Erneuerung der Fußgängerbrücke über die „Lipp’sche Bahn“

1231699138_friedhofsbruecke.jpgHerford, Dez. 2008 / Jan. 2009  Offizielle Ratsanfragen der „Liste 2004“ zur Sitzung des Rates am 12. Dezember 2008

Gleich eine ganz Fülle offizieller Ratsanfragen – vier davon der Freien Wähler der „Liste 2004“ – lagen in der Ratssitzung am 12. Dezember 2008 zur Beantwortung durch den Bürgermeister, bzw. die Stadtverwaltung vor. Traditionell bildet die Fragestunde in einer jeden Ratssitzung den Tagesordnungspunkt A.2. Zur letzten Ratssitzung wurde jedoch durch den FDP-Fraktionsvorsitzenden der Antrag gestellt, die Tagesordnung gänzlich umzustellen.

Der ursprüngliche TOP A.2 „Fragestunde“ rutschte somit an die 9. Stelle der Tagesordnung. Als der TOP endlich erreicht wurde, wurde auf die öffentliche Beantwortung der vorliegenden Fragen dann plötzlich gänzlich verzichtet. Schließlich habe ja jedes Ratsmitglied die Antworten als Tischvorlage erhalten, lautete die Begründung.

Die Bürgerinnen und Bürger, die gekommen waren, um die Antworten des Bürgermeisters und/oder der Stadtverwaltung sowie evtle. Nachfragen der Fragesteller zu hören, hat dieses weitere bürgerfremde Vorgehen natürlich verdrossen.

Es sei daher an dieser Stelle auf die Fragen der „Liste 2004“ abgehoben. Für Rückfragen dazu stehen wir – wie gehabt – gern jederzeit zur Verfügung.

zu „Erneuerung der Fußgängerbrücke über die Lipp’sche Bahn:

Unter Hinweis auf die Vorgeschichte (wir berichteten) hatte die „Liste 2004“ u.a. angefragt, ob der Auftragsvergabe durch die Stadtverwaltung Herford ein Architektenwettbewerb voran gegangen sei, und ob man sich zumindest vor der Auftragsvergabe verschiedene Varianten einer Brückenkonstruktion für den zu erreichen gewünschten Zweck habe vorstellen und anbieten lassen.

Ferner wurde angefragt, welches Kriterium den Ausschlag zur Vergabe an das Engeraner Büro Bockermann Fritze IngenieurConsult GmbH gegeben habe.

Eine weitere Frage zielte ab auf die gesetzlichen Bestimmungen und/oder Vorschriften sowie die Materialwahl (Stahlbetonkonstruktion). Schließlich ging es auch noch um die inzwischen bereits angefallenen und weiter anfallenden evtln. Mehrkosten für die Brücke sowie das derzeitige Provisorium etc.

Seitens der Bauverwaltung heißt es darauf, dass ein Wettbewerb nicht stattgefunden habe. Es habe aber Ausarbeitungen in Vorentwurfsqualität – sämtlichst mit Rampenanlagen – gegeben. Ansonsten habe es in der Vorentwurfsphase durchaus alternative Konstruktionsvarianten gegeben.

Die Auftragserteilung heißt es in der Antwort der Bauverwaltung wörtlich: „Die Bockermann Fritze IngenieurConsult GmbH hatte im Vorfeld den Auftrag für die Ingenieurarbeiten zum Abbruch der baufälligen Stahlbetonbrücke.“

Weiter heißt es, das Büro habe parallel zum Abbruch – in Verbindung mit dem Förderantrag nach GVFG – die Behelfsbrücke geplant, einen Vorentwurf für ein neues Brückenbauwerk erstellt und diesen bei der Bezirksregierung eingereicht.

Die Gesamtkosten gibt die Bauverwaltung aktuell mit € 875.000,00 an. Hinzu, so heißt es, kommen ca. € 22.500,00 gegenüber der jüdischen Kultusgemeinde für die Herstellung einer neuen Einfriedigung und einer Ersatzbepflanzung.

Bzgl. der Behelfsbrücke spricht man inzwischen von € 53.200,00. Für die weitere Vorhaltung der Behelfsbrücke kalkuliert man derzeit noch einmal € 39.000,00.

Die Abweichungen bzgl. der Kosten begründet die Bauverwaltung mit der Differenz zwischen Ausschreibungsergebnissen und Kostenkalkulation.

„Wie einfach“, ließ sich ein Bürger kürzlich anlässlich einer Ortsbesichtigung auf Einladung des Vorsitzenden des Bau- und Umweltausschusses vernehmen.

