„Liste 2004“ mit der bisherigen Vorgehensweise nicht einverstanden!

„Liste 2004“ mit der bisherigen Vorgehensweise nicht einverstanden!Gezielte wettbewerbsmäßige Überplanung für die Schulgebäude gefordert.

Die Ratsfraktion der Wählergruppe „Liste 2004 – Initiative für Herford“ ist mit der bisherigen Vorgehensweise bzgl. der Neu- und Umbauplanungen für die 11 Herforder Grundschulen sowie den bisher vorliegenden Ergebnissen alles andere als zufrieden.

Dies wurde bereits deutlich sowohl nach der Vorstellung der Entwurfsplanungen im Januar im Friedrichs-Gymnasium als auch in der gemeinsamen Sitzung von Schulausschuss, Bau- und Umweltausschuss und Beirat für Stadtbildpflege am 18. April d.J.

„Wenn wir erfreulicherweise gut 18 Mill. € für Neu- und Umbauten an unseren 11 Grundschulen aufwenden, so erwarte ich von Rat und Verwaltung eine professionelle Vorgehensweise“ sagt Fraktionsvorsitzender Heinz-Günther Scheffer, der die Wählergruppe auch im Bau- und Umweltausschuss sowie im Beirat für Stadtbildpflege vertritt.

„Natürlich geht es zunächst einmal darum, den sich u.a. aus den Lerninhalten ergebenden pädagogischen Anforderungen und den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler sowie des Lehrkörpers gerecht zu werden“, sagt Scheffer. „Dies kann doch aber nicht etwa bedeuten, dass die Architektur und die örtliche Einfügung in unser Stadtbild eine vollkommen untergeordnete Rolle spielen, bzw. gar gänzlich vernachlässigt werden sollten und können.“

„Bei einem solchen Auftragsvolumen, dem wir uns hier im Sinne unserer Kinder stellen, erwarte ich sehr behutsame alternative Entwurfsplanungen individuell für jeden der 11 Standorte“ so Scheffer weiter.

Besonders enttäuscht ist der Fraktionsvorsitzende von der bisherigen Vorgehensweise der Verwaltung. „Im Januar hat man uns in der Aula des Friedrichs-Gymnasiums 11 Konzepte vorgestellt, von welchen es hieß, die Entwürfe seien z.T. erst am gleichen Tage entstanden. Klar, dass man sich dann mit Kritik zurück hält. In der Sitzung am 18. April d.J. ging es dann nur noch um die Entwürfe für die Grundschulen Mindener Straße und Stiftberg. Wieder wurde Zurückhaltung erwartet.“

„Tatsächlich wurde in der Sitzung deutlich, dass Kritik – und sei sie noch so konstruktiv – offensichtlich gar nicht mehr gewünscht wird.“

„Wenn es seitens der Schulleiterinnen hieß, die Eltern hätten die vorliegenden Planungen bereits freudig bestätigt, so bin ich sicher, dass sowohl die Lehrer- als auch die Elternschaften nicht etwa böse gewesen wären, wenn sie zwischen alternativen Entwurfsplanungen hätten wählen können“, ist sich Scheffer sicher.

„Bei einem Investitionsvolumen von über 18 Mill. € – so Scheffer – sollte eine wettbewerbsmäßige Herangehensweise, die uns alternative Möglichkeiten aufzeigt, eine Selbstverständlichkeit sein!“

„So imposant die teils unter Denkmalschutz stehenden Grundschulgebäude sicher sind; hier ist es nicht mit einer Restaurierung oder Renovierung und auch nicht mit trapezförmigen Anbauten an einzelne Klassenzimmer getan“, sagt Scheffer.

Die Beschaffenheit der Gebäude genügt zum Teil nicht einmal annähernd den Mindestanforderungen, die wir heute – auch behördlich – an Gebäude richten. Wenn sich die Verweildauer unserer Kinder durch den „Ganztag“ nun auch noch gewolltermaßen erhöht, so müssen wir endlich begreifen, dass hier mehr passieren muss.

„Seit Jahrzehnten findet auf den z.T. viel zu eng gewordenen Schulgrundstücken ’Flickwerk’ statt. Für Schulgebäude scheinen Maßstäbe zu gelten, die nicht einmal mit Standards moderner Industriebauten konkurrieren“, fragt der Fraktionsvorsitzende.

Es geht um unsere Kinder und damit um unser aller Zukunft! Unsere Kinder verdienen es, gemeinsam mit engagierten Lehrerinnen und Lehrern, in ihren Schulen Baulichkeiten und Arbeitsbedingungen vorzufinden, in welchen sich die Lerninhalte, die hoffentlich alsbald ebenfalls Gegenstand einer klug geführter Debatten werden, motiviert umsetzen lassen.

Unabhängig von den noch wichtigeren Lerninhalten sind auch unsere Schulgebäude eine Visitenkarte unserer seit Jahrzehnten restaurationsbedürftigen Schulpolitik und damit wichtigste Standortfaktoren.

