Mein Angebot steht: Ich komme zu Ihnen!

Herford, 24. August 2009   Es zählt das persönliche Gespräch!

Gern stehe ich Ihnen/Euch zum persönlichen Gespräch zur Verfügung!

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Voreinsvorsitzende,
liebe Herforder Bürgerinnen und Bürger,

gern möchte ich mein Angebot wiederholen: Um Ihnen/Euch – als einer der 5 nominierten Bürgermeisterkandidaten – im persönlichen Gespräch zur Verfügung zu stehen, komme ich gern auch zu Ihnen/Euch.

Gute interessante Gespräche haben sich bereits ergeben.

So lerne ich Ihre/Eure Meinung zu den vielschichtigen Themen, die Sie/Euch individuell beschäftigen, noch besser kennen. Gleichzeitig besteht Gelegenheit dazu, zu erfahren, was ausgerechnet mich dazu motiviert, nach 10-jähriger Ratsangehörigkeit künftig noch mehr Verantwortung für unsere Stadt Herford zu übernehmen. Nur gemeinsam sind wir stark!

Lassen Sie/lasst uns alsbald via Email, Telefon oder Handy einen konkreten Termin für ein persönliches Gespräch in Ihrer/Eurer Runde, Ihrem/Eurem Verein oder Ihrer/Eurer Wohnung abstimmen.

Ich freue mich auf Sie/Euch!

Herzliche Grüße
Ihr / Euer
Heinz-Günther Scheffer
stv. Vorsitzender und Ratsmitglied
der unabhängigen Wählergemeinschaft
FW Freie Wähler
Herfords

Liste 2004 – Initiative für Herford
Telefon: 05221 / 92 95 45
mobil:  0160 / 92 60 58 60

Die Kandidaten für das Amt des Landrats diskutieren im NW-Treff im Kreishaus

Herford, 21. August 2009 Vier Männer schärfen ihr Profil

VON CORINA LASS, Neue Westfälische

Vier Männer schärfen ihr Profil

Die Stimmen, die die Wähler den Landratskandidaten am 30. August geben, werden Vorschusslorbeeren sein: Keiner der Vier hat Erfahrungen in dem Amt, in dem er Lieselore Curländer nachfolgen will. Beim NW-Treff im Kreishaus wussten die Kandidaten dennoch, Profil zu zeigen.

Voll war es im Foyer des Kreishauses, wo Barbara Glosemeyer (NW-Lokalchefin Herford) und Thorsten Gödecker (NW-Lokalchef Bünde) die Moderation der Veranstaltung übernahmen. Dabei provozierten sie auch mit der einen oder anderen unbequemen Frage.

Bayerische Verhältnisse hat Spenges Bürgermeister Christian Manz (CDU/FDP) mit einem Wahlergebnis um die 70 Prozent bei der vergangenen Kommunalwahl geschaffen. Obwohl die nächste Bürgermeisterwahl bequem für ihn wäre, kandidiert er als Landrat -, weil der Kreis „die Addition der Städte und Gemeinden“ ist. Für Stadtteile und Dörfer will Manz einiges tun. Stichworte: Wettbewerbe wie „Unser Dorf hat Zukunft“, Wirtschaftsförderung, Breitbandverkabelung.

Er kenne den Kreis wie seine Westentasche, sagte Ralf Heemeier (SPD), der zehn Jahre Erfahrung als Kreisdirektor hat. Gestaltungsspielräume wie es sie beim heute wirtschaftlich und erfolgreich arbeitenden Klinikum gegeben habe, will er zusammen mit Städten und Gemeinden nutzen. Die Bundes-SPD hat in den vergangenen Monaten zwar an Akzeptanz verloren, doch seine Erfahrung sei, dass die Bürger das von ihm als Landratskandidaten trennten.

Zum ersten Mal kandidiert ein Grüner für das Landratsamt. Aber dass er deshalb keine Chance habe, wies Walter Neuling von sich. Die Kräfte verschöben sich, die Parteien rückten einander näher. Für sich nimmt er in Anspruch, eine Verwaltungsführung auf moderne Art führen zu könnenEine klare Aussage kam von Neuling zum MARTa: Das Museum sei ein Leuchtturmprojekt für ganz OWL, es biete kulturpolitische Impulse und verwische den Eindruck des Provinziellen, der über der Region schwebe. Deshalb sei es richtig, dass auch der Kreis es bezuschusse.

Keine Partei im Rücken – das kann auch eine Chance sein. Eckard Gläsker (UWG/Freie Wähler) sieht sich unabhängig „von einer Parteiideologie, die von oben kommt“. Die Freien Wähler, so Gläsker, könnten mal mit der einen, mal mit der anderen Fraktion entscheiden – ganz an der Sache orientiert.