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Wohnen am Wasser – 25 exklusive Wohnungen am Bergertor

BildHerford, Dez. 2008 / Jan. 2009  Offizielle Ratsanfragen der „Liste 2004“ zur Sitzung des Rates am 12. Dezember 2008

Gleich eine ganz Fülle offizieller Ratsanfragen – vier davon der Freien Wähler der „Liste 2004“ – lagen in der Ratssitzung am 12. Dezember 2008 zur Beantwortung durch den Bürgermeister, bzw. die Stadtverwaltung vor. Traditionell bildet die Fragestunde in einer jeden Ratssitzung den Tagesordnungspunkt A.2. Zur letzten Ratssitzung wurde jedoch durch den FDP-Fraktionsvorsitzenden der Antrag gestellt, die Tagesordnung gänzlich umzustellen.

Der ursprüngliche TOP A.2 „Fragestunde“ rutschte somit an die 9. Stelle der Tagesordnung. Als der TOP endlich erreicht wurde, wurde auf die öffentliche Beantwortung der vorliegenden Fragen dann plötzlich gänzlich verzichtet. Schließlich habe ja jedes Ratsmitglied die Antworten als Tischvorlage erhalten, lautete die Begründung.

Die Bürgerinnen und Bürger, die gekommen waren, um die Antworten des Bürgermeisters und/oder der Stadtverwaltung sowie evtle. Nachfragen der Fragesteller zu hören, hat dieses weitere bürgerfremde Vorgehen natürlich verdrossen.

Es sei daher an dieser Stelle auf die Fragen der „Liste 2004“ abgehoben. Für Rückfragen dazu stehen wir – wie gehabt – gern jederzeit zur Verfügung.

zu „Wohnen am Wasser – 25 exklusive Wohnungen am Bergertor“:

Unter Hinweis auf die Vorgeschichte (wir berichteten) hatte die „Liste 2004“ u.a. angefragt: Wann gelangen Rat und Verwaltung sowie die Verantwortlichen der städt. Tochter WWS GmbH (früher Wohnbau Herford) zu der Erkenntnis, dass sich die städt. Tochter mit dieser Baumaßnahme verhebt?

Weiter wurde angefragt, ob man mit der Baumaßnahme bereits beginnen wolle, solange nicht mind. die Hälfte der 25 Wohnungen per not. Vertrag veräußert worden seien.

Die dritte Frage zielte darauf ab, ob es nicht wünschenswert sei, dass sich das ursprünglich gemeinnützige städtische Wohnungsunternehmen WWS auf seine Kernaufgaben konzentriere und diesen zunächst gerecht zu werden versuche.

In Ihrer Antwort auf die drei Fragen verweisen die beiden Geschäftsführer der städt. Tochtergesellschaft WWS zunächst einmal auf ihre Berichterstattung im Aufsichtsrat des Unternehmens. Die Resonanz auf das Bauvorhaben sei am Markt positiv. Dem Controlling des Projektes gelte das besondere Augenmerk der Geschäftsführung.

Die zweite Frage wird mit einem klaren „Nein“ beantwortet.

Zur Frage drei nimmt man erneut Bezug auf die durch den Rat beschlossene Unternehmensstrategie. Diese befasse sich mit der Bestandsentwicklung, womit die Ausrichtung der WWS GmbH eindeutig festgelegt sei.

Gerüchten in der Stadt, wonach man angeblich alternativ die Veräußerung des ersteigerten ehem. „Niemeier-Areals“ an eine Fast Food-Kette erwäge, soll hier nicht weiter nachgegangen werden.

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Der Fall „Amtshaftungsschaden“ in Höhe von € 250.000,00

Herford, Dez. 2008 / Jan. 2009  Offizielle Ratsanfragen der „Liste 2004“ zur Sitzung des Rates am 12. Dezember 2008

Gleich eine ganz Fülle offizieller Ratsanfragen – vier davon der Freien Wähler der „Liste 2004“ – lagen in der Ratssitzung am 12. Dezember 2008 zur Beantwortung durch den Bürgermeister, bzw. die Stadtverwaltung vor. Traditionell bildet die Fragestunde in einer jeden Ratssitzung den Tagesordnungspunkt A.2. Zur letzten Ratssitzung wurde jedoch durch den FDP-Fraktionsvorsitzenden der Antrag gestellt, die Tagesordnung gänzlich umzustellen.

Der ursprüngliche TOP A.2 „Fragestunde“ rutschte somit an die 9. Stelle der Tagesordnung. Als der TOP endlich erreicht wurde, wurde auf die öffentliche Beantwortung der vorliegenden Fragen dann plötzlich gänzlich verzichtet. Schließlich habe ja jedes Ratsmitglied die Antworten als Tischvorlage erhalten, lautete die Begründung.

Die Bürgerinnen und Bürger, die gekommen waren, um die Antworten des Bürgermeisters und/oder der Stadtverwaltung sowie evtle. Nachfragen der Fragesteller zu hören, hat dieses weitere bürgerfremde Vorgehen natürlich verdrossen.