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Redebeitrag anlässlich der Haushaltsdebatte des Rates

Redebeitrag anlässlich der Haushaltsdebatte des RatesRedebeitrag des Vorsitzenden der Ratsfraktion „Liste 2004 – Initiative für Herford“ Heinz-Günther Scheffer anlässlich der Haushaltsdebatte des Rates am 18. März 2005
(es gilt das gesprochene Wort)

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
meine Damen und Herren,
besonders liebe anwesende Bürgerinnen und Bürger,

bevor ich zum Haushaltsentwurf für das laufende Kalenderjahr 2005, von welchem immerhin 1 Quartal und damit ¼ um ist, komme, sei es mir gestattet, den Film zunächst noch einmal ein wenig zurück drehen zu dürfen.

Wir schreiben das Jahr 2004. Es ist Herbst:

CDU, SPD, Grüne, FDP – aber auch die „Offensive D“ und die erstmalig vollflächig antretende, neu gegründete „Liste 2004 – Initiative für Herford“ stellen sich der Kommunalwahl 2004.

Aber da gibt es auch Bürgermeisterkandidaten:

Thomas Gabriel
Bruno „Mittendrin“ Wollbrink
Herbert Even
Lothar Wienböker
Markus Wagner
Inge Höger-Neuling

Sowohl die antretenden Parteien als auch die Bürgermeisterkandidatin und die fünf Bürgermeisterkandidaten versuchen – wie anlässlich der Kommunalwahlen zuvor – den Bürgerinnen und Bürgern vordergründig „reinen Wein“ einzuschenken, um andererseits möglichst wenige konkrete Aussagen zu treffen.

Wer erinnert sich nicht an möglicherweise wohl klingende Parolen: „Wir machen Schulen und Jobs – andere MARTa“ (FDP), etc.

Den Wahlbürgerinnen und –bürgern bleiben da begrenzte Möglichkeiten:

Sie verweigern sich dem Gang zur Urne und verzichten damit auf ihr verbrieftes Wahlrecht, oder sie entscheiden sich für eines der zahlreichen “verlockenden“ Angebote.

Heraus gekommen ist eine Situation, von der ich ziemlich sicher bin, dass sie dem eigentlichen Wählerwillen nicht etwa entspricht.

Den einen oder anderen mag es freuen, dass die CDU von der Last der absoluten Mehrheit erlöst worden ist?

Wie mag aber z.B. eine 5-köpfige Familie denken, die aus gutem Grund und überlegt überwiegend die Stimmen im Herbst der CDU gegeben hat?

Oder wie mag jemand denken, der Thomas Gabriel einen „Denkzettel“ verpassen wollte, weil er sich von dem z.T. unredlichen Taktieren der Herforder Rumpf-FDP i.S. MARTa für den Augenblick hat infizieren lassen?

Nehmen wir auch die Bürger, die glaubten, man müsse den mit dem Wohnmobil daher kommenden „Bruno“ wählen, mit dem man – und das wollte die Wahlkampftaktik sicher suggerieren – immerhin schon so etwas ähnliches wie „per Du“ sei.

Immerhin vermittelte dieser Bruno – obwohl Fraktionschef der SPD – auf sämtlichen Werbeträgern obendrein den Eindruck, als habe er mit der SPD nie etwas zu tun gehabt.

Hier machen wir einen kl. Zeitsprung!

Die Herforder Bürgerinnen und Bürgern sind inzwischen von der Realität eingeholt worden.

Wer am Montag die Tageszeitung aufschlug, der erfuhr, dass die örtliche FDP – ohne sich auch nur beim Kämmerer bzgl. der 300 Seiten des eingebrachten Haushalts rückversichert zu haben – offensichtlich wider besseren Wissens an SPD und Bündnisgrüne „angedockt“ hat.

Dies manifestiert sich nicht allein in der von Herrn Wienböker in der Presse angekündigten Verabschiedung des Haushaltes, sondern auch in anderen Punkten, wie wir dies heute ja bereits z.B. unter dem TOP A. 4 a) unserer Tagesordnung recht eindrucksvoll haben erleben dürfen, bzw. müssen.

Nun könnte ein Außenstehender – meine sehr verehrten Damen und Herren – glauben, die Zusammenführung von wenn auch nur drei Ratsfraktionen sei auf die integrierende Persönlichkeit des aus der Stichwahl hervorgegangenen neuen Herforder Bürgermeisters zurück zu führen.

Schließlich hätte es diesem – als Vorsitzendem des Rates und gleichzeitig Chef der Verwaltung – geboten erschienen sein können, zumindest den m.E. sogar wünschenswerten Versuch zu unternehmen, die neuerlich auf 44 Köpfe reduzierten Mitglieder des Rates fraktionsübergreifend für einen dann gemeinsam zu verabschiedenden Haushalt zu gewinnen.

Dass ein gemeinsam verabschiedeter Haushalt 2005 dem Wunsch der Fraktion „Liste 2004 – Initiative für Herford“ in jeder Weise entsprochen hätte – meine Damen und Herren – haben Sie u.a. der Presse sowie unserer Internet-Präsenz entnehmen können.

