Wir danken unseren Wählerinnen und Wählern!

Herford, 31. Aug. 2009  Heinz-Günther Scheffer:Fraktionsstatus hätte unsere Arbeit erleichtert.

Heinz Günther SchefferZunächst einmal möchten wir unseren gezählten 820 Wählerinnen und Wählern sehr herzlich für das uns geschenkte Vertrauen danken!

Immerhin hat jede/r 30-ste Herforder Wahlbürger/in für unsere unabhängige Wählergemeinschaft Liste 2004 – Initiative für Herford“ gestimmt.

Es haben uns – wie mir das Wahlbüro inzwischen mitteilt – lediglich 20(!) Stimmen zum 2. Ratsmandat und damit für den natürlich erneut angestrebten Fraktionsstatus gefehlt. Das schmerzt!

Ungeachtet dessen werden wir auch in der vor uns liegenden Ratsperiode allzeit bemüht sein, dem großen Vertrauensbeweis vollauf gerecht zu werden.

Ein Kreis von 820 Bürgerinnen und Bürgern entspricht einer sehr deutlich wahrnehmbaren Gruppe innerhalb Herfords. Geben Sie uns – sofern wir uns nicht persönlich kennen – gern die Möglichkeit zum persönlichen Austausch.

Dazu laden wir Sie im 14-tägigen Rhythmus zu unseren regelmäßigen „Kommunalpolitischen Stammtischen“ an wechselnden Orten – gern auch an von Ihnen vorgeschlagenen „Brennpunkten“ – ein.

Wie bereits in den letzten Jahren im Rat praktiziert, sprechen wir die stadtpolitischen Themen unverblümt an.

In dem Zusammenhang ist es äußerst hilfreich, von Ihnen erfahren zu dürfen, wie die örtliche Politik in der Herforder Bürgerschaft wahrgenommen wird.

Denn – seien wir doch mal ehrlich – viel zu oft werfen die politischen Geschehnisse auch in unserer Stadt Fragen auf. Nicht selten stoßen Entscheidungen auf geteiltes Verständnis, bzw. begründetes Unverständnis.

Die sich daraus häufig zwangsläufig ergebenden Beschwernisse gilt es offen anzusprechen und gemeinsam auszuräumen. Ihre Anregungen gilt es aufzunehmen und zu verfolgen.

Schon sehr bald – spätestens nach der bereits in weniger als vier Wochen anstehenden Bundestagswahl 2009 – werden die „Koaliteure“ der künftigen, bisher ungeklärten „neuen Mehrheiten“ im Rathaus bei Ihnen um Ihr Verständnis für Entscheidungen zu Fragen werben, deren Beantwortung im Vorfeld der Kommunalwahl offen geblieben, bzw. bewusst „verschleppt“ worden ist.

Darauf gilt es sodann wirksam zu reagieren.

Schenken Sie uns Ihr Vertrauen, wenn wir Sie dabei gern erneut unterstützen. 

Dafür danken wir Ihnen!

Ihre
unabhängige Wählergemeinschaft im Rat der Stadt Herford
Liste 2004 – Initiative für Herford

Wollbrink bleibt »mittendrin«

WollbrinkUm 20.24 Uhr kam der alte und neue Bürgermeister Bruno Wollbrink in Foyer im 1. Stock des Rathauses. Seine Anhänger empfingen ihn mit »Bruno, Bruno«-Rufen. Wollbrink bedankte sich für das klare Votum. Der deutlicher Vorsprung habe auch ihn überrascht.

Von Ralf Meistes

Herford (HK). Bruno Wollbrink bleibt seinem Wahlkampfmotto treu und »mittendrin« im Herforder Rathaus. Überraschend deutlich wurde der 52-Jährige im Amt bestätigt. Wollbrink lag mit 52,9 Prozent der Stimmen klar vor CDU-Herausforderer Paul Bischof (31,1 Prozent).

Die CDU bleibt im Rat zwar stärkste Kraft, musste nach 2004 aber erneut deutliche Verluste hinnehmen. Bei einer Wahlbeteiligung von 48 Prozent kam die CDU auf 17 Sitze (37,4 Prozent).

Sie hat damit gegenüber 2004 (40,5 Prozent) erneut Stimmen eingebüßt. Die SPD kommt auf 15 Sitze (34,8 Prozent), Bündnis 90/Die Grünen erreichten 4 Sitze (9,8 Prozent), die FDP 4 (8,6 Prozent) und die Partei Die Linke auf Anhieb 2 Sitze (4,4 Prozent).

Nicht als Partei, sondern als Wählergemeinschaft sind die Initiative Bürger für Herford (BfH) und die Liste 2004 mit je einem Mandat vertreten. Durch den Einzug von Linke und Bürger für Herford wird der Rat noch bunter, die Bildung von Mehrheiten zugleich noch schwieriger.

Bei der Bürgermeisterwahl kristallisierte sich früh am Sonntagabend ein klarer Sieg von Bruno Wollbrink heraus. CDU-Herausforderer Paul Bischof lag nur beim ersten eingeblendeten Zwischenergebnis vorn. Bemerkenswert dabei: CDU-Kandidat Bischof konnte offenbar auch in den eigenen Reihen nicht alle begeistern. Sein Ergebnis war mit 31,1 Prozent noch schlechter als das seiner Partei.