Klare Worte hatte Manz zum Bildungsbüro: Dessen Glorifizierung im Vorfeld sei ihm zu allen Knopflöchern herausgekommen, weil nicht klar gewesen sei, ob die Schulen tatsächlich davon profitieren.

Offenheit hat Heemeier in der Affäre um das Büro vermisst. „Dadurch ist bei den Bürgern der Eindruck entstanden, hier kann jeder machen was er will.“ „Wir werden weiterhin in Bildung investieren, aber wir werden auch sehen, ob es den Schülern nutzt.“

Viele Ansätze des Bildungsbüros seien von den Schulen für gut befunden worden, sagte Neuling. Gläsker will die Zahl der Stellen im Bildungsbüro wie im Kreis insgesamt kritisch überprüfen.

Unterschiedlich betrachten die Kandidaten die Energieversorgung: Ob die Rekommunalisierung der Energieversorgung erfolgreich sei, müsse sich noch beweisen, sagte Manz. Dem hielt Heemeier das Beispiel Bielefeld entgegen, dort betreibe die Stadt eine qualifizierte Energiepolitik. „Die Zukunft liegt in der dezentralen Versorgung“, sagte Neuling. Gläsker sprach sich für den Verkauf der Eon-Anteile des Kreises bei gleichzeitiger Senkung der Kreisumlage aus.

Eine lebendige Diskussion schloss sich an – über Wirtschaftsförderung, den Landschaftsbeirat, eine Tunnellösung in Schweicheln, den Wegfall der Stichwahl und die Mobilisierung ehrenamtlichen Engagements.

Bürgermeisterkandidat Heinz-Günther Scheffer (Liste 2004)

Herford, 20.08.2009 Jenseits der Farbenlehre
VON JOBST LÜDEKING, Neue Westfäische

Bürgermeisterkandidat Heinz-Günther Scheffer (Liste 2004)

Alternative Garten-Arbeit | FOTO: FRANK-MICHAEL KIEL-STEINKAMP

Eines seiner Arbeitsgeräte steht auf dem Gartentisch, gleich neben den Zeitungen: der Computer. Bis spät in die Nacht oder auch am frühen Morgen liest Heinz-Günther Scheffer im Notebook Meldungen und schreibt dann Mails.
„Ich brauche nicht viel Schlaf, vier bis viereinhalb Stunden reichen“, sagt der 56-Jährige, der als Bürgermeisterkandidat der Liste 2004 ins Rathaus einziehen will. „Das ist meine vierte Kommunalwahl. Ich habe mich in der Vergangenheit immer gegen das, was ich Zähl-Kandidaten nenne, gewehrt“, sagt Scheffer, der in Herford geboren wurde, seine kommunalpolitische Arbeit in den 1990ern bei den Freien Demokraten begann. Mit einem von 44 Mandaten ist die Liste 2004 im Rat vertreten – auf den ersten Blick keine ideale Ausgangsposition für das Rennen um den Chefsessel im Rathaus:

„Nachdem es zunächst so aussah, als ob alle anderen Parteien mit eigenen Kandidaten antreten, haben wir uns entschlossen, den Wählern ebenfalls ein Angebot zu machen. Auch als kleine politische Gruppe müssen wir selbstbewusst auftreten“, kontert Scheffer, der auch weiß, dass er nicht unumstritten ist: „Ich werde mit meinen Hinweisen auf gravierende Fehlentwicklungen oft als Nörgler wahrgenommen“, sagt er, nippt am Kaffee und lacht. „Und ich weiß, dass ich manchmal viel zu viel rede.“

In seinen eingeräumten Schwäche sieht er aber auch seine Stärke: Er nennt es Beharrlichkeit. Es müsse darum gehen „Kommunalpolitik zu machen, die die Menschen verstehen“, erklärt der Vater zweier Kinder. Sonst verlören selbst die lokalen Politiker den Bezug zu den Bürgern.