Es sei daher an dieser Stelle auf die Fragen der „Liste 2004“ abgehoben. Für Rückfragen dazu stehen wir – wie gehabt – gern jederzeit zur Verfügung.

zum aktuellen „Amtshaftungsschaden“ in Höhe von € 250.000,00:

Auch diese Anfrage der „Liste 2004“  zu einem von der Bauverwaltung nicht fristgerecht positiv beschiedenen Antrag auf Erteilung eines Vorbescheides  („Bauvoranfrage“) und dem sich daraus ergebenden Schadensanspruch der Antragsteller, bzgl.  dessen bereits die Herforder Printmedien berichtet hatten, wurde von der Stadtverwaltung mit den öffentlichen Ratsunterlagen zum TOP A.2 (öffentlicher Teil) versendet.

In der der Ratssitzung dienstags voran gehenden Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses erklärte der Bürgermeister sodann jedoch, dass es sich hier auch weiterhin um einen der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemachten Fall handele, weshalb man auf die Beantwortung der Frage verzichten wolle.

Was ist echte Kälte?

Herford, 09. Jan. 2009  . . . alles eine Frage der Einstellung!

1231700921_neujahrsskispringen.jpg

+10°C:
Die Bewohner von Mietwohnungen in Helsinki drehen die Heizung ab.
Die Lappen (Bewohner Lapplands) pflanzen Blumen.

+5°C:
Die Lappen nehmen ein Sonnenbad, falls die Sonne noch über den
Horizont steigt.

+2°C:

Italienische Autos springen nicht mehr an.

0°C:
Destilliertes Wasser gefriert.

-1°C:
Der Atem wird sichtbar. Zeit, einen Mittelmeerurlaub zu planen.
Die Lappen essen Eis und trinken kaltes Bier.

-4°C:
Die Katze will mit ins Bett.

-10°C:
Zeit, einen Afrikaurlaub zu planen.
Die Lappen gehen zum Schwimmen.

-12°C:
Zu kalt zum Schneien.

-15°C:
Amerikanische Autos springen nicht mehr an.

-18°C:
Die Helsinkier Hausbesitzer drehen die Heizung auf.

-20°C:
Der Atem wird hörbar.

-22°C:

Französische Autos springen nicht mehr an.
Zu kalt zum Schlittschuhlaufen.

-23°C:
Politiker beginnen, die Obdachlosen zu bemitleiden.

-24°C:

Deutsche Autos springen nicht mehr an.

-26°C:
Aus dem Atem kann Baumaterial für Iglus geschnitten werden.

-29°C:

Die Katze will unter den Schlafanzug.

-30°C:
Kein richtiges Auto springt mehr an.
Der Lappe flucht, tritt gegen den Reifen und startet seinen Lada.

-31°C:
Zu kalt zum Küssen, die Lippen frieren zusammen.
Lapplands Fußballmannschaft beginnt mit dem Training für den Frühling.

-35°C:
Zeit, ein zweiwöchiges heißes Bad zu planen.
Die Lappen schaufeln den Schnee vom Dach.

-39°C:

Quecksilber gefriert. Zu kalt zum Denken.
Die Lappen schließen den obersten Hemdknopf.

-40°C:
Das Auto will mit ins Bett.
Die Lappen ziehen einen Pullover an.

-44°C:
Mein finnischer Kollege überlegt, evtl. das Bürofenster zu schließen.

-45°C:
Die Lappen schließen das Klofenster.

-50°C:
Die Seelöwen verlassen Grönland.
Die Lappen tauschen die Fingerhandschuhe gegen Fäustlinge.

-70°C:
Die Eisbären verlassen den Nordpol.
An der Universität Rovaniemi (Lappland) wird ein Langlaufausflug
organisiert.

-75°C:
Der Weihnachtsmann verlässt den Polarkreis.
Die Lappen klappen die Ohrenklappen der Mütze runter.

-120°C:
Alkohol gefriert. Folge davon: Die Lappen sind sauer.

-268°C:
Helium wird flüssig.

-270°C:
Die Hölle friert.

-273,15°C:
Absoluter Nullpunkt. Keine Bewegung der Elementarteilchen.
Die Lappen geben zu: „Ja, es ist etwas kühl, gib mir noch einen Schnaps zum Lutschen“

Und jetzt kennst Du den Unterschied zwischen Lappen und Waschlappen!

Also stellt Euch nicht so an!

Quelle: nicht bekannt – leider

Fortsetzung zum Bericht „Wollbrink (SPD) hat Strafantrag gestellt“

BildHerford, 07. Jan. 2008   Worum geht es dem amt. Bürgermeister eigentlich?