Als um 20.24 Uhr Bürgermeister Wollbrink das Foyer im 1. Stock des Rathauses betrat, waren zwar noch nicht alle Stimmen ausgezählt, doch der als Einzelbewerber angetretene Amtsinhaber lag uneinholbar vorn. Einige der 250 Gäste, die den Wahlausgang vor den Bildschirmen im Rathaus verfolgt haben, skandierten »Bruno, Bruno«. Wollbrink bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen: »Das ist der Erfolg all jener, die mich in den vergangenen Wochen unterstützt haben.« Das deutliche Votum bedeute für ihn zugleich noch mehr Verantwortung. Die übrigen Bürgermeister-Kandidaten landeten weit abgeschlagen auf den Plätzen. Auf den Grünen-Bewerber Herbert Even entfielen 1790 Stimmen (7,2 Prozent), auf FDP-Kandidat Lothar Wienböker 1397 Stimmen (5,6 Prozent), auf Heinz-Günther Scheffer (Liste 2004) 758 Stimmen (3 Prozent).

Mit 47,9 Prozent lag die Wahlbeteiligung noch einmal unter dem Ergebnis von 2004 (48,7 Prozent). Von 52 600 Stimmberechtigten machten nur 25171 von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

Farbspiele

In den kommenden fünf Jahren wird mit schwierigen Abstimmungsprozessen zu rechnen sein. Neben den fünf Parteien CDU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und die Linke werden auch Vertreter von zwei Wählergemeinschaften (Bürger für Herford und Liste 2004) im Rat sitzen. Für eine Mehrheit werden künftig mindestens drei Parteien bzw. Wählergemeinschaften benötigt. Es sei denn, CDU und SPD stimmen sich gemeinsam ab. Davon ist mit Blick auf die zurückliegenden fünf Jahre allerdings nicht auszugehen. Für ein bürgerliches Bündnis CDU (17 Sitze) und FDP (4 Sitze) reicht es nicht zur Mehrheit (23 Sitze). Auch ein Rot-Rot-Grünes-Bündnis käme nur auf 21 Stimmen. So werden die kleinen Parteien das Zünglein an der Waage spielen.

Gesamtergebnis der Ratswahl vom 30.08.2009 der Stadt Herford

Stadt Herford Ratswahl 30.08.2009 Gesamtergebnis

Gesamtergebnis

59 von 59 Schnellmeldungen

  Anzahl Prozent
Wahlberechtigte 52.433  
Wähler/innen 25.144 47,95 %
ungültige Stimmen 469 1,87 %
gültige Stimmen 24.675 98,13 %
CDU 9.234 37,42 %
SPD 8.594 34,83 %
GRÜNE 2.438 9,88 %
FDP 2.141 8,68 %
Liste 2004 Freie Wähler 820 3,32 %
DIE LINKE 1.085 4,40 %
Bürger für Herford 363 1,47 %

Sitzverteilung

Sitzverteilung

Quelle: Kreisrechenzentrum 30.08.2009

Selbst Ratsmitglieder bleiben über Wochen ohne Antwort der Verwaltungsspitze!

Herford, 28. Aug. 2009  Es wird gemauert und gemauschelt?

——– Original-Nachricht ——–

Betreff: 5. Zusendung: Grund meines Anrufes nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub (s. Anhänge)
Datum: Fri, 28 Aug 2009 10:10:54 +0200
Von: H. G. Scheffer
An: „Böhm Dr., Peter Maria“
CC: Wollbrink, Bruno , Koch, Andreas

Sehr geehrter Herr Dr. Böhm,

Ihre heutige Erinnerung möchte ich gern zum Anlass nehmen, Sie meinerseits an die Beantwortung meiner inzwischen zahlreich – vergeblich – vorgetragenen Fragen (s. unten) zu erinnern.

Dass Sie es offensichtlich für richtig und rechtens halten, auf meine begründeten Bemühungen hin nicht zu reagieren, wirft mindestens Fragen auf, bzw. stellt inzwischen u.a. einen Verstoß gegen die Gemeindeordnung dar.

– Wer oder was hält Sie davon ab, meine begründeten Fragen zu beantworten?
– Ist es der amtierende Bürgermeister?
– Ist es der Kommunalwahltermin?

Ich fordere Sie hiermit auf, meine Ihnen hinlänglich bekannten, wiederholt zugestellten Fragen noch heute zu beantworten.

Dazu fordere ich Sie – auf der Grundlage der Gemeindeordnung – in meiner Eigenschaft als Ratsmitglied und Mitglied des Bau- und Umweltausschusses nachdrücklich auf.

Mit freundlichem Gruß
Heinz-Günther Scheffer

——– Original-Nachricht ——–

Betreff: Infofahrt am 17.09.
Datum: Fri, 28 Aug 2009 08:22:17 +0200
Von: Böhm, Dr.Peter Maria (Stadt Herford)
An: [VL230] Bau- und Umweltausschuss

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich nochmals an die Informationsfahrt des Bau- und Umweltausschusses am 17. September nach Münster errinnern. Ich würde Sie bitten, insofern dies nicht bereits geschehen ist, sich bei mir oder bei Frau Sturhahn bis spätestens 31. August anzumelden. Da die Veranstaltung mit von der Stadt Münster organisiert wird, benötigen wir die genaue Teilnehmerzahl.