Doch räumt er ein: „Selbst in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es Menschen, die es mittlerweile als Makel ansehen, politisch aktiv zu sein.“ Und von anderen hört er: „Ihr seid sowie so alle mit einer Brühe begossen.“

Entscheidend ist ihm eine „sachbezogene Arbeit“: Er selbst habe beispielsweise den Investor für das Kaufhof-Areal gewonnen und bei Fragen zur Innenstadtgestaltung Wissenschaftler und Studenten der Bauhaus-Universität Weimar nach Herford geholt. Darüber hinaus habe er kontinuierlich im Rat gearbeitet. „Da sprechen die Pressemeldungen und die Mails und Anfragen eine klare Sprache.“

Geduld, räumt der ehemalige Hauptmann, der nach eigenen Angaben bei der Bundeswehr ein Bauingenieur-Studium absolvierte, ein, sei nicht immer seine Sache. „Die Trägheit der Entscheidungen von Rat und Verwaltung zu überwinden“, nennt er im Fall seiner Wahl denn auch als erstes seiner Ziele: „Mir ist immer wieder unverständlich, wie es zur Großzügigkeit beim Ausgeben des Geldes der Bürger durch die Verwaltung kommt.“ Politik müsse wieder verständlich sein.

Wie er das erreichen will? „Farbenlehre missfällt mir. Die Bürger erwarten, dass die Ratsmitglieder zusammenarbeiten und nicht die Parteizentralen Berlin oder Düsseldorf vorgeben, wie man bestimmte Dinge bei uns in Herford zu sehen hat.“ Hingegen könne die Liste 2004 eine Politik machen, die sich allein an den Bedürfnissen der Stadt orientiert.

Senioren lassen Bürgermeisterkandidaten Stellung beziehen

Herford, 20.08.2009 Lebendige Debatte
VON CORINA LASS, Neue Westfälische

Senioren lassen Bürgermeisterkandidaten Stellung beziehen

Volles Haus | FOTO: CORINA LASS

Ältere Menschen gehen nicht nur zuverlässig wählen, sie sind auch an den politischen Inhalten sehr interessiert. Das zeigte sich im Haus unter den Linden: 80 Besucher kamen am Dienstagabend. Eingeladen hatte der Seniorenbeirat auch die fünf Bürgermeisterkandidaten. Beide Seiten diskutierten lebendig miteinander.

CDU-Kandidat Paul Bischof betonte seine Kompetenz als Jurist, als Führungskraft, als jemand, der vor einer Entscheidung alle Seiten einbezieht und die sozialen Belange im Blick hat. Der aber auch glaubt, dass mit dem eingesetzten städtischen Geld größere Erfolge erzielt werden müssen.

Bruno Wollbrink (Einzelbewerber mit SPD-Parteibuch) verwies auf die Stärken der Stadt und die Erfolge der politischen Arbeit in seiner Zeit als Bürgermeister. Dazu gehört für ihn, dass Herford – anders als mehr als 50 Prozent der 396 Kommunen in NRW – nicht in der Haushaltssicherung steckt.

Keine Illusionen machte Herbert Even den Besuchern: Angesichts des strukturellen Haushaltsdefizits von 15 Millionen Euro werde auch die Altenarbeit von Einschnitten betroffen sein. Er versprach aber, den Mangel gerecht zu verteilen. Seine Aufgabenfelder für ältere Bürger: wohnortnahe Versorgung, barrierefreier Wohnraum, öffentlicher Personennahverkehr, Pflege und Teilhabe.

Lothar Wienböker bedauerte, dass in der Vergangenheit zu wenig gehandelt worden ist: Handeln für Herford, den Wahlslogan seiner Partei betonte der Liberale immer wieder. Heinz-Günther Scheffer (Liste 2004) sprach von den Besuchern als Wegbereitern, die auf ihrem Lebensweg bereits dort seien, wohin die Kandidaten noch wollten: im Alter. Deshalb sei es auch in ihrem Interesse, auf sie zu hören.

Nach bezahlbarem Wohnraum gefragt, verwies Wienböker auf die städtische Wohnbau (WWS), über deren Aufsichtsrat die Politik steuern könne. Deren Fehlschritte in Richtung Wirtschaftsunternehmen – Stichwort: Elsbachareal – sei in seiner Legislaturperiode korrigiert worden, ergänzte Wollbrink.

Für Bischof war der Verweis auf die WWS zu kurz gegriffen, vor allem, wenn sich die Nebenkosten zu einer zweiten, vollen Miete auswüchsen. Neben denjenigen, die wenig Geld zur Verfügung hätten, dachte Bischof, ein Fan des Hiddenhauser Projekts Jung kauft Alt, auch an Hauseigentümer. Gemeinsam neue Lösungen entwickeln, ist seine Devise.

Der Staat muss nicht für Bürger tätig werden, die genügend Einkommen haben, so Even. Der Markt werde – wie auch die Bauleitplanung – die Frage des bezahlbaren Wohnraums beantworten. Für Wollbrink stand im Vordergrund, dass die Bürger so lange wie möglich selbstständig leben können – dazu würden neben hauptamtlichen auch ehrenamtlichen Helfer beitragen. Und Scheffer? Der geriet ins Plaudern – über Erfahrungen von Bekannten und Verwandten, bis das Publikum ihn stoppte.