Weit gefehlt!

Der Bürgermeister, der diesen Haushaltsentwurf zunächst einmal zu verantworten hat, hat von dieser wünschenswerten Rolle keinen Gebrauch gemacht.

Wenn sich dann – statt dessen – Fraktionsvorsitzende aufgemacht haben, um das zu tun, was wir uns vom Bürgermeister, aus dessen Amtszimmer Begrifflichkeiten wie Mitbestimmung, Transparenz , Bürgerkommune, bis hin zum „Bürgerpanel“, von dem hier sicher jeder weiß, was sich dahinter verbirgt, nach außen dringen, gewünscht hätten, so bleibt heute festzustellen, dass es dem dienstjungen Fraktionssprecher ausgerechnet der Bündnisgrünen, von dem jeder weiß, dass er der informelle Führer von rot-grün ist, gelungen ist, bereits auf halber Strecke die offensichtlich vollkommen aufgeriebene FDP „wegzufangen“, um mit dieser hier und heute einen von uns in der Form nicht zu verantwortenden Haushalt „durchzuhecheln“.

Um es zu wiederholen:

Wir erleben hier nicht den vermeintlich neutralen Vorsitzenden des Rates als Integrationsfigur.

Nein – wir erleben ausgerechnet den auch in dieser z.T. führungslosen Situation wiederum vordergründig klug taktierenden grünen „Hundefänger“, der mit Hilfe der von ihm längst geführten SPD-Fraktion lediglich eine kl. Hundefalle aufzustellen braucht, in welche die neuerliche „Hundefraktion“ natürlich prompt hinein tappt.

Was heißt das aber in der Konsequenz für die Bürgerinnen und Bürger unserer uns verbindenden Stadt Herford?

Während die Ratsfraktionen CDU und “Liste 2004“, die diesen jeglichen bisherigen Rahmen sprengenden Haushalt nicht verantworten können, um einen tragfähigen Konsens bemüht sind, brechen die gerade erst begonnen interfraktionellen Gespräche abrupt ab.

Es geht Ihnen, meine Kolleginnen und Kollegen in der SPD, bei den Bündnisgrünen und in der FDP also nicht darum, bzgl. des vom Kämmerer, dem ich ausdrücklich für seine Bemühungen und die wiederholte Gesprächsbereitschaft an dieser Stelle noch einmal danke, eingebrachten Entwurfes einen guten Gewissens verantwortbaren Haushalt zu schneidern.

Nein – Ihnen kommt es ganz augenscheinlich darauf an, statt dessen hier und heute den Versuch zu unternehmen, mit einer hauchdünnen, für die Bürgerinnen und Bürger nicht nachvollziehbaren einerseits farbigen und andererseits „farblosen Allianz“

(keine Sorge, ich zitiere nicht Herrn Westerwelle, der gestern in anderer Sache gar von einem “Trio infernale“ sprach)

einen mit Rücksicht auf die Bürgerinnen und Bürger nicht verwantwortbaren Haushalt zu verabschieden.

Dabei h
ätte die FDP-Ratsfraktion im Rat der Stadt Herford, der ich hier nicht etwa als Lebensberater erscheinen möchte, sicher besser daran getan, sich – statt mit dem Kreishaushalt – auch einmal mit dem städt. Haushalt zu befassen, oder befassen zu lassen.

Nein – man lässt sich in den „grünen Sack“ stecken.

Ich verstehe Sie, wenn Sie sich – analog der SPD – gesagt haben, dass es sich bei diesem Grünen ja nicht um einen „normalen“ Grünen, sondern um einen klugen und daher sehr erfolgreichen Geschäftmann handelt, der für Sie die 300 Seiten des Haushaltsentwurfes aufbereitet.

Natürlich sind die Zahlen dort zunächst einmal in guter Hand.

Sie mussten doch aber wissen, dass dieser erfolgreiche „Prototyp des Antigrünen“ – bei allem Erfolg und aller auch von mir sehr geschätzten Vernunft – immer wieder auch der heimlichen oder auch offensichtlichen Versuchung erliegt, sich der Ideologien seiner grünen Mitbegründer zu erinnern und diese dann auch auszuleben.

Das sollten Sie doch bitte spätestens bei den hier und dort von der grünen Führerschaft in den jetzt vorliegenden, von Ihnen unterstützten eingebrachten kleinen und dennoch signifikanten Veränderungen des Haushaltsentwurfes bemerkt haben.

Ist es Ihnen entgangen, dass man einerseits über gravierende Mängel und handwerkliche Defizite des eingebrachten Haushaltsentwurfs, die kaum jemand besser aufzuspüren in der Lage ist als der Fraktionssprecher der Grünen, hinweg gegangen ist und andererseits Forderungen eingebracht werden, mit denen Sie sich – zumindest bisher – nicht identifizieren konnten und eigentlich auch nicht ernsthaft identifizieren können?