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für ein schönes sowie spannendes Wochenende

Dr. Peter Böhm

Technischer Dezernent
Betriebsleiter Immobilien- und Abwasserbetrieb

——– Original-Nachricht ——–

Betreff: 4. Zusendung: Grund meines Anrufes nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub (s. Anhänge)
Datum: Tue, 25 Aug 2009 09:41:56 +0200
Von: H. G. Scheffer
An: „Böhm Dr., Peter Maria“ , „Wollbrink, Bruno“
CC: Koch, Andreas

——– Original-Nachricht ——–

Betreff: 3. Zusendung: Grund meines Anrufes nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub (s. Anhänge)
Datum: Fri, 21 Aug 2009 01:01:26 +0200
Von: H. G. Scheffer
An: „Böhm Dr., Peter Maria“ , „Wollbrink, Bruno“
CC: Koch, Andreas

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrter Herr Dr. Böhm,

es kommt nicht darauf an, wer von Ihnen meine Fragen beantwortet.

Allerdings kommt es mir darauf an, noch in dieser Woche von einem von Ihnen beiden konkrete Antworten auf meine z.T. seit Juni begründetermaßen gestellten Fragen zu erhalten.

Wenn ich als Ratsmitglied schon keine Antworten von Ihnen erhalte, wer erhält dann überhaupt zeitnah Antworten auf seine begründeten Fragen?

Mit freundlichem Gruß
HG Scheffer

——– Original-Nachricht ——–

Betreff: Grund meines Anrufes nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub (s. Anhänge)
Datum: Wed, 19 Aug 2009 14:33:21 +0200
Von: H. G. Scheffer
An: „Böhm Dr., Peter Maria“
CC: Wollbrink, Bruno , Koch, Andreas

Sehr geehrter Herr Dr. Böhm,

besten Dank für Ihre heutigen Zeilen!

Sie haben inzwischen verschiedene Briefe von mir vorliegen, die – trotz wiederholter Zusendung – leider bisher unbeantwortet geblieben sind.

Das war auch der Grund meines Anrufes nach Ihrer Rückkehr aus dem Urlaub. Frau Sturhahn hatte es freundlicherweise übernommen, Ihnen das auszurichten.

Es geht u.a. inzwischen um folgende aufgesummten Punkte:

– Gesamtkosten des „Linnenbauerplatzes“
– Gesamtkosten der „Wallabschnitte“
– Gesamtkosten des „Wallstegs“
– Gesamtkosten der „Friedhofbrücke“
– Reklamationen/Umbau der „Friedhofsbrücke“
  (Schutz hin zur Oberleitung)
– Erschließungsmaßnahme „Fuchsienweg“/“Farnweg“
  (mein Schreiben an den BGM vom 12. Juni 2009)
– Umbaumaßnahmen „FGH“ / „Konjunkturpaket II“
  (mein Schreiben an den BGM vom 03. August 2009)
– „Kulturzentrum“ in Elverdissen
  (mein Schreiben an den BGM vom 05. August 2009)
„Kaufhof“ / „ITG“ – „städtebaulicher Vertrag“

Was die Kosten zu den o.g. Bauprojekten betrifft, so habe ich inzwischen – so denke ich – oft genug nachgefragt. Ich bitte nunmehr um eine konkrete Aussage vor dem Termin der Kommunalwahl am 30. August 2009.

Sofern es im einen od. anderen Fall noch keine
Abrechnung gibt, erbitte ich den Stand der sowohl vorgeschriebenen als auch üblichen „baugebleitenden Kostenrechnung“, wie sie jede Bauherrenschaft vorzuhalten hat.

Bzgl. der „Friedhofsbrücke“ erbitte ich – neben dem Kostenstand – Ihre konkrete Nachricht bzgl. des fehlenden Schutzes gegen die Oberleitung  und die damit erforderlich werdenden weiteren Kosten. Wer trägt diese?

Bzgl. der leidigen ErschließungsangelegenheitFuchsienweg/Farnweg“ habe ich

bereits seit Juni 2009 immer wieder schriftlich begründete Bedenken angemeldet, die bisher nicht ausgeräumt worden sind. Die ausstehenden Erschließungsarbeiten etc. sind mit der bisherigen bloßen „Korrespondenz“ des Erschließungsträgers nicht rechtssicher besichert!

Was die aus den Zuwendungen in Verbindung mit dem Konjunkturpaket II geplanten und beauftragten Baumaßnahmen betrifft, so erbitte ich konkrete Informationen sowie einen „Zwischenstand“.

Bzgl. des „Kulturzentrums“ in Elverdissen divergieren unsere Meinungen sicher nicht? Die „Bauvoranfrage“ ist längst entscheidungsreif. Hier war/ist ein Bescheid zu erteilen, wollen wir nicht wiederum „entschädigen“, wie dies gerade erst i.S. „Verbrauchermarkt“ an der Elverdisserstraße der Fall war.

Ferner ist zu vernehmen, dass der not. Vertrag zum Erwerb der Ehrlerschen Liegenschaften bereits beurkundet worden ist. Wurde die UB der Stadt bereits erteilt? (Die Grunderwerbssteuer soll bereits durch die Erwerber entrichtet worden sein.)

I.S. „Kaufhof“/“ITG“ hat Herr Rolgalski mich in der letzten Wochen angerufen und mir berichtet, dass – vorbehaltlich Ihrer Rückkehr aus dem Urlaub – in dieser Woche definitiv der aus der Sicht der ITG unterschriftsreife „städtebaulich Vertrag“ unterschrieben werden könne und solle. Ist dies bereits geschehen? Wenn nicht, wann wir unterzeichnet?