Für Diskussionsstoff sorgten später einige der schon in der Vergangenheit viel diskutierten Themen: Wall, Wallsteg und gestoppte Erhöhung der Zuschüsse für den Offenen Ganztag. Aufs Tapet gebracht hatte sie ein Wollbrink-Unterstützer aus dem Publikum, was nicht unkommentiert blieb.

Am Ende hatte Sozialpfarrer Holger Kasfeld, der die Veranstaltung moderierte, noch einen guten Rat zur Altersvorsorge: „Kaufen Sie sich eine Flasche Wein und trinken Sie ihn mit Freunden. Denn Freunde brauchen wir im Alter alle.“

Konferenz der Vereinsvorsitzenden mit Gästen, den fünf Bürgermeister-Kandidaten

Herford, 17.08.2009  Mehr für den Sport – auch in der Krise
VON HARTMUT BRANDTMANN, Neue Westfälische

Konferenz der Vereinsvorsitzenden mit Gästen, den fünf Bürgermeister-Kandidaten

Auf die Plätze – fertig – Wahl | FOTO: RALF BITTNER

Das Jahnstadion kann man vorzeigen. Der Rasen ist eben und dicht wie ein Teppich. Die Räume sind gut in Schuss. Alles in Ordnung?
Noch. Die Sorge um die Auswirkung der Wirtschaftskrise geht um und von Ferne droht die Haushaltssicherung. Das bedeutet, die Bezirksregierung bestimmt die städtischen Geschäfte. Die Frage, wie sich der Sport in Herford dennoch entwickeln kann, stand gestern auf der Tagesordnung der Vereinsvorsitzenden-Konferenz.

Die herausgeforderten Gesprächspartner waren die fünf Bürgermeister-Kandidaten. „Ja, ja, ja.“ Mit dieser ironischen Verkürzung kommentierte und bestätigte Lothar Wienböker (FDP) die Bekenntnisse seiner Vorredner zum Sport im Allgemeinen und zum Ehrenamt im Besonderen.

Mahner in der harmonischen Runde war der grüne Bürgermeisterkandidat Herbert Even: „Es wäre unverantwortlich, dem Sport zu sagen, es geht weiter wie bisher.“ Die Stadt habe 10- bis 15 Millionen Euro mehr ausgegeben als eingenommen: „Wir werden schmerzliche Prozesse durchlaufen.“ Kein Widerspruch in der Runde. Der Kandidat Bruno Wollbrink, der 15 Jahre lang Vorsitzender des Stadtsportverbandes war, beschrieb die Förderung als „Hilfe zur Selbsthilfe“.Das sind jährlich 175.000 Euro aus dem Förderplan für die vereinseigenen Anlagen, den Jugendsport und die Mannschaften.

„Dieses Geld ist gut angelegt“, stellte der CDU-Kandidat Paul Bischof fest und schlug vor, die Anlagen vermehrt den Vereinen zu übertragen. So sei der Anreiz, sie zu pflegen, größer. Eine Vernetzung mit anderen Vereinen und Sponsoren könne den Sport gerade in Krisenzeiten stärken: „Als Jurist sage ich: Was nicht verboten ist, ist erlaubt, solange der andere mitmacht.“

Grundsätzlich erklärte Wienböker: „Die Stadt muss klar sagen, was sie für den Sport leisten kann. Und was da ist, muss gesichert werden, weil der Sport gut aufgestellt ist.“

Die einzige Kontroverse entspann sich um die Bedeutung des Sportausschusses. Herbert eben eröffnete sie: „Man kann, aber man muss ihn nicht erhalten. Er ist ein Lobby-Ausschuss, der zu stark auf die Interessen der Vereine ausgerichtet ist.“ Even kann sich vorstellen, den Sportausschuss „an Schule und Jugendhilfe anzukoppeln“. Sport könne eben auch in Verbindung mit anderen Aufgaben begriffen werden.

Den Angriff konterte Bruno Wollbrink: „Dieser Ausschuss arbeitet so schnell und sachorientiert, dass sich andere Gremien eine Scheibe abschneiden können.“ Außerdem wolle er nicht, dass gesellschaftliche Themen gegeneinander ausgespielt werden. „Wir müssen zeigen, dass wir den Sport ernst nehmen. Das muss uns einen Ausschuss wert sein“, ergänzte Heinz-Günther Scheffer , Kandidat der Liste 2004.