Ist es Ihnen, meine Herren von der FDP-Fraktion, entgangen, dass Ihr Trainer und Mitglied im Stadtverband, der rot-grün nahezu täglich die Waffen zeigt, ausgerechnet am heutigen Tage eine Haushaltsrede des Fraktionsvorsitzenden der FDP Vlotho ins Internet eingestellt hat, in welcher dieser mit den Argumenten, die Sie hier heute vorgetragen haben, die Zustimmung zum dortigen Haushalt folgerichtig versagt hat?

Wenn Sie sich heute od. morgen diese Rede zu Gemüte führen, dann wird auch ihnen bewusst werden, dass die nach Ihrem „Andocken“ an rot-grün leider abgebrochenen Haushaltsgespräche weiter hätten geführt werden müssen, und wir alle zusammen eine Chance verpasst haben, einen gemeinsamen soliden Haushaltsplan aufzustellen und diesen heute hier dann auch gemeinsam zu verabschieden.

Wenn ich gehofft hatte, dass auch Sie diese von Ihrem Mitglied im Stadtverband eingestellte Rede im Vorfeld vielleicht gelesen und dann auch bedacht hätten, so ist meine Hoffnung angesichts des heute hier als Begründung Ihrer Unterstützung von rot-grün gehörten Redebeitrags Ihres Fraktionsvorsitzenden zur Haushaltsdebatte leider geschwunden.

Dabei haben wir doch gerade erst besonders dadurch, dass wir uns noch inmitten der Aufklärung der endlosen ungeklärten Fragen u. Ungereimtheiten um die Bauabwicklung unseres stolzen „flagships“ MARTa befinden, leidvoll erfahren, was es bedeutet sich, mit den Fakten nicht auch selbst verantwortlich auseinander gesetzt zu haben.

Das muss doch auch Ihnen, meine lieben Kolleginnen und Kollegen unter der von dem Fraktionssprecher der Grünen neuerlich voran getragenen „Trikolore“ noch in den Knochen stecken.

Da haben Sie in diesem Hause am 03.12. letzten Jahres leichtfertig und auf der Grundlage eines vollkommen unvollständigen Kenntnisstandes mal eben Mehrkosten in Höhe von mithin 3,8 Mill. € „abgenickt“.

Wir von der „Liste 2004“ haben unsere Entscheidung seinerzeit bekanntlich davon abhängig gemacht, uns im Vorfeld zumindest einmal die Bauabwicklungsunterlagen zur Einsichtnahme zugänglich zu machen.

Darauf mussten wir uns hier und dort gar anhören, neuerlich „MARTa-Gegner“ zu sein, bzw. uns unterstellen lassen, MARTa angeblich gar Schaden zufügen zu wollen.

Inzwischen hat – so bleibt festzustellen – offensichtlich jeder von uns in dieser Runde verspürt, dass man – aus der Verantwortlichkeit, die uns nun einmal aus dem Mandat der Wahlbürgerinnen und -bürger erwächst – längst tiefer hätte eingestiegen sein müssen.

Schade, dass man erst jetzt zu der Erkenntnis gelangt ist, was nicht nur Recht, sondern eben auch Pflicht gewesen wäre.

Aus Ihren hier heute bisher vorgetragenen Stellungnahmen wird jedoch leider deutlich, dass sich diese leichtfertige Entscheidung vom 03.12. letzten Jahres – sowie zahlreiche Entscheidungen, sich nicht weiter verantwortlich zu kümmern – hier heute offensichtlich wiederholen soll?

Angesichts dessen kann man sich ja nur wünschen, dass – ebenfalls anlog des Verhaltens am 03.12.2004 – einige in sich hinein horchende und spätestens dann Verantwortung spürende Mitglieder dieses Hauses den Raum wiederum verlassen, wenn hier heute getreu dem Motto – „Grün ist die Hoffnung“ oder „Grün wirkt“ – von dem neuerlichen Herforder „Trio fraktale“ ein im Falle einer verantwortlicher Handhabung eben nicht zu verantwortender Haushalt, der einem Freifahrt-Ticket in die Haushaltssicherung spätestens im nächsten, bzw. übernächsten Kalenderjahr gleich kommt, ebenfalls leichtfertig „abgenickt“ werden soll.

Herr Bürgermeister, meine Damen und Herren, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksam.

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Liste 2004 will dem Haushalt zustimmen

BildKonsenspapier des Kämmerers erwartet

„Uns kommt es darauf an, den Haushalt in der Ratssitzung am 18. März nach Möglichkeit fraktionsübergreifend mit großer Mehrheit zu verabschieden“, um so ein deutliches Signal zu setzen, so Heinz-Günther Scheffer, Vorsitzender der Ratsfraktion „Liste 2004 – Initiative für Herford“.

Dies bestätigt auch der Vorsitzende der Wählergruppe, Klaus Peter Wüllner.

Die Fraktionsspitze hat inzwischen zwei eingehende Gespräche bzgl. des vorliegenden Haushaltsentwurfes mit Kämmerer Manfred Schürkamp geführt, die zu Übereinstimmungen in den wesentlichen Punkten geführt haben.