Hier die Fortsetzung zum „Jahresrückblick 2008“ in der Presse sowie zum aktuellen Sachstandsbericht der „Liste 2004 – Initiative für Herford“:

Nach der Einstellung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft sowie der dagegen gerichteten Beschwerde des Bürgermeisters, bzw. des von den Antragstellern mandatierten Strafrechtlers RA Dr. Detlev Binder wollte die Staatsanwaltschaft Bielefeld spätestens bis Ende Oktober 2008 erneut entschieden haben.

Dass eine Entscheidung jedoch bisher nicht möglich war, lag und liegt – so der Staatsanwalt – ausschließlich daran, dass die drei(!) Antragsteller – Bürgermeister Bruno Wollbrink (SPD), Baudezernent Dr. Peter Maria Böhm und Abteilungsleiter Dipl.-Ing. Uwe Werner – bzw. die Stadtverwaltung Herford sich von der Staatsanwaltschaft bzgl. der von dort nachgeforderten Daten/Unterlagen seit dem Herbst immer wieder haben bitten, bzw. mahnen lassen.

Zuletzt hatte die Staatsanwaltschaft den Antragstellern eine letzte Frist bis zum 31. Dezember 2008 gesetzt.

Wie der befasste Staatsanwalt heute berichtet, sind nunmehr Unterlagen der Antragsteller, bzw. der Stadtverwaltung Herford eingetroffen. Parallel dazu hat man – so der Staatsanwalt – telefonisch darum gebeten, das Verfahren unter keinen Umständen einzustellen.

o tempora . . .

„Liste 2004“ beantwortet aktuelle Fragen

1236706935_liste2004newlogo.jpgHerford, 09. Jan. 2009 Täglich ca. 1.000 echte(!) Besucherinnen und Besucher

Guten Tag liebe Mitglieder, Gäste und Freunde der Freien Wähler Herfords „Liste 2004 – Initiative für Herford“,

zu unseren „News“ der letzten Tage haben wir von unseren täglichen Leserinnen und Lesern erfreulicherweise die eine oder andere Nachfrage erhalten,  die wir  gern nachfolgend direkt beantworten möchten. Für die Nachfragen besten Dank!

Termine:

Was die Rubrik „Termine“ unserer Internet-Präsenz betrifft, so versuchen wir, stets auf dem aktuellen Stand zu sein, so dass die bekannten Termine in aller Regel „rund um die Uhr“  von  jedermann abgefragt werden können. Nicht selten ist von Ratskolleginnen und -kollegen zu hören, dass man diesen „Service“ der „Liste“ gern in Anspruch nehme, da wir auch in dem Punkt die einzigen sein sollen, die terminlich „auf Höhe“ sind.

Die Termine tragen wir grundsätzlich quartalsweise vor. In diesem Jahr haben wir die bisher(!) bekannten Termine – vor dem Hintergrund des Termins der Kommunalwahl/Bürgermeisterwahl 2009 am  07. Juni 2009 – bereits bis Ende Juni 2009 vorgetragen.

Sollte jemand Interesse daran haben, z.B. auch an Terminen teilzunehmen, zu denen uns persönliche/namentliche Einladungen vorliegen, so war es in der Vergangenheit häufig möglich, entsprechende Teilnahmen zu gewährleisten.

Pressemitteilungen / Presse Archiv:

Was unsere Rubriken „Pressemitteilungen“ / „Presse Archiv“ betrifft, so gehen die Pressemitteilungen in aller Regel auch an die örtlichen Medien hinaus. Dass sie von dort nicht selten nicht(!) „mitgenommen“ werden, hängt – so hört man gelegentlich heraus – angeblich u.a. damit zusammen, dass unser uns zur Kommunalwahl 2004 von den Wählerinnen und Wählern zuerkannter Fraktionsstatus seit Nov. 2005 durch Regina Hensel, wie diese in der Ratssitzung am 07. Dezember 2007 selbst erklärt hat, bewusst „blockiert“ wird.

Dies ist äußerst bedauerlich, zumal ein politisches Engagement Regina Hensels auch weiterhin nicht festzustellen ist.

In dem Zusammenhang sei gesagt, dass – wie es in anderen politischen Gruppierungen üblich sein soll – auch die Unterschrift eines  Mandatsträgers, das Mandat bei Verlassen der Partei an die Partei zurück zu geben – rechtlich nicht haltbar und/oder durchsetzbar ist. Ab der Annahme des Mandates ist das Mandat der Person zugeordnet. Dies gilt auch, wenn es sich – wie im Falle Regina Hensels – nicht etwa um ein persönlich errungenes Direktmandat, sondern um ein Mandat der Reserveliste der „Liste 2004 – Initiative für Herford“ handelt.