In der Fragerunde brach das mutmaßliche Missverhältnis Sport-Kultur auf, in Zahlen: 1,4 Millionen zu 6 Millionen. Das Reizwort heißt MARTa. Bruno Wollbrink versuchte eine Brücke zu schlagen. Das Museum für zeitgenössische Kunst sei längst auch zu einem Sportlertreffpunkt geworden.

Die Forderung, die heimische Wirtschaft müsse sich stärker für den Sport einsetzen, unterstützt der amtierende Bürgermeister vorsichtig: „Sie könnte sich offener zeigen.“

… und so lautet die Pressemitteilung des amt. Bürgermeisters zum „Kulturzentrum“ in Elverdissen

SchillingHerford, 14. August 2009 Wir wollen miteinander, nicht gegeneinander agieren

Anlässlich des von Bürgermeister Bruno Wollbrink einberufenen Runden Tisches zur Bauvoranfrage der Yezidischen Gemeinde für ein Grundstück in Elverdissen einigten sich alle Beteiligten auf die folgende Erklärung:

Die Gespräche verliefen in einer insgesamt konstruktiven Atmosphäre.

Bürgermeister Bruno Wollbrink stellte klar, dass der Runde Tisch keinen Einfluss auf die Prüfung der Bauvoranfrage der Yezidischen Gemeinde habe.

Die Bewertung, ob das Grundstück der Gastwirtschaft Erler für die von der Yezidischen Gemeinde geplanten Zwecke geeignet sei, geschehe allein nach Recht und Gesetz.

Alle Teilnehmer hatten die Gelegenheit, ihre Sicht der Dinge zu schildern. Über die Feststellung, dass es immer besser sei, miteinander als übereinander zu reden, bestand Einigkeit, denn man wolle miteinander agieren und nicht gegeneinander.

Deutlich wurde, dass seitens der Elverdisser Bürgerschaft noch ein großer Informationsbedarf besteht. Dieser bezieht sich erstens auf die Yezidische Religionsgemeinschaft und ihre Kultur. Zweitens werden genauere Informationen zum Betrieb des yezidischen Kulturzentrums und die damit verbundenen Planungen und Veranstaltungskonzepte gewünscht.

Die yezidische Gemeinde hat dies zugesagt. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung dieser Frage wird die Integrationskonferenz der Stadt Herford sich an diesem Dialog beteiligen.

Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer einigte sich darauf, bis zur abschließenden Entscheidung über die Bauvoranfrage sich mit Äußerungen gegenüber der Öffentlichkeit zurückzuhalten.

Die Durchführung einer weiteren Informationsveranstaltung im Anschluss an die Entscheidung über die Bauvoranfrage wurde in Aussicht gestellt.

Anmerkung:

Die der vorstehenden Stellungnahme des Bürgermeisters und seines pers. Pressesprechers vorangestellte Aussage: „Anlässlich des von Bürgermeister Bruno Wollbrink einberufenen Runden Tisches zur Bauvoranfrage der Yezidischen Gemeinde für ein Grundstück in Elverdissen einigten sich alle Beteiligten auf die folgende Erklärung“ ist nicht zutreffend.

Dazu hätte die Stellungnahme schließlich von ihrem Inhalt her bereits anlässlich des „runden Tisches“ vorliegen müssen.

Auch legte der Bürgermeister wiederholt Wert auf die Feststellung, dass er nicht bereit sei, über die von ihm in der vorstehenden Erklärung erwähnte Bauvoranfrage, der die künftige Nutzung natürlich zu entnehmen gewesen wäre, einzugehen. Weshalb?

Ein Bürgermeister ist mehr als ein „Moderator“!

1250269735_reziden2.jpgHerford, 14. August 2009 Heinz-Günther Scheffer: Man nennt das auch „Beurteilung der Lage – Entschluss“!

Wie auch bereits bei dem von vorn herein erkennbar unsensiblen Bauersuchen „Clarenstraße“ sieht sich der amtierende Bürgermeister bezüglich der angefragten Nutzung der Liegenschaften der Familie Ehrler im Stadtteil Elverdissen wiederum in einer bloßen „Moderatorenrolle“.

Bereits mit diesem dauerhaft irrtümlichen Rollensverständnis fängt es an. Ein Bürgermeister ist nun einmal mehr als ein Moderator: Er ist vielmehr sowohl „Chef“ des Rates als auch der Verwaltung – auch der städtischen Bauverwaltung.

Sich in das Bauvorhaben „Clarenstraße“ eingelesen zu haben, stellte Wollbrink seinerzeit im HudL gegenüber den betroffenen Nachbarn gar als über seine Zuständigkeiten hinausgehend dar. Welch ein Irrtum!