Gern sehe ich Ihrer umgehenden konkreten Nachricht zu allen leider aufgesummten vorstehenden Punkten entgegen.

Recht vielen Dank!

Mit freundlichem Gruß
HG Scheffer

——– Original-Nachricht ——–

Datum: Wed, 19 Aug 2009 08:53:53 +0200
Von: Böhm, Dr.Peter Maria (Stadt Herford)
An: Scheffer, Heinz-Günther (Rat der Stadt Herford)

Guten Morgen Herr Scheffer,

wie mir Frau Sturhahn berichtete, haben Sie sich am Montag in meinem Vorzimmer gemeldet. Leider war nicht ganz klar, ob Sie mich noch sprechen wollten.

Deswegen wollte ich Sie heute Abend bei der Eröffnung des Hoekerfestes darauf ansprechen. Leider kann ich jetzt doch nicht zur Eröffnung kommen, da kurzfristig im Rahmen meiner privaten Aufgabenbereiche eine Vorstandssitzung einberufen wurde.

Insofern noch irgendwelcher Klärungsbedarf offen ist, würde ich Sie um eine kurze mail bzw. Anruf bitten.

Mit freundlichen Grüßen
 
Dr. Peter Böhm

Technischer Dezernent
Betriebsleiter Immobilien- und Abwasserbetrieb

Interview mit dem Bürgermeisterkandidaten Heinz-Günther Scheffer

Herford, 26. Aug. 2009  Hier das vollständige Interview mit dem Bürgermeisterkandidaten der „Liste 2004 – Initiative für Herford“

Heinz Günther Scheffer

Man hat bei Ihnen den Eindruck, dass Sie rund um die Uhr für Herford unterwegs sind. Gibt es eine Erklärung dafür?

Scheffer: Es war vor 20 Jahren, als mich der damalige FDP-Fraktionsvorsitzende Jürgen Rauen in die Kommunalpolitik holte. Als Rauen nach der für die örtliche FDP gescheiterten Wahl 1994 nicht nur aus dem Rat, sondern auch aus der FDP ausschied, bin ich geblieben und schließlich in seine Fußtapfen getreten.

1999 gelang es mir, die FDP Herford als Spitzenkandidat wieder in den Rat zurück zu führen. Dass sich das politische Engagement durch die Ratsarbeit täglich steigert, ergibt sich von ganz allein. Wer sich verantwortlich einbringen will, darf nicht auf die Uhr schauen.

Aber auch Sie haben die FDP verlassen. Weshalb?

Scheffer: Da gab es vielfältige Gründe. Ein ganz gravierender Grund war der, dass Stephen Paul als Mitglied meines FDP-Stadtverbandes und Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag dem kurzzeitigen Landrat Hans-Georg Kluge (CDU) beim viel zu frühen Verkauf der EMR-Anteile zur Mehrheit verhalf, wodurch die angestrebte „kommunale Mehrheit“ der Anteilseigner platzte. Ein volkswirtschaftlicher Nachteil für alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis Herford, vergleichbar etwa mit der von Henning Kreibohm (SPD) zu vertretenden „Laar-Pleite“, die anscheinend in Vergessenheit geraten ist.

Sie haben dann die „Liste 2004 – Initiative für Herford“ gegründet. War das ein richtiger Schritt?

Scheffer: Der Schritt war überfällig. Für eine sachorientierte Arbeit vor Ort ist ein „Überbau“ in Düsseldorf oder Berlin eher hinderlich. Wir müssen in Herford ungehindert Politik für Herford machen können. Weisungen aus Düsseldorf oder Berlin sind viel zu häufig für unsere Stadt mit ihren rund 65.000 Einwohnern vollkommen unrealistisch.

Wir hatten ja gerade das Beispiel: Der Verkauf der EMR-Anteile in Herford wurde mit der von Berlin geforderten Reduzierung der Staatsquote begründet. So ein Nonsens.

Freies Denken und Handeln müssen bei der politischen Arbeit im Vordergrund stehen. Ideologisch motivierter „Stimmenhandel“ und Zählabsprachen im Stadtrat sind nicht das, was unsere Bürgerinnen und Bürger von ihren Vertretern im Rat erwarten. Um ein Beispiel zu nennen: Der amtierende Bürgermeister Wollbrink verfügt bekanntlich in dieser Ratsperiode über keine Mehrheit im Rat. Als er 2005 seinen ersten Haushalt verabschieden wollte, hat er die Bündnisgrünen (4 Stimmen) und die FDP (3 Stimmen) gebeten, mit der SPD zu stimmen, um so auf die erforderlichen 23 Stimmen zu kommen. Dafür wurde den Grünen eine Sonderstellung des freien Trägers „femina vita“ und der FDP die Hundewiese hinter der Praxisklink zugestanden.

Aber was haben Sie in dieser Ratsperiode bewirken können?

Scheffer: Wir haben zum Beispiel einen studentischen Ideenwettbewerb mit 24 Studierenden der Bauhaus Universität Weimar aus 7 Nationen in den Stadtteil Radewig geholt. Sie haben 11 prämierte Entwicklungskonzepte für den Stadtteil und dessen Umgebung erarbeitet.

Wir waren es, die auf die vollkommen unabgestimmte massive Bebauung in der Clarenstraße in der geplanten Form aufmerksam gemacht haben. Gleiches gilt für das unrealistische WWS-Bauvorhaben auf dem Niemeier-Areal am Bergertor.