Dass es – wie zu vernehmen ist – u.a. der amtierende Bürgermeister war, der Regina Hensel dazu ermutigt hat, „unser“ 2. Mandat – entgegen ihrer ursprünglichen eindeutigen Erklärung am 16. Nov. 2005 – weiterhin für sich persönlich in Anspruch zu nehmen, wirft natürlich mindestens Fragen auf.

Fotos / Foto Archiv:

Regelmäßig versuchen wir, uns wichtig und/oder mindestens interessant erscheinende Dinge aus dem Herforder Lokalcolorid etc. unter der Rubrik „Fotos“ / „Foto Archiv“ „auf Platte zu bannen“ und in’s Internet einzustellen. Auch dieser „Servive“, der einiges an Einsatz erfordert, zumal wir selbst immer anspruchsvoller werden, wird von den Besuchern unserer Internet-Präsenz ebenfalls gern genutzt. Man sieht dies u.a. daran, dass sich viele unserer Besucherinnen und Besucher über unsere Rubriken „Fotos“ / „Foto Archiv“ einloggen. Die Besucherinnen und Besucher unserer Internet-Präsenz – inzwischen täglich zw. 900 und 1.000 – kommen übrigens weit überwiegend aus der Stadt Herford. Dies belegen u.a. die Einwahlknoten.

In besonderen Fällen, sei es beim Bau MARTas, im Herforder Straßenbau, bei der Errichtung der Kürbis-Pyramide, oder – aktuell – beim Umbau des Linnenbauerplatzes, beim Wall / Wallsteg, beim Neubau der Synagoge und bei der Errichtung der gigantischen Friedhofsbrücke über die „Lipp’sche Bahn“,  stellen wir regelmäßig baubegleitende Fotos ein, um die Bauvorhaben auf diese Weise zu dokumentieren.

Alle Fotos sind – unter der Rubrik „Foto Archiv“ 1/2-jährlich zusammen gefasst – zurück bis 2004 weiterhin jederzeit abrufbar.

Nehmt/nehmen Sie unseren „Service“ – lokalpolitisch besser informiert zu sein – gern weiterhin in Anspruch.

Für Rückfragen stehen wir gern jederzeit zur Verfügung!

Herzliche Grüße
Ihre Freien Wähler der
Liste 2004 – Initiative für Herford

Bürgermeister Wollbrink (SPD) hat Strafantrag gestellt

BildHerford, Sylvester 2008 / Neujahr 2009  . . . und wieder ist der amt. Bürgermeister nicht beteiligt?

„Zwei städtische Verwaltungsmitarbeiter stellen Strafanzeige gegen Ratsmitglied Heinz-Scheffer (Liste 2004). Scheffer soll sich vor Gericht wegen übler Nachrede und zum Teil wegen Beleidigung verantworten . . .“ Dies berichtet das Herforder Kreisblatt im Jahresrückblick zum Monat Juni 2008.

Um so verwunderter ist Heinz-Günther Scheffer über diese Darstellung. „Richtig ist, dass ich mich in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am 13. März letzten Jahres an der vom Vorsitzenden Karl-Heinz-Hirschfelder (SPD) losgetretenen Debatte über die Vergabepraxis der Verwaltung beteiligt habe“, sagt Scheffer. „Der Punkt war schließlich Gegenstand der Tagesordnung.“

„Ohne mein Gesprächsangebot zu nutzen, war es sodann jedoch der derzeit amtierende Bürgermeister Bruno Wollbrink (SPD), der – gegen die Empfehlung seiner Partei – durch den von ihm mandatierten Bielefelder Strafrechtler Dr. Detlev Otto Binder Strafantrag gegen mich – und nur gegen mich – hat stellen lassen. Dem Verfahren sind – im Gegensatz zum ehem. Bürgermeister Thomas Gabriel (CDU) – Baudezernent Dr. Peter Maria Böhm und Abteilungsleiter Dipl.-Ing. Uwe Werner beigetreten.“

Wie Wollbrinks Pressesprecher Dr. René Schilling seinerzeit zu berichten hatte, war von Wollbrink zuvor gar eigens ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben worden.

Gleichwohl stellte die Staatsanwaltschaft Bielefeld das angestrengte Verfahren sodann erwartungsgemäß ein. Grund genug für Wollbrink, auch noch anwaltlich Beschwerde gegen die Einstellung einlegen zu lassen.

Doch die Angelegenheit, deren Versuch einer korrekten Protokollierung schon Blüten trieb, wird noch delikater: Seitdem lässt Wollbrink sich von der Staatsanwaltschaft Bielefeld bezüglich der von dort geforderten Angaben und Unterlagen immer wieder vergeblich bitten. Die letzte Wollbrink, bzw. dessen Rechtsvertreter gesetzte Frist für die Vorlage der von der Staatsanwaltschaft wiederholt geforderten Angaben und Unterlagen trägt das Datum des 31. Dezember 2008.