„In dieses Gespräch haben wir unsere weitergehenden Forderungen eingebracht und den Kämmerer gebeten, bitte umgehend ein Konsenspapier vorzulegen, von dem wir uns wünschen würden, dass es die Zustimmung möglichst aller Fraktionen findet“, so die beiden Vorsitzenden der Wählergruppe und der Ratsfraktion der Liste 2004.

„Voraus gesetzt, die inhaltlich einvernehmlich erörterten Forderungen finden sich am Montag zur Fraktionssitzung in dem Papier wieder, werden wir dem Haushaltspaket in der Ratssitzung ganz klar beitreten.“

Das bekräftigen sowohl Regina Hensel als auch Scheffer übereinstimmend für die Ratsfraktion der Wählergruppe.

Deutsch-chinesische Partnerschaften forcieren

BildBürgermeister nach Wujiang (China) eingeladen

Von einer Geschäftsreise nach Shanghai, Suzhou, Kunshan und Wujiang brachte Fraktionsvorsitzender Heinz-Günther Scheffer (Liste 2004) jetzt eine an Bürgermeister Bruno Wollbrink gerichtete Einladung des Bürgermeisters der westlich von Shanghai am Taihu See, zwischen Suzhou und Hangzhou gelegenen Stadt Wujiang mit.

Sobald der Bürgermeister aus dem Urlaub zurück ist, will Scheffer ihm die Einladung persönlich übergeben.

„Bereits vor meiner aktuellen China-Reise habe ich mit Bruno Wollbrink darüber gesprochen, dass es m.E. wünschenswert sei, sich einer engeren partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit einer Stadt in China zu versichern“, so Scheffer.

„Besten Kontakt gibt es bereits zur chinesischen Stadt Suzhou, einer direkten Nachbarstadt der Stadt Wujiang“, so der Fraktionsvorsitzende weiter. „Hier gibt es inzwischen – auf Initiative unseres Altbürgermeisters Prof. Dr. Gerd Klippsteins – einen Kooperationsvertrag zwischen der FHM Bielefeld und einer örtlichen Hochschule; bereits Anfang April geht das Deutsch-chinesische Mittelstandsinstitut (DCMI) ans Netz“.

„Da kann der zusätzliche Kontakt zur direkten, 1.100 Jahre alten Nachbarstadt Wujiang, die – wie Suzhou – lediglich knapp 100 km von der Metropole Shanghai entfernt gelegen ist, nicht schaden, zumal Wujiang noch keine deutsche Partnerstadt hat, während Suzhou jüngst eine Patenschaft zur deutschen Stadt Konstanz am Bodensee eingegangen ist.“

Scheffer hat klare Vorstellungen: Er ist davon überzeugt, dass eine Patenschaft zu einer passenden Stadt in China vielerlei wechselseitige Vorteile mit sich bringen könnte. Dies betrifft sowohl wirtschaftliche als auch kulturelle Kontakte. Klar, dass auch Schüleraustausche dazu gehören.

„In Verbindung auch mit unserem künftigen „flagship“ MARTa denke ich u.a. an die Ausgründung eines deutsch-chinesischen Möbeldesignzentrums.“

Dieses – so Scheffer – könnte z.B. seinen Platz in der räumlich nahe gelegenen Radewig finden, wo derzeit der von Prof. Dr. Dieter Hassenpflug und Scheffer angestoßene Studentische Ideenwettbewerb „Herford 2020“ läuft.

„Wollen wir die Radewig reanimieren, dann helfen keine guten Ratschläge“ sagt Scheffer. „Hier muss ganz einfach ein für jedermann interessantes neues unverbrauchtes Thema her!“

2 – 3 kleine Verkaufsgeschäfte kann Scheffer sich vorstellen; dazu eine Modellwerkstatt o.ä. Denkbar wäre ein gemeinsamer Overhead-Bereich. Gastronomie und andere Dinge gesellen sich automatisch hinzu.

„Natürlich lasse ich zum anderen – nach über 5 Jahren – auch weiterhin nicht von meiner Forderung ab, im Aawiesen-Park einen angemessenen bewirtschafteten Gastronomiebereich nach dem Vorbild des „Englischen Gartens“ in München zu installieren, der nachhaltig zur Belebung nicht nur der Radewig einen Beitrag leisten wird“, lässt sich Scheffer vernehmen.

„Bezug nehmend auf meinen Vorschlag eines deutsch-chinesischen Möbeldesignzentrums würde der hölzerne „Chinesische Turm“ mit seinen Pagoden (inmitten des bewirtschafteten Bereiches) – ebenfalls nach Münchner Vorbild – das „I-Tüpfelchen“, bzw. Bote der Verwirklichung eines solchen Projektes sein.“

„Einfach mal darüber nachdenken und nicht immer gleich alles ablehnen“ sagt Scheffer. „Ich sehe z.B., wenn ich in Shanghai bin, dass es dort inzwischen drei solide „Paulaner“-Gastronomiebetriebe (z.T. mit Biergarten) nach Münchner Vorbild gibt, die sehr gern von Gästen jeglicher Herkunft in Anspruch genommen werden. Man spürt dort sehr schön, wie es die Bayern – beginnend u.a. mit dem Oktoberfest – hinbekommen haben, eine wechselseitige Verbindung zu schaffen, von der sowohl der kulturelle Austausch als auch die Wirtschaft nachhaltig profitieren.“

Visionen wird man haben dürfen – Stillstand ist jedenfalls Rückgang!