Mir ist es gar gelungen, mit der ITG Düsseldorf den Investor nach Herford zu holen, der inzwischen das leerstehende Kaufhof-Areal erworben hat und dort alsbald einen zeitgemäßen Neubau errichtet. Damit ist einer der wichtigsten Grundsteine zur Innenstadtentwicklung Herfords gelegt worden.

Nur darauf geht es zurück, dass die Firma Klingenthal inzwischen die bis dahin lediglich angemieteten ehemaligen Köhler-Flächen erworben hat.

Sicher eine wichtige Voraussetzung für die Innenstadtentwicklung. Wird das reichen?

Scheffer: Nein, das reicht noch nicht. Wir müssen weitere Impulse setzen. Ich stehe parallel mit einer ganzen Reihe potentieller Investoren im Kontakt.

Natürlich müssen zusätzliche überzeugende Maßnahmen folgen. Dazu möchten wir unter anderem die verfügbaren Alleinstellungsmerkmale Herfords herausarbeiten.

Sie meinen sicher auch die Stadt- und Stiftsgeschichte?

Scheffer: Jede Stadt hat eine Geschichte. Aber nicht jede Stadt hat eine so einzigartige Stiftsgeschichte vorzuweisen. Auch hier hebt sich Herford weit über seine Grenzen ab.

Schade, dass wir bisher nicht mehr daraus gemacht haben. Um so bedauerlicher, dass um die Geschichte Herfords bemühte Herforder Bürger wie Dieter Ernstmeier oder Heinrich Wemhöner viel zu früh verstorben sind. Man durfte zumindest den Eindruck gewinnen, dass Rat und Verwaltung bereit waren, das Engagement dieser beiden für Herford ernst zu nehmen.

Ansonsten habe ich oft den Eindruck, dass gute Ratschläge unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger eher als lästig empfunden werden?

Aber man hört doch aus dem Rathaus Begriffe wie Bürgerkommune. Versteht man denn nicht darunter die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger?

Scheffer: Das könnte man meinen. Bei der Bürgerbeteiligung im „Kleinen Feld“ habe ich erstmalig den Eindruck, dass hier eine echte Bürgerbeteiligung stattfinden könnte. Dazu gehört allerdings auch, dass die Planung der beteiligten Bürgerinnen und Bürger zu deren Lebzeiten umgesetzt wird.

Die Bürgerinnen und Bürger möchten ernst genommen werden. Sie möchten sehen, dass ihr guter Rat von den gewählten Vertretern im Rathaus sowie von der Verwaltung beherzigt wird.

Bedeutet das, dass Sie Zweifel an der Ernsthaftigkeit der stets besonders betonten Bürgerbeteiligung haben?

Scheffer: Ich vergleiche das mal mit meiner persönlichen Einbeziehung. So fiele mir spontan ein ganzer Strauß von Fällen ein, in welchen man seitens der Stadtverwaltung immer wieder versucht, selbst die die Bürgerinnen und Bürger vertretenden Ratsmitglieder möglichst in Unwissenheit zu belassen.

Für das wechselseitige Vertrauen ist das natürlich alles andere als förderlich.

Und wie kommen Sie in sol
chen Fällen an Informationen?

Scheffer: Indem ich zum Beispiel Akteneinsicht fordere. Ein Instrument, welches von vielen Ratskolleginnen und Kollegen nicht genutzt, bzw. sogar abgelehnt wird.

In welchen Fällen haben Sie Akteneinsicht gefordert?

Scheffer: Natürlich in Sachen MARTa. Was ich da erlebt habe, spottet jeder Beschreibung. Ich fasse es mal so zusammen: Niemand aus der Runde der wechselnden Verantwortlichen würde so auch nur eine Doppelgarage bauen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Übrigens: Das Ergebnis der Akteneinsicht zum Umbau der Schönfeldschen Villa war nicht minder ernüchternd.

Aber Sie stehen zu MARTa?

Scheffer: MARTa ist ein nicht wegzudenkender wichtiger weicher Standortfaktor. Namhafte örtsansässige Firmen, über die Herford erfreulicherweise verfügt, haben am Standort investiert, nachdem Herford mit MARTa kulturell eine deutliche Standortaufwertung erfahren hat. Die Gewerbesteuer belegt das.

Auch die von mir nach Herford geholten Investoren für das Kaufhof-Areal wären ohne MARTa nicht zu gewinnen gewesen.

Noch einmal zurück zu den Abwicklungen Herforder Bauvorhaben. Sie haben die Vergabe von städtischen Aufträgen auch öffentlich kritisiert. Weshalb?

Scheffer: Oh, ein brisantes Thema! Ja, das liegt zunächst einmal daran, dass wir bei den Vergaben öffentlicher Großbauaufträge offensichtlich im Vorfeld einen sonst überall üblichen gesunden Wettbewerb zu scheuen scheinen?

Ein aktuelles Beispiel ist da auch die Friedhofsbrücke. Der Planungsauftrag ist einem Ingenieurbüro erteilt worden, welches die Brücke zuvor, im Rahmen der von der Stadtverwaltung beauftragten Brückenprüfungen „kaputt geschrieben“ hat. Der jetzt errichtete Koloss zeigt, statt einer behindertengerechten filigranen Architektur, ein reines Ingenieur-Bauwerk, dessen „schlüpferblaue“ Farbe nicht darüber hinweg täuscht, dass für die Abnahme zunächst noch ein Umbau erforderlich ist.