Immerhin hat die Verwaltung per 28. Juli 2008 – mit Wirkung vom 01. August 2008 – eine neue Dienstanweisung zur Vergabeverordnung der Stadt Herford erlassen.

Fortsetzung folgt.

Es fehlt der Politik an Visionen und dem nötigen Motivationsschub!

BildHerford, Sylvester 2008 Mit dem Jahreswechsel beginnt das „Superwahljahr“ 2009. Am 07. Juni stehen bereits die Kommunalwahlen an. Die laufende Ratsperiode 2004 – 2009 endet hingegen erst am 30. Oktober.

Man darf gespannt sein, wie Rat und Verwaltung mit dieser Situation umgehen.

Neu ist auch die Bürgermeisterwahl geregelt. Dauert die Ratsperiode 5 Jahre, so umfasst die Amtsperiode des Bürgermeisters neuerlich 6 Jahre.

Die Stichwahl entfällt. Das heißt, dass die Bürgermeisterkandidatin, bzw. der Bürgermeisterkandidat mit einfacher Mehrheit gewählt wird. Gemessen an der Wahlbeteiligung kann das bedeuten, dass es, um Bürgermeisterin oder Bürgermeister der Stadt Herford zu werden, nur ca. 5.500 Stimmen bedarf.

Bleibt man bei der laufenden Ratsperiode, so erleben wir weiterhin eine Ratsperiode, in welcher der amtierende Bürgermeister Bruno Wollbrink (SPD) im Stadtrat dauerhaft über keine eigene Mehrheit verfügt.

Anfangs wechselnden Mehrheiten folgte schließlich eine auf kommunaler Ebene nicht etwa vorgesehene, bis Januar 2009 vertraglich befristete „Koalition“ von CDU und SPD, die jedoch nur kurzzeitig Bestand hatte. Diesem Herforder Novum folgte vor zwei Jahren ein vom Sprecher der Grünen dominiertes und regelmäßig strapaziertes schwarz-grünes Bündnis.

Bewirkt hat dieses Bündnis – außer einem Haushaltsbegleitbschluss  im  Jahre 2008 – für Herford leider so gut wie nichts. Selbst namhaften CDU-Hartlinern fallen, auf die Bilanz der laufenden Ratsperiode angesprochen, nicht selten lediglich die plötzliche „Rolle rückwärts“ zum Museum am Münster, (MaM) oder der ominöse Wallsteg ein.

Der noch amtierende SPD-Bürgermeister hingegen brüstet sich mit der Umsetzung von seinem Amtsvorgänger Thomas Gabriel (CDU) angeschobener Projekte, oder auch mit dem von Ratsmitglied Heinz-Günther Scheffer (Liste 2004) gewonnenen Investor für den Erwerb und Abbruch der ehem. Kaufhof-Liegenschaft einschl. der Errichtung eines zeitgemäßen „shopping centers“.

Wenn die SPD-Fraktionsvorsitzende regelmäßig verkündet, es sei dem Geschick des Bürgermeisters und seiner SPD zu verdanken, dass an der Goebenstraße  – gemeint ist MARTa – endlich Ruhe eingekehrt sei, so verfolgt diese hoffentlich nicht etwa das Ziel, bei MARTa zeitnah die Lichter zu löschen?

Allerdings darf sicher nachgefragt werden, wann Bürgermeister Bruno Wollbrink endlich Stellung zu seiner tragischen Rolle als stv. Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Schulen im Kreis Herford beziehen wird, damit zumindest  diesbezüglich an der Goebenstraße Aufklärung und Ruhe hinsichtlich des erheblichen Vermögensschadens zum Nachteil nicht zuletzt auch der Stadt Herford einkehren.

Immerhin verzichtet die Vorsitzende des Vereins, Landrätin Lieselore Curländer (CDU) auf eine erneute Kandidatur. Aber auch die leider verhinderte Bundestagskandidatur eines weiteren Mitgliedes des vierköpfigen Vorstandes des Vereins zur Stärkung der Schulen soll dem vom Vorstand verzapften einmaligen Desaster geschuldet sein. Wollbrink scheint das nicht zu „jucken“?

Dieser hebt eingangs seiner Neujahrsbotschaft gar besonders hervor, der Alterung der Gesellschaft Rechnung zu tragen. Das Ziel muss hingegen lauten, dafür Sorge zu tragen, den Umbau zu einer attraktiven Stadt aktiv zu forcieren, die eben auch für junge Familien, die den Altersdurchschnitt heben, attraktiv ist.

Statt dessen wurde nicht einmal annähernd das von Scheffers Beschaffung des „Kaufhof-Investors“ ausgehende Potential ausgeschöpft.