In einer ähnlichen Rolle scheint er sich auch im Falle des angefragten „Kulturzentrums“ gegenüber den betroffenen Nachbarn im Ortsteil Elverdissen zu sehen?

Mal praktisch gedacht: In der Registratur der städtischen Bauordnung schlägt ein Antrag auf Erteilung eines Vorbescheides („Bauvoranfrage“) einer yezidischen Religionsgemeinschaft zur künftigen Nutzung der Ehrler-Liegenschaften als „yezidisches Kulturzentrum“ auf.

Der Antrag erhält im Technischen Rathaus der Stadt Herford einen Eingangsstempel, wird registriert und erhält ein Aktenzeichen zugeordnet.

Es muss schon ein unsensibler Mitarbeiter sein, der seinem „Chef“ nicht sogleich mitteilt, dass hier nicht etwa ein Wirt oder Hotelier die Nachfolge der Gastronomen-Familie Ehrler im Ortsteil Elverdissen antritt, sondern eine nicht näher bekannte yezidische Religionsgemeinschaft.

Und da kommt es eben darauf an, die Lage sogleich realistisch zu beurteilen und zeitnah zu reagieren, um zum Beispiel zu erwartenden wechselseitigen Animositäten zum frühestmöglichen Zeitpunkt entgegen zu gehen, statt einer Entwicklung – wie viel zu oft in dieser Ratsperiode – wieder einmal hinterher zu laufen.

Nichts dergleichen – getreu dem Motto: „Vielleicht sagt oder merkt ja keiner ‚was – zumindest nicht bis zur Kommunalwahl?“

Und so wartet der amtierende Bürgermeister erst einmal ab, was passiert. Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten. Öffentlich werden Mutmaßungen und Befindlichkeiten ausgetauscht, „Urteile“ gefällt etc.

Schließlich – am 23. Juli 2009 – lässt sich der amtierende Bürgermeister in der Presse vernehmen, dass er ein Gespräch – einen „runden Tisch“ – in Erwägung ziehe.

Denn schließlich kann man den positiven Bescheid auf die längst entscheidungsreife bloße „Bauvoranfrage“ ja nicht bis zum St. Nimmerleinstag hinauszögern. Hat doch der Bürgermeister gerade erst die Antragsteller einer „Bauvoranfrage“ für einen Verbrauchermarkt an der Elverdisser Straße – im Rahmen einer vergleichweisen Beilegung des losgetretenen Rechtsstreites auf Schadensersatz – mit immerhin € 250.000,00 großzügigst abfinden müssen.

Der Tag des angekündigten „runden Tisches“ findet sodann 14 Tage vor dem Kommunalwahl-Termin am 30. August 2009 statt.

Er lege Wert auf die Feststellung, dass sein „runder Tisch“ von der juristischen(!) Prüfung der laufenden „Bauvoranfrage“ unberührt sei, lässt sich der amtierende Bürgermeister bereits im Vorfeld vernehmen.

Ganz nebenbei: Natürlich werden „Bauvoranfragen“ auf der Grundlage des gültigen Bauordnungsrechtes geprüft. In der Einladung des Bürgermeisters ist gar von einer juristischen Prüfung die Rede. Wer prüft hier bereits juristisch? Weshalb?

Viel wichtiger. Die „Bauvoranfrage“ ist schließlich der Auslöser. Und dann soll sie im ersten offiziellen Gespräch nicht gesprächsgegenständlich gemacht werden? Was spricht dagegen, klar und deutlich zu sagen, welche künftigen Nutzungen in der „Bauvoranfrage“ der yezidischen Religionsgemeinschaft konkret – zur Bescheidung durch die Stadt Herford – angefragt werden.

Darum geht es schließlich!

Nein – man wählt ein anderes, vollkommen unrealistisches Vorgehen, um so – 14 Tage vor der Wahl – einer Konkretisierung der laufenden öffentlichen Debatte und einer eigenen Positionierung um jeden Preis aus dem Wege zu gehen.

Die betroffenen Nachbarn sollen anlässlich des „runden Tisches“ des Bürgermeisters durch persönliche Befragung heraus zu bekommen versuchen, welche Nutzungen wohl angefragt sein könnten.

Und nachdem dies – erwartungsgemäß – nicht gelingt, bietet man zunächst einmal ein „Seminar“ über yezidische Religionsgemeinschaften an.

So schafft man es vielleicht auch noch, auch über den Termin der Bundestagswahl im September hinweg zu kommen, ohne sich konkret positionieren zu müssen?

Weit gefehlt. Will man erneuten Regressansprüchen auch in diesem Fall entgehen, so wird man die positive Bescheidung der entscheidungsreifen „Bauvoranfrage“ nicht mehr hinaus zögern können.