Ich bin gespannt, wer die Kosten dafür trägt.

Dass Sie die städtischen Vergaben kritisiert haben, hat ja wohl zu einem noch laufenden Rechtsstreit des Bürgermeisters gegen Sie geführt?

Scheffer: Auch das stimmt. Als es um die auch vom Vorsitzenden des Bau- und Umweltausschusses öffentlich angeprangerten Vergaben ging, habe ich in einer Sitzung am 13. März 2008 den ehemaligen Bürgermeister Thomas Gabriel (CDU) bezüglich der Vergaben in Sachen Wall und Elsbachhaus wahrheitsgemäß zitiert. Ich habe ihm das übrigens schriftlich mitgeteilt und ihn aufgefordert, zu seinen Ausführungen mir gegenüber zu stehen.

Im übrigen hat der Bürgermeister sogleich die städtische Vergabeverordnung novelliert.

Und weshalb läuft das Verfahren nur gegen Sie?

Scheffer: Weil ich, anders als die anderen an der Diskussion beteiligten Rats- und Ausschussmitglieder eben zu dem stehe, was ich gesagt habe. Das sollte gerade in einer politischen Debatte so sein.

Es mangelt aber leider viel zu oft am Stehvermögen.

Eine letzt Frage: Was würden Sie tun, wenn Sie morgen im Stadtsäckel über unbegrenzete Mittel verfügen könnten?

Scheffer: Ganz klar. Ich würde einen Fonds schaffen, der sicherstellt, dass in Herford kein Kind ohne eine warme Mahlzeit pro Tag ins Bett geht. Und dann würde ich, gemeinsam mit der zuständigen Bezirksregierung, Lehrerinnen und Lehrer zu gewinnen versuchen, die ihren Beruf aus Berufung ausüben und zielorientiert Wissen vermitteln.

Wenn noch was übrig bliebe, würde ich die Sanierung von maroden Straßen vorfinanzieren und unsere Stadt grüner und freundlicher gestalten.

Unbequeme Fragen an die Kandidaten

NW-Treff mit 150 Gästen und 5 Bürgermeisterkandidaten im Stadttheater

Unbequeme Fragen an die Kandidaten

Herford (ged). Nach einer gut 90-minütigen Fragerunde, geleitet von den Moderatoren, NW-Redaktionsleiterin Barbara Glosemeyer und NW-Redakteur Hartmud Brandtmann, mit den fünf Kandidaten um das Bürgermeisteramt der Stadt Herford, kamen die die gut 150 Besucher des NW-Treffs am Dienstagabend im Foyer des Stadttheaters zu Wort. Auch dabei hatten die fünf Kontrahenten unbequeme Fragen zu beantworten, was sie mal ruhig und gelassen, mal weniger souverän taten.

Auf dem Podium saßen Heinz-Günther Scheffer (Liste 2004), Herbert Even (Bündnis 90/Grüne), Lothar Wienböker (FDP), Paul Bischof (CDU) sowie der amtierende Bürgermeister Bruno Wollbrink als Einzelbewerber.

Nanu, SPD-Plakate ohne SPD!

Herford, 25. Aug. 2009   Bewerber wollen Kandidat aller sein – CDU und FDP vermissen Klarheit
Von Reinhard Brockmann

Bruno Wollbrink Plakat

Bürgermeister Bruno Wollbrink möchte in Herford wiedergewählt werden. Obwohl seit 30 Jahren aktives SPD-Mitglied, legt er Wert auf Distanz. »Eine Person wird gewählt, nicht eine Partei.«
Foto: Oliver Schwabe

Bielefeld (WB). Eine Reihe von SPD-Bewerbern verzichtet im Kommunalwahlkampf auf das rote Partei-Logo. CDU und FDP nennen das Etikettenschwindel. Die Kandidaten selbst wollen Bürgermeister oder Landrat aller Bürger sein.

Auf Plakaten und im Netz fehlt dann der sofort erkennbare Parteiname. Selbst der von der SPD bereitgestellte Baukasten für Internetseiten lässt es zu, den roten Würfel blank und ohne Logo zu zeigen. »Das kann jeder für sich selbst entscheiden«, sagt Julia Stöcklein von der NRW-SPD. Wie viele Kandidaten bei der Kommunalwahl im ganzen Lande ohne Parteikennung antreten, ist in Düsseldorf nicht bekannt – zumindest nicht in der Pressestelle.

»Eine Person wird gewählt, nicht eine Partei«, sagt Bruno Wollbrink. Er tritt in Herford sogar als Einzelbewerber an, was ihm auf dem Wahlzettel den Platz ganz unten einbrachte. Das Weglassen der Partei-Symbolik bedeute auf gar keinen Fall ein Abschwören seiner 30-jährigen Parteimitgliedschaft, betont der schon 2004 ohne die drei Traditionsbuchstaben gewählte Rathauschef.

Anne Rodenbrock-Wesselmann (SPD) hat die Parteiferne zum Slogan gemacht. Unter www.einefuerhalle.de teilt sie mit, warum sie die beste im Amt wäre.

Wolfgang Weigel, der erster SPD-Landrat im Kreis Paderborn werden möchte, lässt auf seinem Plakat eher rätseln. Statt Parteilogo zeigt er das relativ unbekannte Paderborn-Bürener Fusionswappen. »Meine Person wird dennoch mit meiner politischen Heimat in Verbindung gebracht«, sagt der volkstümliche Sozialdemokrat, der sich als roter Schützenoberst im katholischen Hochstift längst einen Namen gemacht hat.