Was die Ausweisung von Baugrundstücken für junge Familien betrifft, die gern auch mit ihren Kindern „im Grünen“ ansiedeln möchten, so überlässt man die städtische Bauleitplanung anscheinend gänzlich dem allgegenwärtigen Sprecher von Bündnis 90?

Und wenn Wollbrink die Ausweisung von Bauland für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben apostophiert, so wird es Zeit, dass ihm jemand sagt, dass die Flächen für entsprechend große und damit interessante/re Unternehmen längst ausgeschöpft sind. Auch hier besteht also akuter Handlungsbedarf.

Sich bzgl. der Sicherung von Arbeitsplätzen auf die städt. Tochter WWS zu verlassen, klingt nachgerade grotesk. Jedenfalls ist die Zeit für Experimente vorbei.

Vielmehr gilt es, Entscheidungen zu forcieren, realistische Ziele zu formulieren und Wege dorthin konkret abzuwägen und sodann konsequent zu gehen.

Wer diesbezüglich aktuell wen in seinem Elan bremst, ist derzeit schwerlich auszumachen. Dass auch die aktuellen „Koaliteure“ natürlich nicht etwa füreinander geschaffen sind, führt in der „Bilanz der guten Taten“ eben nicht dazu, dass man gemeinsam auf Nachhaltigkeit angelegte neue Wege sucht und geht, Visionen entfaltet und für den nötigen Motivationsschub sorgt.

Und natürlich fehlt es an einer konstruktiven Zusammenarbeit mit der Verwaltung, was eben u.a. darin begründet liegt, dass Verwaltungschef Wollbrink weder über eine eigene Mehrheit noch über Sitz und Stimme im Mehrheitslager verfügt.

Hier mag auch ein Grund dafür liegen, dass Entscheidungen auch weiterhin gern hinter verschlossenen Türen von der Verwaltungsspitze oder den Meinungsbildnern und Entscheidungsträgern der beiden „Koaliteure“ getroffen oder auch nur durchgewinkt, bzw. abgenickt werden.

Man denke an die Besetzung der Stelle des Kaufmännischen Geschäftsführers der WWS GmbH. Das glücklose Verfahren zur Besetzung der Stelle des Geschäftsführeres der PRO HERFORD GmbH scheiterte gar mehrfach. Hier hat sicher auch die CIMA Lübeck als ivolvierter „Headhunter“ Neuland betreten.

Bleibt zu hoffen, dass mit Roland Nachtigäller die Hoet-Nachfolge nachhaltig gesichert ist, nachdem schon das Auswahlgremium nicht überzeugen konnte.  Experimente kann sich Stadt gerade auch an dieser Front nicht erneut leisten.

Dies gilt für jegliche Sachentscheidungen analog.

Mit Scheffers Gewinnung von Investoren zur Beseitigung des Kaufhof-Leerstandes hat der „Stadtumbau“ im Rahmen eines sowohl erlaubten als auch gebotenen Wettbewerbs der Städte untereinander erst begonnen!

Und zur Stadtentwicklung zählt natürlich auch die überfällige Realisierung des Stadt- und stiftsgeschichtlichen Museums. Eine Stadt der Größenordnung Herfords mit deutlich unter 100.000 Einwohnern benötigt mehrere überzeugende „Alleinstellungsmerkmale“. Es macht daher Sinn, endlich auf die Einmaligkeit der Herforder Stiftsgeschichte aufzusetzen.

Dabei kommt es darauf an, den Bürgerinnen und Bürgern klaren Wein einzuschenken. Nur so kann es gelingen, bei der Umsetzung von Entscheidungen innerhalb der Bürgerschaft das wünschenswerte, bzw. erforderliche „Wir-Gefühl“ zu erreichen. Bemerkenswert ist in dem Zusammenhang das erfreulicherweise wachsende Interesse der jungen Menschen in Herford an der einmaligen Stiftsgeschichte ihrer Stadt.

Wenn jede
nfalls festzustellen bleibt, dass sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt u.a. angesichts eines permanenten Informationsdefizits sowie immer wieder neuer, eben nicht nachvollziehbarer Entscheidungen verdrossen abwenden, so gilt auch hier, dass dieser Mangel nicht etwa dadurch kompensiert wird, dass viele der gewählten Volksvertreter im Rat der Stadt Herford ebenfalls darauf angewiesen sind, Informationen der Presse zu entnehmen, bzw. sie sich selbst in mühevoller Kleinarbeit zu erarbeiten.

Dass dies leider so ist, muss um so unverständlicher erscheinen, als gerade vor und in dieser Ratsperiode permanent von der Forderung nach Transparenz die Rede war und ist.

Transparenz lässt sich – besonders dann, wenn sie nicht praktiziert wird – nicht herbei reden. Transparenz will gelebt sein.