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Sanierung und bauliche Veränderungen der KiTa Maiwiese

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Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

zunächst einmal freut es mich natürlich sehr, dass die seinerzeit von mir hergestellte Verbindung zwischen der KiTa Maiwiese sowie zwei Herforder Schulen einerseits und der Stiftung „Bildung zur Förderung Hochbegabter“ andererseits für die KiTa Maiwiese bereits deutliche Erfolge zeitigt.

Umso wichtiger erscheinen mir die überfällige Sanierung sowie die gezielten baulichen Veränderungen der KiTa Maiwiese.

In dem Zusammenhang darf ich auf die Ausführungen Herrn Eickmeiers in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses unter Pkt. 11 der Tagesordnung verweisen.

Herr Eickmeier wies darauf hin, dass die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen mit rd. € 750.000 zu beziffern seien. Hinzuzurechnen sei noch einmal ein Betrag in Höhe von mithin € 300.000 für nicht förderungsfähige bauliche Veränderungen.

Wir sprechen somit von einem Investitionsvolumen einschl. der anfallenden Nebenkosten in Höhe von rd. € 1.2 Mill.

Herr Eickmeier führte ferner aus, dass die in Verbindung mit der Planung anfallenden Lieferungen und Leistungen verwaltungsseitig nicht zu erbringen seien. Vielmehr sei daran gedacht, die sich in dem Zusammenhang ergebenden Lieferungen und Leistungen extern zu vergeben.

In dem Zusammenhang gehe ich davon aus, dass die bei einem Investitionsvolumen in Höhe von über € 1 Mill. anfallenden Architektur- und Ingenieurleistungen in Höhe von über € 100.000,– nicht ohne weiteres vergeben werden.

Dazu seien folgende Fragen gestellt:

  • Sind bereits erste Gespräche mit örtl. Architekten geführt worden?
  • Sind bereits alternative Entwürfe örtl. Architekten beigezogen worden?
  • Liegen bereits konkrete Angebote vor?
  • Ist bereits ein Architektenwettbewerb od. ein vergleichbares Verfahren auf den Weg gebracht worden?
  • Ist für den Architektenwettbewerb od. ein vergleichbares Verfahren die besondere Aufgabenstellung, die sich u.a. aus dem neuen Status „Hochbegabtenförderung“ ergibt, entsprechend berücksichtig worden?

Ich gehe – wie gesagt – davon aus, dass seitens der Stadt Herford bei dem zu erwartenden Gesamtinvestitionsvolumen sowie der besonderen Aufgabenstellung nicht etwa darauf verzichtet wird, wettbewerbsfähige Entwürfe sowie daraus resultierende Angebote örtl. Architekten beizuziehen.

Für die freundliche Beantwortung meiner vorstehenden Fragen sage ich Dank!

Mit bestem Gruß
Ihr
Heinz-Günther Scheffer
Vorsitzender der Ratsfraktion
„Liste 2004 – Initiative für Herford“

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Sanierungen, bauliche Veränderungen und Neubauten im Bereich der 11 Herforder Grundschulen

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Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

in der gem. Sitzung von Schulausschuss, Jugendhilfeausschuss und Sportausschuss am 24.01.2005 in der Aula des FGH wurde berichtet, dass mit den geplanten Sanierungs-, Umbau- und Neubauarbeiten an den 11 städt. Grundschulen zum jeweils frühestmöglichen Zeitpunkt begonnen werden solle.

Herr Werner führte aus, dass die in Verbindung mit den Planungen und Baubegleitungen anfallenden Architektur- und Ingenieurleistungen verwaltungsseitig nicht, bzw. zumindest nicht vollständig zu erbringen seien. Vielmehr sei daran gedacht, die sich in dem Zusammenhang ergebenden Lieferungen und Leistungen zumindest teilweise extern zu vergeben.

Dies betreffe u.a. mindestens die umfangreichen Neubaumaßnahmen an der Grundschule Landsberger Straße und der Grundschule Stiftberg.

In dem Zusammenhang gehe ich davon aus, dass die bei einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von über € 18.2 Mill. anfallenden Architektur- und Ingenieurleistungen nicht ohne weiteres vergeben werden.

Dazu seien folgende Fragen gestellt:

  • Sind bereits erste Gespräche mit örtl. Architekten geführt worden?
  • Sind bereits alternative Entwürfe örtl. Architekten beigezogen worden?
  • Liegen bereits konkrete Angebote vor?
  • Sind bereits Architektenwettbewerbe od. vergleichbare Verfahren auf den Weg gebracht worden?
  • Ist für die Architektenwettbewerbe od. vergleichbare Verfahren die besondere Aufgabenstellung, die sich u.a. aus dem neuen Status „Offener Ganztag“ ergibt, entsprechend berücksichtig worden?

