte Abriss stünde in der »Tradition des gedankenlosen Vernichtens von Zeitzeugen Herforder Architektur-Geschichte«. Es dürfe nicht noch ein »einfallsloser Einkaufsbunker entstehen«, warnte der Verein in einer Stellungnahme.

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