Die Bürgerinnen und Bürger Herfords haben da – Gott sei Dank – stets ein gutes Gedächtnis bewiesen, wenn es galt, Politik einen Denkzettel zu verpassen.

Wer meint, sich darüber hinweg setzen zu können, wird feststellen, dass es mit guten Worten gegen Ende der Ratsperiode nicht etwa getan sein wird. Darauf fällt – zumindest in Herford – niemand mehr herein.

Die Freien Wähler der Liste 2004 – Initiative für Herford„‚ werden sich daher auch weiterhin darum bemühen, Sie gern über jeden Sachverhalt ehrlich und umfassend zu informieren.

Danken möchten wir unseren Gästen – auch den Gästen unserer Internetpräsenz – die sich auf über 800 echte(!) Besucher pro Tag eingependelt haben, für Ihre Treue!

Wir Freie Wähler werden auch weiterhin Ihre Erwartungen erfüllen, und bedanken uns für den umfänglichen Zuspruch, der uns selbstverständlich Ansporn ist.

Ein herzliches gemeinsames „Glück auf“ für das vor uns liegende Wahljahr 2009!

Ihre Freien Wähler der
Liste 2004 – Initiative für Herford

„Unwort“ des Jahres 2008 gesucht

Viele Vorschläge zum Abschwung und Gesundheitsfonds

dpa 19.12.2008 Bei der Suche nach dem Unwort des Jahres 2008 dreht sich das Gros der Vorschläge um den Wirtschaftsabschwung und den neuen Gesundheitsfonds. „Das kaputte Finanzsystem spielt bislang die stärkste Rolle“, sagte der Initiator der sprachkritischen Aktion, Horst Dieter Schlosser.

Als Beispiel nannte er „notleidende Kreditinstitute„, „Leerverkäufe“ und „Bangster/Bankster„, eine Mischung aus Banker und Gangster. Die von der Gesellschaft für deutsche Sprache zum Wort des Jahres gewählte „Finanzkrise“ werde sehr häufig vorgeschlagen. „Das Wort Krise spielt ja runter. Im Grunde ist es eine Katastrophe“, erläuterte der emeritierte Germanistik-Professor.

Zum 18. Mal werden für das „Unwort“ sprachliche Missgriffe gesucht, die im laufenden Jahr besonders negativ aufgefallen sind, weil sie sachlich grob unangemessen sind oder sogar die Menschenwürde verletzen. Bis zum 9. Januar können die Bürger einzelne Wörter oder Formulierungen aus der öffentlichen Kommunikation vorschlagen, möglichst mit Quellenangabe. Die Fach-Jury gibt ihre Entscheidung am 20. Januar in Frankfurt bekannt. Ausschlaggebend ist dabei das besondere Missverhältnis von Wort und Sache, nicht die Häufigkeit eines Vorschlages.

Im Zusammenhang mit dem Gesundheitsfonds, der von 2009 an gilt, sei beispielsweise das Sprachmonstrum „morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich“ vorgeschlagen worden. Dieser offizielle Terminus stehe dafür, „dass Krankenhäuser dann zusätzlich Geld bekommen, wenn sie möglichst schwer kranke Patienten haben“. Auch die Formulierungen „Betriebsstätten-Fälle“ für Patienten in Arztpraxen und „Menschenrest“ für Schwerstpflegebedürftige gehörten zu den Unwort-Anwärtern.

„Vor einigen Jahren waren wir uns einig, den Armutsgewöhnungszuschlag zum Unwort zu wählen, aber alle Quellen, die wir aufgetan haben, waren bereits in kritischen Texten, so dass wir annahmen, das ist eine Erfindung“, berichtet Schlosser. „In diesem Jahr kommen zwei Leute und zeigen uns genau den Paragrafen in dem Sozialgesetzbuch, in dem das steht.“

Quelle: dpa

www.unwortdesjahres.org

„Wenn die Börsenkurse fallen. . .“

1230057567_chartteaser.jpgDerzeit liest man vielerorts den Reim „Wenn die Börsenkurse fallen . . .

Er wird – sozusagen als Internet-Fake, bzw. Internet-Legende – neuerlich Kurt Tucholsky (1890 – 1935) zugeschrieben. Tatsächlich soll der Reim allerdings – unter „Höhere Finanzmathematik“ – von Richard G. Kerschhofer verfasst worden sein, von dem es heißt, dass er unter dem Pseudonym „Pannonicus“ für die österreichische Zeitschrift „Zeitbühne“ schreibe und der FPÖ nahe stehe.

Ganz gleich, ober der Reim von „links“ oder „rechts“ kommt. Er passt in die Zeit:

Höhere Finanzmathematik

Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen – echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft’s hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken –
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?
Da muss eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und – das ist das Feine ja –
nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen –
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.