Ich gehe – wie gesagt – davon aus, dass seitens der Stadt Herford bei dem zu erwartenden Gesamtinvestitionsvolumen sowie der besonderen Aufgabenstellung nicht etwa darauf verzichtet wird, wettbewerbsfähige Entwürfe sowie daraus resultierende Angebote örtl. Architekten beizuziehen.

Für die freundliche Beantwortung meiner vorstehenden Fragen sage ich Dank!

Mit bestem Gruß
Ihr
Heinz-Günther Scheffer
Vorsitzender der Ratsfraktion
„Liste 2004 – Initiative für Herford“

Ausstattung unserer Grundschulen

BildSehr geehrter Herr Bürgermeister,

die an mich als Vorsitzenden der Ratsfraktion „Liste 2004 – Initiative für Herford“ in den letzten Wochen und Tagen heran getragenen Anfragen von verschiedener Seite u.a. zur künftigen Ausstattung unserer Grundschulen veranlassen mich zu offiziellen Nachfragen.

Dem sei kurz folgendes voran gestellt:

Anlässlich des Gespräches am 22.11.2004 in der GS Landsberger Straße, zu welchem u. a. Herr Minister Dr. Horstmann, die Schulrätin sowie die offiziellen Vertreter/innen der im Rat vertretenen Parteien zugegen waren, hat uns der die involvierten städt. Dezernate offensichtlich beratende Herr Prof. Dr. Buddensiek von der Universität Paderborn unter anderem Schulmöbel vorgestellt, von welchen er berichtete, sie selbst für das Modell „Fraktale Schule“ entwickelt zu haben.

Dabei handelt es sich – wie Herr Prof. Dr. Buddendiek uns erklärte – u. a. um vergleichsweise kleine dreiecksförmige Tische mit drei Füßen. Unter einem der Füße befindet sich ein Rollrad.

Es war die Rede von zukunftsweisenden Schulmöbeln, die die Möglichkeit bieten – analog z. B. der bekannten Trapeztische – alternativ zusammengestellt zu werden, etc.

Wenn Herr Prof. Dr. Buddensiek berichtete, er habe schließlich eine Fachfirma gefunden, die sich bereit erklärt habe, derartige Möbel probeweise zu erstellen, etc., so handelte es sich dabei offensichtlich um die Firma marko Schulmöbel in Lüdinghausen, deren Prospekte anlässlich der Veranstaltung in der GS Landsberger Straße auslagen, bzw. zur Verteilung kamen?

Anlässlich der gemeinsamen Sitzung des Schulausschusses, des Jugendhilfeausschusses und des Sportausschusses am 24.01.2005 in der Aula des FGH fanden die vorstehend angesprochenen Schulmöbel erneut Erwähnung im Vortrag Herrn Prof. Dr. Buddensieks.

U. a. wurde darauf hingewiesen, dass es in Deutschland keinen Hersteller gegeben habe, bzw. gebe, der die i. R. stehenden Dreieckstische herstelle, etc.

Zu dem Gesamtsachverhalt ergeben sich für mich per heute folgende Nachfragen:

  • Sind die i.R. stehenden Schulmöbel bereits erprobt worden? Gibt es einschlägige Erfahrungen?
  • Sind z.B. die Schulleiter/innen sowie die Kollegien der 11 Herforder Grundschulen in die bisherigen sowie die anstehenden Entscheidungen eingebunden worden?
  • Haben sich die Schulleiter/innen u. Kollegien für die i. R. stehenden Schulmöbel ausgesprochen?
  • Ist geprüft worden, ob es seitens der Schulmöbelhersteller vergleichbare, bzw. gleichwertige „intelligente Lösungen“ gibt?
  • Sind seitens der Stadt Herford die i. R. stehenden, von Herrn Prof. Dr. Buddensiek bevorzugt vorgeschlagenen Schulmöbel bei Markenherstellern angefragt worden?
  • Hat im Sinne der Sicherung von Preisvorteilen für die Stadt Herford – auch vor dem Hintergrund der geplanten Gesamtinvestitionen – bereits eine wettbewerbsmäßige Ausschreibung der i. R. stehenden Schulmöbel sowie der Schulmöbel generell stattgefunden?

Ich gehe in dem Zusammenhang davon aus, dass seitens der Stadt Herford bei dem zu erwartenden Gesamtinvestitionsvolumen nicht etwa darauf verzichtet werden soll, wettbewerbsfähige Angebote anerkannter Anbieter beizuziehen.

Ferner gehe ich davon aus, dass noch keinerlei Bestellungen erfolgt sind.

Die vorstehenden Fragen stelle ich – ohne sie im Detail zu wiederholen – analog für die Einrichtungen der künftigen „Mensen“ an den Herforder Schulen.

Für die freundliche Beantwortung meiner vorstehenden Fragen sowohl zu den Schulmöbeln als auch zu den Mensen sage ich Dank!