Thorsten Klute will mit dem neutralem Auftritt »überparteilich Brücken bauen«. Wer nur sein Parteiabzeichen spazieren trage, sei in Versmold von vornherein fehl am Platz, sagt er. Die Parteizugehörigkeit stellt Klute spätestens wieder heraus, wenn Parteiprominenz aus Berlin kommt. Beim Besuch von Franz Müntefering wurde die Parteifahne hochgezogen, 400 Menschen kamen, was Klute »für eine Stadt wie Versmold beachtlich viel« nennt.

Wenn Bewerber ihre Herkunft verschwiegen, sagt dagegen CDU-Bezirkschef Elmar Brok, zeige dies, »dass sie sich schämen, genau die Partei zu zeigen, die sie hinterher unterstützen muss«. Eine Bundespartei, die es gerade auf 22 Prozent bringe, sei natürlich für jeden Kandidaten, der auf 40 Prozent hofft, ein echter Klotz am Bein, mimt Brok Verständnis.

FDP-Bezirkschefin Gudrun Kopp kennt keinen Fall in ihrer Partei, in dem Kandidaten unter falscher beziehungsweise gar keiner Flagge segeln. Ihre Kritik fällt grundsätzlicher aus. Wahrheit und Klarheit der Wahl würden verletzt, sagt sie. »Ich finde es wichtig, sich zu seiner Partei zu bekennen.« Niemand dürfe eine »Neutralität vorgaukeln, die es nicht gibt.«

Kommentar

Bitte keine Spielchen!

Sie treten für die SPD an, zeigen es aber nicht: Eine Reihe von Bewerbern um das Amt des Bürgermeisters oder Landrats verzichten auf Plakaten und Internetseiten auf ihr Parteiabzeichen. Sie tun das bewusst. Sie wollen erster Bürger für alle in ihrer Stadt sein. Angeblich hat das nichts, aber auch rein gar nichts mit dem miserablen Bild der SPD auf Landes- und Bundesebene zu tun.

Ohne Not wird so die Glaubwürdigkeitsfrage aufgeworfen, mit der alle Parteien zu kämpfen haben. Solange die SPD vor Ort keinen anderen Kandidaten aufstellt, ihre Plakatständer dem Kandidaten ohne Logo zur Verfügung stellt, in Fußgängerzonen für ihn wirbt und den Begriff Unabhängigkeit missbraucht, nutzen alle wortreichen Erklärungen über Distanz und Nähe gar nichts.

Es muss drauf stehen, was drin ist. Wähler werden skeptisch, wenn Spielchen getrieben werden. Außerdem: Bei Kommunalwahlen wird oft gegen den Bundestrend gestimmt. Die Wähler sind nicht dumm. Ihnen geht Persönlichkeit vor Partei – vorausgesetzt die Person ist lauter und spielt nicht Verstecken.

Reinhard Brockmann

offener Brief an den Baudezernenten der Stadt Herford Dr. Peter Maria Böhm

——– Original-Nachricht ——–

Betreff: Grund meines Anrufes nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub (s. Anhänge)
Datum: Wed, 19 Aug 2009 14:33:21 +0200
Von: H. G. Scheffer
An: „Böhm Dr., Peter Maria“
CC: Wollbrink, Bruno

 

Sehr geehrter Herr Dr. Böhm,

besten Dank für Ihre heutigen Zeilen!

Sie haben inzwischen verschiedene Briefe von mir vorliegen, die – trotz wiederholter Zusendung – leider bisher unbeantwortet geblieben sind.

Das war auch der Grund meines Anrufes nach Ihrer Rückkehr aus dem Urlaub. Frau Sturhahn hatte es freundlicherweise übernommen, Ihnen das auszurichten.

Es geht u.a. inzwischen um folgende aufgesummten Punkte:

– Gesamtkosten des „Linnenbauerplatzes“
– Gesamtkosten der „Wallabschnitte“
– Gesamtkosten des „Wallstegs“
– Gesamtkosten der „Friedhofbrücke“
– Reklamationen/Umbau der „Friedhofsbrücke“
  (Schutz hin zur Oberleitung)
– Erschließungsmaßnahme „Fuchsienweg“/“Farnweg“
  (mein Schreiben an den BGM vom 12. Juni 2009)
– Umbaumaßnahmen „FGH“ / „Konjunkturpaket II“
  (mein Schreiben an den BGM vom 03. August 2009)
– „Kulturzentrum“ in Elverdissen
  (mein Schreiben an den BGM vom 05. August 2009)
„Kaufhof“ / „ITG“ – „städtebaulicher Vertrag“

Was die Kosten zu den o.g. Bauprojekten betrifft, so habe ich inzwischen – so denke ich – oft genug nachgefragt. Ich bitte nunmehr um eine konkrete Aussage vor dem Termin der Kommunalwahl am 30. August 2009.

Sofern es im einen od. anderen Fall noch keine Abrechnung gibt, erbitte ich den Stand der sowohl vorgeschriebenen als auch üblichen „baugebleitenden Kostenrechnung“, wie sie jede Bauherrenschaft vorzuhalten hat.

Bzgl. der „Friedhofsbrücke“ erbitte ich – neben dem Kostenstand – Ihre konkrete Nachricht bzgl. des fehlenden Schutzes gegen die Oberleitung  und die damit erforderlich werdenden weiteren Kosten. Wer trägt diese?