Ein – leider typisches – fragwürdiges Vorgehen des „Chefs“ einer von diesem gern herbeizureden versuchten „Bürgerkommune“, was auch immer man darunter verstehen mag.

Heinz-Günther Scheffer
Bürgermeisterkandidat der „Liste 2004“

Wetten dass … bei den Freien Wählern der „Liste 2004“

Herford, 12. August 2009  Heinz-Günther Scheffer: Ich würde sonst nie wetten!

Es ist Samstagmittag. Auf dem Alten Markt betreibt die unabhängige Wählergmeinschaft Liste 2004 – Initiative für Herford“ einen Informationsstand zur Kommunalwahl 2009.

Plötzlich taucht der Kopf Paul Bischofs auf, der auf seinem Segway sämtliche Herforder Bürgerinnen und Bürger Herfords überragt.

In seinem Gefolge – per pedes – Frau Petra mit Hund und ausgerechnet das Hiddenhauser Kreistagsmitglied Fritz Elbracht (CDU) mit Frau.

Es entspinnt sich ein nettes Geplänkel darüber, weshalb ein Bürgermeisterkandidat tunlichst mit einem geliehenen Segway daher kommen sollte. Fritz Elbracht, bekannt für seine kleinen „Sticheleien“ fällt sogleich über Ratsmitglied Heinz-Günther Scheffer her: „Hey, Du hast doch keine Chance. Er hier ist gut. Deshalb laufe ich mit ihm mit.“

„Am Abend werden die Toten gezählt“, entgegnet Scheffer locker lustig. Also setzt Elbracht nach: „Übrigens, Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass Dein Kaufhof-Investor ITG wirklich kommt“. Scheffer: „Selbstverständlich kommt mein Investor. Er hat den Kaufhof bereits erworben. Der Abbruchantrag liegt vor. Spätestens übernächste Woche wird der städtebauliche Vertrag unterschrieben.“

Darauf legt Elbracht nach: „Wetten, dass Dein Investor nicht kommt – 1.000 Euro“. Elbracht bietet Scheffer die ausgestreckte Hand entgegen.

„Ich habe, obwohl ich sonst nie wette, nicht gezögert und eingeschlagen“, sagt Scheffer. „Und sogleich habe ich hinzu gefügt, dass ich Fritz Elbrachts 1.000 € einem karitativen Zwecke zukommen lassen werde.“

Scheffer hat inzwischen auch den Verantwortlichen der von ihm nach Herford geholten ITG Düsseldorf bezüglich der Wette mit Elbracht berichtet, die auch dort Schmunzeln ausgelöst hat.

„Die Übergabe der 1.000 € wird sicher höchst offiziell erfolgen“, sagt Scheffer. „Bis dahin werden wir gewiss auch einig bezüglich des Adressaten sein, der den Betrag als Spende erhält.“

Wahlkampf 049.jpg

Die „Liste 2004“ verzichtet zum Hoekerfest auf Wahlkampf im und um das „Festgebiet“

Herford, 11. August 2009 Heinz-Günther Scheffer: „. . . als hätten wir keine anderen Sorgen! Wenn Wahlkampf zum „Wahlkrampf“ wird!“

„Es ist schon unglaublich, welch ein „Gerangel“ da stattfindet; als habe man keine anderen Sorgen“, sagt Scheffer, der bewusst noch einmal auch die Mitglieder der unabhängigen Wählergemeinschaft „Liste 2004“ in die erneute Entscheidung zum „Wahlkampf auf dem Hoekerfest“ einbezogen hat.

Bereits anlässlich der zweiten, von der Verwaltungsspitze eingeladenen Gesprächsrunde hatte Scheffer für seine UWG bzgl. der Erzwingung von Wahlkampfständen auf dem Hoekerfest ein Resümee gezogen und erklärt, dass er den sich abzeichnenden „Kinderkram“ nicht mittragen werde. Dem haben sich die Kandidatinnen und Kandidaten der „Liste“ inzwischen angeschlossen.

„Dass es zu dieser unsäglichen „Debatte“ kommen konnte, geht auf die Verwaltung zurück“, erklärt Scheffer. Diese hatte im Rahmen der Erteilung schriftlicher „Sondernutzungserlaubnisse“ zum Betrieb von Informationsständen zur Kommunalwahl 2009 das Hoekerfest – über das definierte „Festgebiet“ hinaus – ausgenommen.