Mit bestem Gruß
Ihr
Heinz-Günther Scheffer
Vorsitzender der Ratsfraktion
„Liste 2004 – Initiative für Herford“

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Ganztags nimmt Formen an – das ‚Herforder Modell‘

BildDie zuständigen Dezernate der Stadtverwaltung Herford werden aktuell durch Herrn Dr. Wilfried Buddensiek von der Fakultät Wirtschaftspädagogik und Umweltbildung an der Universität Paderborn beraten.

Herr Dr. Buddensiek ist ein ausgewiesener Fachmann auf dem Gebiet der zukunftsfähigen Lernorganisation und Lernraumgestaltung.

Aus der Zusammenarbeit ist inzwischen das Modellprojekt Grundschule Landsberger Straße entstanden.

Im Internet weißt auch bereits das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter „Ganztags nimmt Formen an“ hin auf die „ostwestfälische Kleinstadt Herford“, die sich während des Berliner Ganztagsschulkongresses „Ideen für mehr! Ganztägig lernen“ großer Aufmerksamkeit erfreut habe.

Im Rahmen des Projektes „Fraktale Schule“ hat Buddensiek – in Verbindung mit dem niederländisch-deutschen Unternehmen „marko GmbH“ in Lüdinghausen – den Schülerarbeitstisch „flexi90“ als multifunktionalen Baustein für variable Schülerarbeitsplätze konzipiert.

Stv. verkehrspolitische Sprecherin der Liste 2004 Gesa Kunst zur Verkehrssituation am Altensenner Weg

Bild„Wiederholt bin ich inzwischen von Anliegern auf die unhaltbare Verkehrssituation am Altensenner Weg angesprochen worden“, so die stv. verkehrspolitische Sprecherin Gesa Kunst von der „Liste 2004 – Initiative für Herford“.

„Einige Anlieger wundern sich darüber, dass bei der momentanen katastrophalen Situation noch niemand – besonders Kinder, die den Altensenner Weg als Schulweg benutzen – zu Schaden gekommen sind. Durch Begrenzungspfähle, so Gesa Kunst, hat man die Straße so sehr eingeengt, dass Fahrzeuge bei Begegnungsverkehr regelmäßig in den Fußgängerbereich ausweichen. Bei schlechter Sicht sind die Kinder dort z. T. kaum zu erkennen. Immer wieder werden die Begrenzungspfähle umgefahren.“

Angesichts dieser Situation stellt sich die Frage, ob nicht evtl. das Öffnen der Straße und eine „Schritttemporeglung“ die geringere Unfallgefahr bedeuten könnten?

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Liste 2004 berät ÖPNV

BildGespräche bei Kreisdirektor Ralf Heemeier

Denkbare Modelle einer Neuregelung und möglichst langfristigen Sicherstellung des ÖPNVs erörterte jetzt eine Abordnung der Ratsfraktion der „Liste 2004 – Initiative für Herford“ zuständigkeitshalber mit Kreisdirektor Ralf Heemeier von der Kreisverwaltung Herford

Was die Forderungen an Lösungsansätze zur nachhaltigen Regelung betrifft, so waren sich Ratsfraktion und Kreisdirektor darin einig, dass mindestens vier eher widersprüchlich klingende Ziele zu erreichen seien:

Es muss die Qualität stimmen. Der ÖPNV muss auch künftig bezahlbar sein. Es sollen Lösungen durchgesetzt werden, die der Mittelstandsförderung gerecht werden. Weitere Priorität kommt dem Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze zu.

Ferner gelten gemäß EuGH-Urteil aus Juli 2003 für die Möglichkeit der Direktvergabe folgende Kriterien: klare Betrauung des Bestellers, Transparenz von Leistung und Gegenleistung, Vorabfestlegung des Kostenausgleichs für die Unternehmen, möglichst geringe Kosten für die Allgemeinheit.

Nach einer eingehenden Darlegung der Ausgangslage zeigte der Kreisdirektor schließlich eine Lösung auf, die unter Beachtung gültigen Rechts den Forderungen gerecht zu werden versucht.

Denkbar – so Heemeier – sei unter bestimmten Umständen ein steuerlicher Querverbund zu den Stadtwerken. Demnach würde die Stadt, unterstützt durch die MHV sowie unter Beachtung der 4 EuGH-Kriterien, die einzurichtende „Abteilung ÖPNV“ der Stadtwerke Herford betrauen. Nach Vorlage eines Angebotes der VMR wäre sodann ein Subunternehmervertrag zwischen Stadtwerken und VMR zu schließen, der entsprechende Befristungen vorsehen würde.

Vor dem Hintergrund der laufenden Fristen gilt es, jetzt unmittelbar eine Entscheidung des Rates der Stadt Herford herbeizuführen, zumal eine Ausschreibung der Linienbündel auf der Grundlage der europäischen Rechtsprechung aus der Sicht Heemeiers einen zeitlichen Vorlauf von mindestens 18 Monaten erfordern würde.

Vorbehaltlich einer nochmaligen eingehenden Prüfung der rechtlichen Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen sieht die Ratsfraktion der „Liste 2004 – Initiative für Herford“ in dem vorgestellten Modell einen realistischen Lösungsansatz.

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