Bzgl. der leidigen ErschließungsangelegenheitFuchsienweg/Farnweg“ habe ich bereits seit Juni 2009 immer wieder schriftlich begründete Bedenken angemeldet, die bisher nicht ausgeräumt worden sind. Die ausstehenden Erschließungsarbeiten etc. sind mit der bisherigen bloßen „Korrespondenz“ des Erschließungsträgers nicht rechtssicher besichert!

Was die aus den Zuwendungen in Verbindung mit dem Konjunkturpaket II geplanten und beauftragten Baumaßnahmen betrifft, so erbitte ich konkrete Informationen sowie einen „Zwischenstand“.

Bzgl. des „Kulturzentrums“ in Elverdissen divergieren unsere Meinungen sicher nicht? Die „Bauvoranfrage“ ist längst entscheidungsreif. Hier war/ist ein Bescheid zu erteilen, wollen wir nicht wiederum „entschädigen“, wie dies gerade erst i.S. „Verbrauchermarkt“ an der Elverdisserstraße der Fall war.

Ferner ist zu vernehmen, dass der not. Vertrag zum Erwerb der Ehrlerschen Liegenschaften bereits beurkundet worden ist. Wurde die UB der Stadt bereits erteilt? (Die Grunderwerbssteuer soll bereits durch die Erwerber entrichtet worden sein.)

I.S. „Kaufhof“/“ITG“ hat Herr Rolgalski mich in der letzten Wochen angerufen und mir berichtet, dass – vorbehaltlich Ihrer Rückkehr aus dem Urlaub – in dieser Woche definitiv der aus der Sicht der ITG unterschriftsreife „städtebauliche Vertrag“ unterschrieben werden könne und solle. Ist dies bereits geschehen? Wenn nicht, wann wird der Vertrag unterzeichnet?

Gern sehe ich Ihrer umgehenden konkreten Nachricht zu allen leider aufgesummten vorstehenden Punkten entgegen.

Recht vielen Dank!

Mit freundlichem Gruß
HG Scheffer

Der Bürgermeisterkandidat der „Liste 2004“ im NW-Portrait

Heinz-Günther SchefferHeinz-Günther Scheffer, Kandidat der „Liste 2004 – Initiative für Herford“

Alter: 56

Beruf: Geschäftsführer eines Büros für Bauplanung & Consulting

Familienstand: seit 1978 verheiratet, 2 erwachsene Kinder

Das muss sich dringend in unserer Stadt ändern:

Unsere Stadt und wir müssen noch freundlicher werden. Ein „Wir-Gefühl“ muss her. Dazu werde ich meine Amtszeit unter ein Motto stellen. Gern nehme ich dazu Vorschläge aus der Bürgerschaft entgegen.

Ein guter Arbeitstag beginnt mit …:

zwei objektiv berichtenden Zeitungen, angenehmen Gesprächen beim Frühstück in der Familie und einem abwechslungsreichen Kalender voller zielführender Termine!

Rat suche ich …

in der Familie sowie bei klugen Freunden und Mitarbeitern, die mein Vertrauen haben.

Wer es in der Politik zu etwas bringen will, der …:

sollte – qua Erfahrung und Kompetenz – über ein hohes Maß an natürlichem Respekt verfügen. Auch Überzeugungskraft und Selbstkritik gehören dazu.

Die Zeit vergesse ich, wenn …:

ich mich nach getaner Arbeit in geselliger Runde bewege, oder gar Muße zum Lesen finde. Als Kulisse denke ich z.B. an einen gewässernahen gepflegten Biergarten.

Es bringt mich auf die Palme, …:

wenn meine Mitstreiter bei der Erfüllung ihrer Aufgaben oberflächlich oder gar leichtsinnig werden.

Im Rückblick würde ich nicht noch einmal …:

Zeit in Nebensächlichkeiten investieren, sondern mich auf wesentliche Dinge konzentrieren.

Diese Überschrift würde ich gerne in der Zeitung lesen:

Dank kluger Entscheidungen von Rat und Verwaltung ist Herford schuldenfrei! In Herford leben die zufriedensten Bürgerinnen und Bürger!

Mein Lebensmotto lautet:

Wenn einer Schlechtes von Dir spricht,
das ist ihm zwar erlaubt.
Du aber lebe so,
dass es ihm niemand glaubt!

Lass/lassen Sie die endende Ratsperiode 2004-2009 Revue passieren!

Herford, 24. August 2009  Die Ratperiode 2004-2009 nacherlebben . . .

„Bei der unabhängigen Wählergemeinschaft Liste 2004 – Initiative für Herford“ kann man die gesamte Ratsperiode 2004-2009 sehr schön nachvollziehen“, sagt Ratsmitglied u. Bürgermeisterkandidat Heinz-Günther Scheffer.

„Wesentliche Teile unserer Presseberichterstattung der laufenden Ratsperiode 2004-2009 kann man in der Rubrik PressemitteilungenArchiv“ nachlesen. Die Rubrik öffnet – bei Klick auf „Pressemitteilungen“ – als Unterordner.“

Gleiches gilt für die Rubrik „Fotos“ und den Unterordner „Foto Archiv„.

Auf diese Weise lassen sich die Geschehnisse der laufenden Ratsperiode 2004-2009 sehr schön für jedermann nachhalten.