Noch im ersten dann folgenden Informationsgespräch der Verwaltung am 04. August stieß die Entscheidung der Verwaltungsspitze – mit Ausnahme der Vertreterin der Bündnisgrünen – jedoch bei allen politischen Gruppierungen auf Akzeptanz.

Selbst der amtierende Bürgermeister soll gegenüber Schürkamp erklärt haben, dass er den Schlüssel „seines Ladens“ innerhalb des definierten Festgebietes persönlich umdrehen werde.

Wie sich anlässlich des zweiten von der Verwaltung geladenen Informationsgespräches ergab, war die Debatte überhaupt von den Bündnisgrünen losgetreten worden, die zum Hoekerfest gegenüber der Verwaltung einen Wahlkampfstand auf dem Linnenbauerplatz durchzusetzen angekündigt hatten.

Waren sich anlässlich des Informationsgespräches am 04. August noch – mit Ausnahme von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN – alle politischen Gruppierungen Herfords einig, auf Wahlkampf anlässlich des Hoekerfestes ganz zu verzichten, wurden der Verwaltung erst sodann – also nach dem Informationsgespräch vom 04. August – unter folgenden Daten die nachfolgenden Anträge eingereicht:

– 05.08.2009 Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
  Antrag „Linnenbauerplatz“ / „An der Bowerre“
– 05.08.2009 „DIE LINKE“
  Antrag „Brüderstraße“
– 06.08.2009 SPD
  Antrag „An der Bowerre“

Es sei schon grotesk, dass man der örtlichen Presse in dem Zusammenhang Ankündigungen des Grünensprechers Herbert Even entnehmen müsse in welchen es heiße, die Vertreter der übrigen Parteien müssten sich „warm anziehen“, wenn es in der von ihm ausgelösten „Debatte“ um die Erzwingung von Wahlkampfständen auf dem Hoekerfest gehe, sagt Scheffer.

Natürlich wird die Debatte nicht zuletzt dadurch begünstigt, dass es ausgerechnet der amtierende Bürgermeister ist, dessen WahlKämpferinnen und -kämpfer innerhalb des definierten Festgebietes auch zum Hoekerfest – statt eines Wahlkampfstandes – gar einen „Wahlkampfladen“ betreiben, dessen Öffnungszeiten zum Hoekerfest gemäß Internetauftritt des Bürgermeisters noch zusätzlich erhöht werden. http://www.bruno-wollbrink.de/Termine.html

Scheffer: „Die Bürgerinnen und Bürger Herfords werden die „Sorgen“ um das „Platzgerangel“ der örtlichen Politik und die damit verbundenen Auswüchse gewiss entsprechend werten und anlässlich der Wahl ihrer künftigen Vertreter in ihre Entscheidung einfließen lassen.“

Festgebiet - Hoeckerfest - Kommunalwahl 2009

Presseberichterstattung/en am 01. und 04. August 2009

Liste 2004Herford 06. August 2009   Stellungnahme der „Liste 2004“

Die öffentlich erhobenen Vorwürfe gegen Hans-Ulrich Kalb und die unabhängige Wählergemeinschaft Liste 2004 – Initiative für Herford“ weisen wir entschieden zurück.

Herr Kalb hat sich von Pro NRW distanziert und ist dort ausgeschieden. Er ist weder ein Extremist noch ein „Trojanisches Pferd“.

Alle Mitglieder der „Liste 2004“ bekennen sich ausdrücklich zur freiheitlich demokratischen Ordnung des Grundgesetzes und werden sich auf dieser Grundlage für die Belange der Herforder Bürgerinnen und Bürger engagieren.

Analog der übrigen zur Kommunalwahl 2009 zugelassenen Bewerberinnen und Bewerber lebt auch die unabhängige WählergemeinschaftListe 2004 – Initiative für Herford“ von der Meinungsvielfalt.

Wir wünschen uns einen fairen Wahlkampf und werden uns nicht auf ein Argumentationsniveau einlassen, welches darauf abzielt, Wählerstimmen am rechten oder linken Rand einzufangen.

Die Mitglieder der „Liste 2004“ gehen davon aus, dass mit dieser Stellungnahme der Richtigstellung genügt ist.

Auf eine weitere öffentliche diesbezügliche Auseinandersetzung verzichten wir, und freuen uns auf einen künftig ausschließlich sachlichen Meinungsaustausch.

Wir möchten uns weder direkt noch indirekt in eine „Debatte“ begeben und/oder ziehen lassen, in welcher die seitens der Stadt und des Wahlausschusses zuerkannte Wählbarkeit einzelner Ratsbewerberinnen und -bewerber öffentlich hinterfragt wird.

Freie Wähler Herfords der
Liste 2004 – Initiative für Herford